Petition: Wir fordern eine einheitliche Geldleistung für alle Kinder, die das Existenzminimum sichert.

Derzeit läuft eine campact-Petition der in der Nationalen Armutskonferenz versammelten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Betroffenenorganisationen und Gewerkschaften sowie weiterer Interessenvertretungen: #stopkinderarmut

https://weact.campact.de/petitions/keine-ausreden-mehr-armut-von-kindern-und-jugendlichen-endlich-bekampfen

Darin heißt es: „Wir fordern eine einheitliche Geldleistung für alle Kinder, die das Existenzminimum sichert. Ein gutes Aufwachsen darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.“

Wir glauben, dass die Umsetzung dieser Forderung ein Schritt zur Erreichung des Ziels des Netzwerks Grundeinkommen ist.

Daher empfehlen wir den Mitgliedern des Netzwerks Grundeinkommen und allen Interessierten die Unterzeichnung der Petition sowie deren Weiterleitung an Bekannte, Freundinnen und Freunde.

Netzwerkrat

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5 Kommentare:

  1. schrieb am 10.12.16 um 12:07 Uhr ( Permalink ):

    Ich habe schon seit Jahren die Idee,dass man finanzielle Patenschaften für diese Kinder übernehmen sollte. Habe mich schon an Prominente und an Pfarrer gewandt. Keine Antwort von den Prominenten und der Pfarrer sagt, da sehe er keinen Bedarf. Das Geld für die Existenzsicherung wird doch irgendwo wieder abgezogen, oder die Elten können damit machen, was sie wollen. Ein Pate könnte die Kinder gezielt unterstützen über lange Zeit, sie begleiten und sie fördern. Das ganze könnte doch von der Hartz IV Behörde vermittelt werden. Verdammt, bisher habe ich das einfach nicht hinbekommen. Eva Reichow

  2. M. Dorfner
    schrieb am 16.12.16 um 20:30 Uhr ( Permalink ):

    Die Idee finde ich sehr gut. Es spart dem Staat große Summen Geld für die Verwaltung div. sozialer Leistungen sowie Berechnung und Durchsetzung von Erstattungen (man denke hier an Unterhaltsvorschuss und dgl.) und den hilfesuchenden (oft alleinerziehenden) Eltern viel Lauferei. Den Familien erspart es Streit ums Geld, wenn das Nötige für die Kinder unkompliziert sicher ist. Ich denke da an ausreichend Geld für Mietanteil, Verpflegung, Stromanteil usw., aber auch an Sachleistungen wie beitragsfreie Kita, Grundausstattung Lehrmittel / Stifte, Hefte usw. sowie kostenfreie Schulausflüge (die dann aber wohl nicht unbedingt ins Ausland gehen müssen).

  3. Frank Bolz
    schrieb am 17.12.16 um 17:41 Uhr ( Permalink ):

    Bei allem Respekt frage ich mich, was denn so schlimm daran ist, wenn Eltern mit Geld, das Ihnen (von wem auch immer) treuhänderisch für ihre Kinder überlassen wird, wenn die „damit machen, was sie wollen“? Es müssen Schulhefte, Kleidung, Nahrung oder sonst etwas angeschafft werden. Meistens alles gleichzeitig. Und das unter dysfunktionalen Umständen.
    Dass ein Beitrag zur Kinder-Armutsdebatte die Besorgnis ausdrückt, ob Eltern (wenn sie arm sind) auch verantwortungsvoll umgehen mit den Alimenten, zeigt wo wir stehen.
    Das Bild von den permanent alkoholisierten Erziehungsversagern hat sich so eingebrannt in das Denken selbst der wohlmeinensten Mitmenschen, dass mir kalt wird. Wenn dann tatsächlich alkoholisierte Erziehungsversager angetroffen werden, wird gegen die Versager oder gegen deren Versagen vorgegangen, nicht gegen die dysfunktionalen Verhältnisse, die dieses Versagen zugelassen, oft herbeigeführt haben, bis es auffällig wurde. Verhältnisse, zu denen sicher auch diese allgegenwärtige Herablassung gehört, die sich anmaßt, generell erst mal die soziale Kompetenz in Armut lebender Mitmenschen in Frage stellen zu dürfen.
    Auch Funktionalisierer-Argumente, die ins Kalkül ziehen, wo durch welche Maßnahme wie viel Geld gespart wird, stellen im Armutsdiskurs nur einen unzeitgemäßen Stillstand dar, sind also wenig zielführend.
    Es wird Zeit, dass wir uns endlich wertkritisch mit unseren Lebensumständen befassen. Mein Einstieg dazu war das „Manifest gegen Arbeit“ der Gruppe Exit oder das 24. Kapitel von Marx‘ Kapital (unbedingt lesen!). Geld (wie das BGE) ist ein Mittel der „Armutsbekämpfung“, nicht das Ziel. Ich meine damit, ich würde meinen Enkeln gerne davon erzählen, wie wir mit der Einführung des BGE die generelle Abschaffung von diesem unsinnigen Geld angestoßen haben. Um weniger kanns uns ja wohl nicht gehen.

  4. Michael Zwiener
    schrieb am 02.01.17 um 12:10 Uhr ( Permalink ):

    Danke Frank, so sehe ich das auch. Und 99% der Eltern opfern über Jahrzehnte ihre eigenen Bedürfnisse für ihre Kinder. Die Eltern stehen ja nicht in der Schuld der Kinder und arbeiten auch nicht gegen diese. Im Gegenteil. Es gibt viele Eltern die Zweitjobs machen, damit sie Ihren Kindern ein schönes Leben bescheren können. Das sollte nicht nötig sein. Also von mir ein klares Ja zum Kindergrundeinkommen.

  5. Barbara Glück
    schrieb am 02.01.17 um 15:40 Uhr ( Permalink ):

    Natürlich wird es immer wieder Eltern geben, die- aufgrund vielfältigster Umstände – das Geld, welches sie als BGE für ihre K;inder erhalten, nicht otdnungsgemäß für ihre Kinder einsetzen, aber darum alle Menschen als potentielle Versager einzustufen und deshalb auf ein BGE für Kinder gleich ganz zu verzichten, dürfte wohl der falsche Weg sein.
    Ich denke, die überwiegende Zahl der Eltern würden hier im Sinne des BGE handeln und bei denen, wo es nicht funktioniert, hätte Vater Staat in seinem Apparat genügend Möglichkeiten, Hilfe und Unterstützung dabei anzubieten.

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