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Wie immer man den aktuellen Störfall im globalen Kapitalismus auch bezeichnen mag, die Gefahr ist groß, dass der Patient in einer aufwendigen und teuren Operation gerettet, den Ursachen aber gar nicht auf den Grund gegangen wird. Und der Patient macht anschließend weiter wie zuvor, vielleicht mit 10 Zigaretten (oder ein paar riskanten Finanztransaktionen) weniger am Tag. Wenn der Lungenpatient X nach einer solchen OP weiterqualmt, ist das ja vielleicht noch seine Privatsache. Wenn die Fondsmanager und Finanzartisten ihr Unwesen weiter treiben, betrifft das dagegen alle.
Der demokratische Rechtsstaat bietet eine Reihe von Möglichkeiten, ihnen Einhalt zu gebieten. Werden sie genutzt? – Ich denke, nein. Die Regierungen (das Ärzte- oder Operationsteam) weiß zwar mit dem Skalpell umzugehen, hat aber die Fortbildung in präventiver Medizin regelmäßig ausfallen lassen.
So ist ihnen viel entgangen:
Völker Europas, befreit Euch! Schickt die Ärzte zur Fortbildung oder besser gleich nach Hause. Und macht Euch endlich selbst kundig. Denn ihr seid die Experten für Demokratie und habt das vielleicht nur gerade vergessen.
Günter Sölken
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7 Kommentare:
Nur Antworten auf diese Fragen bringen uns voran. Ich stelle diese hiermit zur Diskussion!
Allerdings muss man auch etwas auf die Details gucken: Die Regulierung von Hedge-Fonds stieß bisher bei den Briten und den USA auf Widerstand, weil die z.Zt. registrierten Hedgefonds in ihren Ländern eben Steuern zahlten ... im Detail ist es nicht ganz so einfach. Trotzdem hoffe ich auf Obamas Durchsetzungsfähigkeit.
Hinzufügen würde ich noch den Punkt "Gesundheitsreform" - auch hier haben sie nicht begriffen, dass eine Reform natürlich für Patienten gemacht werden muss, nicht aber für Pharmafirmen, KV und PKVs.
Tatsächlich ist die Krise eine Folge der vielfachen Instabilität im Bankensystem:
Wer Betriebswirtschaft studiert kann dabei lernen, daß es eine Fristenkongruenz zwischen den beiden Bilanzseiten geben soll. Stattdessen finanzieren die Banken Hypotheken mit hereingenommenen Tagesgeldern.
Auch ohne Betriebswirtschaft zu studieren, kann man wissen, daß es sehr zweifelhaft ist, mit Kundengeldern ins Spielcasino zu gehen, und Roulette zu spielen. Aber daß Banker z. B. Wetten auf den DAX veranstalten und dabei den Bankhalter geben, soll erlaubt sein?
Schließlich wurde es schlechter Brauch, die Risiken die die "Zocker in Nadelstreifen" eingegangen sind, auch noch in Zweckgesellschaften zu verstecken und so die Kunden und die Öffentlichkeit über die Spielchen zu täuschen.
Ich hätte die Burschen in Ketten gelegt und versucht, sie wegen Untreue und Betrug dranzukriegen.