Crowdfunding für Europäische Bürgerinitiative zum Grundeinkommen

Reimund Acker 07.11.2013 Druckversion

Der frische Wind aus Kroatien, Slowenien und Deutschland hat sich seit ein paar Wochen zu einem bemerkenswerten Aufwind für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Grundeinkommen entwickelt:

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Bild: Unterschriften zur EBI Grundeinkommen bis 7.11.2013

Und nun kommt noch eine europaweite Crowdfunding-Kampagne hinzu, die als Treibsatz der Unterschriftensammlung in ihrer Endphase den entscheidenden Schub verleihen könnte. Schon jetzt ist diese EBI die größte Grundeinkommens-Kampagne, die die Welt je gesehen hat!

Beim Crowdfunding können in kurzer Zeit viele kleine Beträge online gespendet werden und eine große Summe ergeben.

Im Fall der EBI Grundeinkommen hat das Crowdfunding innerhalb innerhalb der ersten 24 Stunden schon mehr als 13.000 Euro eingebracht! Die Spendenaktion ist auf 14 Tage begrenzt, damit noch genug Zeit bleibt, das Geld sinnvoll auszugeben. Das ursprüngliche Spendenziel von 15.000 Euro dürfte weit übertroffen werden.

Der Spendenertrag soll vor allem in massive Werbung für die EBI im Internet investiert werden, aber auch für Flyer und andere Werbemittel. Andere erfolgreiche Online-Unterschriftensammlungen wie die EBI Right-2-Water zeigen, dass durch Werbung gerade im Internet hunderttausende Unterschriften in wenigen Wochen möglich sind. Right-2-Water sammelte in den letzten 3 Monaten seiner Kampagne eine Million Unterschriften im Internet. Bis zu 192 Millionen europäische Facebook-Benutzer können mithilfe bezahlter Werbung dort innerhalb weniger Tage erreicht werden. Facebook, Twitter und Co. können Revolutionen auslösen, nicht nur in Arabien …

Machen Sie also die Probe aufs Exempel und wetten Sie auf die EBI Grundeinkommen! Verlieren können Sie höchstens Ihren Einsatz, ab 1 Euro. Gewinnen können Sie eine Million Stimmen für das Grundeinkommen, eine Weltsensation, einen europaweiten Grundeinkommens-Tsunami, der vier Monate viele später weitere BGE-freundliche Abgeordneten ins EU-Parlament spült. Und diese Welle wird zurückschwappen in die EU-Länder und auch dort dazu beitragen, eine neue Phase des Menschheitsprojekts Grundeinkommen einzuleiten.

Gehen Sie also auf kürzestem Weg zur Crowdfunding-Seite dieser EBI und »Faites votre jeu!« oder schauen Sie sich vorher noch die (englische) Kampagnenseite dieses Crowdfundings an unter funding.basicincome2013.eu.

PS: Während ich diesen Beitrag geschrieben habe, sind schon wieder 1.000 Euro „Crowdfunds“ eingegangen. Beeilen Sie sich also, wenn Sie noch dabei sein wollen 😉

4 Kommentare

Guenter schrieb am 08.11.2013, 14:27 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Ich weiß nicht, ob ich campact noch unterstützen kann, wenn campact die EU-Initiative nicht unterstützt, was sogar im Widerspruch steht zur campact-Forderung noch Volksentscheiden. http://basicincome2013.eu/ubi/de/warum-avaaz-und-campact-unsere-initiative-nicht-unterstutzen/index.html http://blog.campact.de/2013/11/bundesweiter-volksentscheid-zum-greifen-nah/comment-page-1/#comment-20290

Ich schrieb am 08.11.2013, 16:34 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Korrektur: Der frische Wind in puncto Unterschriften kam nicht aus Deutschland, sondern im Grunde genommen aus der Schweiz (durch den Aufruf der großen BGE-Seite auf Facebook). Aus Deutschland kam dann die Piraten-Seite dazu. Die Crowdfunding-Kampagne hätte _das einreichende Komitee_ (und nicht erst engagierte Freiwillige) schon zu Beginn der EBI starten und sie stärker in den Sozialen Medien bewerben sollen. "Soziale" Medien heißen sie nicht von ungefähr. Das funktioniert nicht von alleine. Mit etwas Glück gelingt es trotzdem, die Million gültige Unterschriften zu erreichen. Wenn nicht, steht eine der Hauptursachen des Misserfolgs fest.

Ankica Matić schrieb am 10.11.2013, 07:07 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Korrektur zum vorherigen Kommentar: Die Idee zum Crowdfounding kam, nachdem man feststellte, dass in Kroatien binnen 45 Tagen(!) allein durch Verbreitung in den social media und authentische, überzeugend diskutierende Redner für das Grundeinkommen die Unterschriften für die Landesquote zusammenkamen. Nach einigen fundierten informativen TV-Interviews und vorangegangen massiven "sign, share, spread "-Aufrufen stieg die Beteiligung an der Unterschriftenaktion exponentiell. Diese simple Feststellung brachte die Aktivisten auf die Idee, genauso in den anderen Staaten zu operieren. Dank an Marko Sucic, Ivan Voras, Tamara Kos Grgic und all die anderen engsgierten Mitstreiter. CHAPEAU.

Stefan K. schrieb am 11.11.2013, 11:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Neben der Social-Media-Werbung um Stimmen und Aufmerksamkeit würde ich mir auch unkonventionelle Streuwerbung wünschen, z. B. über interessant gestaltete Amazon- oder ebay-Beilagen und Anzeigen in den lokalen Amtsblättche, die von einem Großteil der Bevölkerung gelesen werden. In meinem Umfeld gibt es viele Menschen, die dem BGE gegenüber aufgeschlossen wären, aber durch das Internet nicht erreicht werden. Auch deren Stimmen benötigen wir aber dringend bei einer späteren Volksabstimmung, und zwar bevor sie durch diskreditierende Medienberichte (die werden sicherlich noch kommen) verunsichert oder zur Ablehnung gebracht werden.

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