Ökonomie des Grundeinkommens

Die Powerpoint zum Vortrag „Ökonomie des Grundeinkommens“ von Ronald Blaschke wurde inzwischen veröffentlicht. Der Vortrag wurde am 26. November 2025 an der Universität Göttingen gehalten. Veranstalter war die Hochschulgruppe Kritische Wirtschaftswissenschaften Göttingen in Kooperation mit dem Netzwerk Grundeinkommen.
Die Präsentation beinhaltet Thesen zur Funktion des Grundeinkommens – zum einen in einer profitorientierten Ökonomie und zum anderen in einer bedarfsorientierten Ökonomie. In ihr wird auch der Frage nachgegangen, wie sinnhaft Mikrosimulationen und Pilotprojekte zum Grundeinkommen sind.
Ein Kommentar
Sehr interessanter Vortrag, viele Anregungen! Wichtig ist auch die begründete Skepsis gegenüber den Pilotprojekten.
Hier eine Ergänzung: G\'-Ökonomie und Bedarfsökonomie sind nicht einfache Gegensätze. Das Argument der klassischen Ökonomie besteht darin, dass ein Unternehmen gerade dann Profit macht, wenn es Bedürfnisse befriedigt. Deshalb sagt Adam Smith: \"Nicht von dem Wohlwollen des Fleischers, Brauers oder Bäckers erwarten wir unsere Mahlzeit, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen. Wir wenden uns nicht an ihre Menschen- sondern an ihre Eigenliebe.\"
Im modernen Finanz-, Monopol- und Digitalkapitalismus gilt dies sicher in vieler Hinsicht NICHT. In dem klassischen Argument fehlt auch, dass Bedürfnisse ausreichend mit Kaufkraft ausgestattet sein müssen. Aber in vielen Fällen trifft es dann doch zu: Die durch Kaufentscheidungen ausgedrückte Wahlfreiheit auf der einen Seite bewirkt den ökonomischen Erfolg, also das G\', der anderen Seite.