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Literatur - Evangelisches Magazin gibt dem Grundeinkommen Raum

„Grundeinkommen für alle? Das brächte ein großes Maß an Freiheit – und vor allem Fantasie und Mut zu neuen Wegen“ – so lautet der Titel und gleichzeitig die Zusammenfassung eines Beitrags zum bedingungslosen Grundeinkommen, den „chrismon – Das Evangelische Magazin“ in seiner Juli-Ausgabe bringt. Wolfgang Storz, früher Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, schreibt dort ein engagiertes Plädoyer für das Grundeinkommen.

Einige Zitate:


    „Wenn in diesem Kapitalismus namens soziale Marktwirtschaft etwas wächst, dann die Verunsicherung. Die jetzige Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise treibt sie bloß noch auf die Spitze: die nie weichen wollende Sorge um Arbeit und Einkommen, um Rente und Ausbildungsplatz. Sie macht Menschen mürbe … Wie kriegen wir diese Angst raus aus der Gesellschaft?“

    „Das Grundeinkommen beruhigt, vertreibt Angst, entgiftet diese Gesellschaft. Blicken wir auf unsere neue Arbeitswelt, dann sehen wir, wie rar das Gut Sicherheit wird: Eine reguläre Arbeit – Vollzeit und unbefristet – haben immer weniger Menschen. Jeder dritte Arbeitnehmer hat heute eine Leih- oder Teilzeitarbeit oder eine zeitlich befristete; selten aus freier Wahl, meist erzwungen mangels Alternativen.“

    „Das Grundeinkommen funktioniert nur im Verbund mit Mindestlöhnen.“

    „Was wird aus den Sozialversicherungen? Antwort: Die bleiben erst einmal in Kraft, und auf alle steuerpflichtigen Einkommen müssen Sozialbeiträge entrichtet werden.“

    „Wie soll dieses Grundeinkommen finanziert werden? Antwort: mit Einsparungen, denn vom Arbeitslosengeld II über Bafög und Pflegegeld bis hin zum Kindergeld fallen viele Sozialleistungen weg. Hohe Einkommen, Erbschaften, Luxusgüter und Vermögen werden höher besteuert, und für Unternehmen, die mit modernster Technik und weniger Arbeit ihre Produktivität enorm steigern, fällt eine Wertschöpfungsabgabe an.“

    „Endlich wird die Arbeit von Hausfrauen, Hausmännern und Müttern bezahlt – und damit respektiert. ... Wir kommen endlich von unserem bornierten Arbeitsbegriff weg, bei dem Erwerbsarbeit alles und Tätigkeiten in Vereinen, Sozialeinrichtungen und Bürgerinitiativen so gut wie nichts wert sind.“

    „Mit diesem Projekt werden zwei große Ideen vereint, die sich bisher blockieren: Solidarität und persönliche Freiheit.“




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