Podemos: Arbeitskreis will Grundeinkommen retten

„Podemos.25.1.15-9“ von La Veu Lizenz: CC-BY-NC-SA 2.0
Vor einer Woche berichtete n-tv.de von einem Richtungswechsel der spanischen Protestpartei. Wegen sinkender Umfragewerte durch eine leichte Besserung der Wirtschaftslage stelle sich Podemos in seinen Zielen „gemäßigter“ dar als zuvor.
Ein Arbeitskreis der Partei versucht nun mit einer parteiinternen Abstimmung, das bedingungslose Grundeinkommen als Teil des wirtschaftlichen Reformplans fest im Wahlprogramm zu verankern. Wie BIEN-News berichtet, schlugen bereits im November 2014 die Professoren und Parteivorsitzenden Vicenç Navarro und Juan Torres ein Grundeinkommen – spanisch „Renta Basica“ – vor, allerdings nicht unmittelbar für das Wahlprogramm, sondern als langfristiges Ziel für die Partei. Sie plädierten für ein garantiertes Mindesteinkommen, das an eine Bedürftigkeitsprüfung geknüpft ist, aber höher ausfällt als im derzeitigen spanischen Sozialsystem.
Der Arbeitskreis Podemos Renta Basica hat nun eine Kampagne gestartet, die das bedingungslose Grundeinkommen vor der Parlamentswahl wieder auf die politische Agenda der Partei setzen soll. Der Petition müssen dafür bis Ende Juni noch 37.000 Parteimitglieder zustimmen, damit sie angenommen wird, das sind rund 11,5 Prozent der Gesamtanzahl der Mitglieder (Stand Feb. 2015).
Das Ergebnis des Referendums wäre bindend und könnte nur durch eine erneute Abstimmung aufgehoben werden. Bei ausreichender Zustimmung würde das bedingungslose Grundeinkommen zum festen Bestandteil des Wahlprogramms. 5.700 Parteimitgliedern haben bereits zugestimmt.