Robert Skidelsky in Berlin: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens

Ronald Blaschke 12.10.2013 Druckversion

Robert und Edward Skidelsky)
Foto: Stefan Worring

Der Wirtschaftshistoriker und Keynes-Biograf, Sir Robert Skidelsky, hat zusammen mit seinem Sohn, dem Philosophen Edward Skidelsky, ein Buch geschrieben, in dem für eine moralische Grundlegung der Ökonomie plädiert wird. In einer Zeit, in der genug für alle da ist, seien Arbeitszeitverkürzung und Grundeinkommen sowie Umverteilung angesagt.

Der Titel des Buchs lautet: Wie viel ist genug? Diese Frage beantworten die Autoren zwar nicht konkret, üben aber grundlegend Kritik an einer selbstvergessenen Ökonomie, die offensichtlich keinen Bezug zum Sinn des Ökonomischen mehr hat – nämlich zur Bereitstellung materieller Grundlagen für ein gutes Leben für alle Menschen.

Die Autoren unternehmen in dem spannend geschriebenen und anregenden Buch den Versuch, Basisgüter für ein gutes Leben zu definieren und politische Instrumente zu benennen, um diese Güter des guten Lebens für jede und jeden erreichbar zu machen. Dazu gehören u. a. Einkommensumverteilung von oben nach unten, Arbeitszeitverkürzung, Grundeinkommen, garantierte öffentliche Daseinsvorsorge, Beschränkung der Macht der Wirtschaftsbosse bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Freihandelseinschränkungen.

Robert Skidelsky ist gemeinsam mit Katja Kipping, der Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, am 16. Oktober 2013 Gast der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin.

Das Buch und der Besuch der Veranstaltung sind sehr zu empfehlen. Der Eintritt ist frei. Es wird simultan übersetzt.

Zur Einstimmung sei die Lektüre folgender Interviews empfohlen:

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