![]() |
|
|||
![]() |
|
|||
Im Neuen Deutschland schreibt Wolf-Dieter Just über die Notwendigkeit, aber auch die Probleme eines bedingungslosen Grundeinkommens.
„Der geltende Gesellschaftsvertrag, der darauf zielt, durch Erwerbsarbeit die gesellschaftliche Integration zu sichern, hat nach über 30 Jahren Massenarbeitslosigkeit seine Legitimität verloren. ... Die protestantische Arbeitsethik hat sich so tief in das Verständnis von Wert und Lebenssinn des Einzelnen eingegraben, dass sich viele Menschen ohne Erwerbsarbeit nutzlos und unglücklich fühlen. ... Hier liegt wohl das größte Hindernis für die Einführung eines BGE. Die Entkoppelung des Einkommens von einer Arbeitsleistung stellt eine alte Moralvorstellung in Frage: die Reziprozität von Einkommen und Leistung. Der Gerechtigkeitsbegriff war und ist ein Begriff von Tausch- und Leistungsgerechtigkeit, nicht von Bedarfsgerechtigkeit … Leistungsgerechtigkeit setzt Teilhabegerechtigkeit voraus. Traditionelles Arbeitsethos und Moral müssen überdacht und den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.“
Evangelische Kirche läutet Alarmglocken für das Grundeinkommen in Namibia
Ökologisches Grundeinkommen - eine emanzipative Variante des Green New Deal?
Notfinanzierung für das Grundeinkommen in Namibia wird fortgesetzt
Impulstagung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche zum Grundeinkommen im März 2012
CMS: GravitalisRS • Template: BlogPimp, basierend auf: Sandbox
1 Kommentar:
Ich war als Jugendlicher ein Einzelgänger, war nicht darüber informiert, wie unser Sozialstaat konkret arbeitete.
Doch ich war mir über zwei Bedingungen imklaren, die erfüllt sein mussten:
Erstens der soziale Gedanke, dass unsere Gesellschaft dafür sorgt, dass jeder genug zum Leben hat.
Zweitens der Leistungsgedanke, dass derjenige, der mehr verdient, nach Steuer auch mehr in der Tasche behält.
Da ich ein Talent für Mathematik hatte, war mir klar, dass eine lineare Gleichung diese Bedingungen erfüllt, meiner Meinung nach sogar optimal. So stellte ich mir also die Funktionsweise unseres Sozialstaat vor. Welch ein Schock, dass es anders war!
Die heutige Situation widerspricht vor allem dem Gedanken der Leistungsgerechtigkeit, und darüber scheint sich die gesamte Fachwelt einig zu sein! Doch die Regierenden scheinen es nicht wahrzunehmen!
Vielleicht weil BGE-Befürworter, Bürgergeld-Liberale, IFO etc. einander noch immer so scharf kritisieren?
Macht die Augen auf, Ihr Politiker! Alle sind sich einig: Verbessert endlich die Zuverdienst-Möglichkeiten! Egal wie!
Und danach sehen wir weiter...