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11 Kommentare:
Mag sein, wenn wir die Welt des BGE's nur mit Schauspielern besetzt erleben, dann bekommt die ganze Diskussion einen abendfüllenden Charakter, aber der Betrachter bleibt außen vor und ist nicht Teilnehmer einer Welt in dem täglich Freiheiten mit Füssen getreten werden
Die Auseinandersetzung mit dem BGE ist planke Ernsthaftigkeit und viele Menschen können diese Bedeutung noch nicht mal ansatzweise begreifen.
Wie sinnvoll eine Arbeit ist, hängt für mich davon ab, was produziert wird. Ist faul, wer unbezahlt Gedichte schreibt und fleißig, wer bezahlt Zigaretten herstellt? In den neuen Bundesländern wurden, soweit ich weiß, bereits eine Fabrik für Porno-Videos und eine Plastinationsfabrik des Gunter van Hagens begrüßt, weil sie Arbeitsplätze schufen; alle moralischen Bedenken verstummten dagegen. Soll es so weiter gehen und die Moral immer weiter den Arbeitsplätzen geopfert werden?
Wenn die Produktionssteigerung dazu führt, dass wir mit weniger Produktion gleich viel produzieren können, warum arbeiten wir dann nicht alle kürzer? Es wird doch insgesamt genug produziert; zwar wäre in einigen Bereichen einiges zusätzlioch wünschenswert; dafür könnten wir aber auf anderes verzichten. Wir können nicht immer mehr produzieren; zunächst ist es oft umweltschädlich; später dürfte es gar nicht mehr gehen. Das Problem ist aber, dass Menschen ohne Vermögen auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind, nicht mehr vom Ergebnis ihrer Arbeit leben können. Güterwirtschaftlich gilt das bereits heute; wer Zigaretten produziert, isst sie schließlich nicht. Leider führt aber die Rationalisierung zu einem Überangebot an menschlicher Arbeitsleistung nicht zu einer Steigerung der Löhne, sondern eher zu einer Senkung. Alle Auswege aus dieser Situation laufen für mich auf ein irgendwie gartetes BGE hinaus, durch das das Einkommen vom Lohn abgekoppelt wird.
Lässt sich das nicht vermitteln? Ich bin öfter auf Widerstand gestoßen, habe aber noch kein ernst zu nehmendes Gegenargument gehört.
Herzliche Grüße
Reinhard Börger
Beste Grüße
Georg K
Und ja es ist richtig und ebenso wichtig dabei auch die emotional und affektiven Aspekte nicht zu vernachlässigen. An positive Begriffe der Bürgerschicht anzudocken erhöht die Akzeptanz. Ob der Bildungsbegriff jedoch auch zukünftig noch eine derart tragende Stellung einnimmt, wage ich zu bezweifeln.
Welches die Begriffe sind, die nicht allein rational, sondern auch emotional schwingungsfähig sind, darüber sollte vermehrt nachgedacht werden. Insofern ein wichtiger Text.
Meine Idee den Umstand zu verbessern:
Organisieren Sie Bundesweit " Vorbereitungskurse, Workshops , Seminare für das bedingungslose Grundeinkommen, in denen Sie den Menschen diese Angst langsam nehmen und ermöglichen selber zu erfahren woher diese den nun eigentlich stammt. Den das kann nur jeder einzeln wirklich wirksam an sich selber erfahren. Hier geht es also weniger darum den Menschen die Idee begreiflich zu machen mit Zahlen und Politischen Idealen sondern hier geht es darum Ängste zu nehmen.
Hier geht es um Gefühle und Blockaden zu durchbrechen.Denn verstehen kann es prinzipiell jeder und gebrauchen erst recht.
Ich habe den Eindruck es wird viel geredet und geschrieben um dieses Thema , aber ich glaube es muss mehr getan werden.
Deshalb werde ich in kürze damit beginnen solch einen Vorbereitungskurs im Essener Unperfekthaus anzubieten.
Wer Interesse hat
Unperfekthaus.de
und dann das Projekt - Grundeinkommen suchen.
Es sind nicht alle Menschen, die hinter mir den "Systemkiller" vermuten, aber es sind leider gerade diejenigen, die wir brauchen. Es sind gerade diejenigen, die so wie so nicht über den eigenen Tellerrand hinaussehen können. Weil sie's einfach irgendwann verlernt haben. Und es geht doch gerade darum, diesen klarzumachen, dass sie andere werden können - denn warum eigentlich nicht?
Ich glaube wir brauchen mehr Mitstreiter in der Kultur, bei den Medien und auch bei denen, die sich jetzt sozusagen um die Moral kümmern. Weil wir das BGE eben als das verkaufen müssen, was es ist: Etwas ganz neues, von dem wir selber nicht so viel wissen, wie wir glauben. Und dann müssen wir ihnen allen zurufen, dass wir sie brauchen, dass sie etwas tun können, dass sich wieder etwas bewegt. Und dann müssen wir sie fragen, ob sie mitmachen wollen - zusammen Lösungen finden möchten.
Darum meine ich, wir brauchen Geist. Wir brauchen Menschen, die die anderen mitreißen, und also mit ihrem eigenen Geist anstecken - begeistern.
Das BGE ist für mich inzwischen die Schwester, der "Diktatur der Kunst", wie sie Meese fordert. Und es ist nicht nur Jonathan Meese... es sind viel mehr. Und doch sind die Fragen, die sich diese Menschen alle für sich stellen, oft die gleichen.
Wohin soll es denn mit diesem Land und mit der Welt gehen? Was ist denn das Gegenmodell zum BGE? Ist denn die Angst dasjenige Gefühl, dass wir vorherrschen lassen wollen in uns selbst?
Die Grundeinkommen-Bewegung muss sich erst einmal mit den Bedenkenträgern auseinandersetzen. Wenn ich mir die Bücher von Götz Werner etwa durchlese, dann muss ich leider feststellen, dies wird in keinster Weise getan. Mit frommen Bibelsprüchen ist es leider nicht getan. Kritische Menschen erwarten eine kritische Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen und insbesondere auch mit ihren Einwänden.
Nehmen wir einmal Röttgen. Der kritisierte bei Maischberger das bedenkliche Menschenbild, was hinter dem Grundeinkommen steckt. Darüber könnte man diskutieren.
Dann kam er auf die Summe zu sprechen. Seine Familie (3 Kinder) erhielte gemäß Petition 6.000 Euro netto monatlich ohne Arbeit.
Nun könnte man andere Beträge einsetzen, z. B. 1.000 Euro für Erwachsene und 700 Euro für Kinder. Dann sind es bei einer Familie mit 4 Kindern dennoch bereits wieder 4.800 Euro netto. Ich denke, ganz viele Familien haben dieses Geld heute selbst dann nicht, wenn beide Elternteile arbeiten gehen. Die Bevölkerung erwartet auf solche Punkte Antworten, nur kommen die leider nicht. Man hat den Eindruck, alle träumen davon, in Zukunft vollkommen frei zu sein und machen zu können, wozu sie lustig sind. Das wird nicht möglich sein.
Schon heute wird von einigen Experten vorgeschlagen, Eltern für ihre Kinder im Rahmen der Sozialhilfe nicht einfach nur mehr Geld zu geben, sondern eher Berechtigungen/Gutscheine für die Kinder auszuteilen, damit das Geld auch tatsächlich bei den Kindern ankommt. Diese Punkte müssen von den Grundeinkommen-Befürwortern gewissenhafter diskutiert werden. Werden sie nicht zufriedenstellend beantwortet, wird die ganze Grundeinkommen-Bewegung scheitern.