Ökologisches Grundeinkommen – eine emanzipative Variante des Green New Deal?

Ronald Blaschke 15.01.2012 Druckversion

Nach dem Treffen der Regionalinitiatíven Grundeinkommen Ost am 25.02.201 in Berlin, findet am gleichen Ort, im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Ökologisches Grundeinkommen – eine emanzipative Variante des Green New Deal?“ statt. Referent ist Dr. Ulrich Schachtschneider (Dipl. Ing., Energieberater, freier Autor).

Es wird diskutiert, ob die Idee eines durch Besteuerung von Umweltverbrauch finanzierten Grundeinkommens soziale und ökologische Schieflagen bisher propagierter Varianten eines Green New Deal vermeiden könnte und inwieweit dieser Ansatz darüber hinaus emanzipatorische Qualitäten aufweist. Es soll einerseits eine Wende zu Klimaschutz und Ressourcenschonung erreicht werden. Andererseits können möglicherweise Schritte in Richtung einer erneuerten Solidarität und selbstbestimmten Arbeit gegangen werden, die über die Kapitaldominanz hinausweisen.

Der Eintritt ist kostenfrei. Veranstalter sind das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e. V. und das Netzwerk Grundeinkommen. Die Veranstaltung wird u. a. aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

2 Kommentare

Ludwig Micheler schrieb am 14.02.2012, 22:43 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Für die bessere Verankerung der Ökobonus-Idee im Netz wäre es dringlich, Artikel in Wikipedia zu "Ökobonus","Energie-Grundeinkommen", "Welt-Klimavertrag" zu schreiben. Ebenso wichtig (globales Problem!: auf Englisch "eco-bonus", "energy-basic-income-grant", "world-climate-treaty". Unter bedingungsloses Grundeinkommen gibt es nur einen kurzen Hinweis: "....(bedingungslose Kindergrundsicherung), der Öko-Bonus (ein Grundeinkommen finanziert aus Ökosteuern),...". Ein Link zum neuen Eintrag könnte dort hergestellt werden. Wer mag die Artikel schreiben? Ein Energie-Grundeinkommen, finanziert mit Ökosteuern insbesonders auf Treibhausgase/CO2, als Ökobonus an alle EuropäerInnen im Sinne der Grundeinkommensidee ausgezahlt, kann für die aktuelle Euro-/Griechenland-Krise eine schnelle, wirksame Lösung sein. Sozialer Frieden! Wir sollten uns daher damit an EU-Parlamentarier und die Medien wenden: Abgeordnete in den Krisenstaaten, europäische Institutionen (z.B. EEA-MitarbeiterInnen, Ökoinstitute) könnten die Einführung des BGE enorm beschleunigen, wenn die soziale Stabilisierung bei gleichzeitigem ökologisch verträglichem Wachstum erkannt wird (energy-basic-income-grant = eco-balancing-steering-tax = incentive-tax = Anreizsteuer). Auch für einen "Welt-Klimavertrag der BürgerInnen" gibt es eine echte Chance, wenn wir aktiver werden: Die Menschen in den Entwicklungsländern und vom Klimawandel betroffenen Staaten werden uns helfen, wenn wir die Idee bei der UN (UNFCCC, IMF,..)voranbringen. Wir können die Koalition der zur "Großen Transformation" bereiten Industriestaaten mit den Entwicklungs- und Schwellenländern effektiv mitgestalten: Ökobonus heißt Lenkungsabgaben AUSZAHLEN! Die Schweiz zahlt bereits Ökoboni aus. Ein kleiner Schritt hin zu einem kompletten Grundeinkommen, überwiegend finanziert mit differenzierten Konsumsteuern/Mehrwertsteuer. Vergleicht über Suchmaschine "Durban-treaty Ludwig Micheler Welt-klimavertrag", und "Energie-Grundeinkommen Micheler".

Rüdiger Kalupner schrieb am 14.05.2012, 12:41 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Ich verweise darauf, dass der ÖKO-Bonus/ÖKO-Grundeinkommen evolutionsprozess-theoretisch zu Ende gedacht werden muss - und im KREATIV-Lohn, wie ich ihn nenne, auch schon zu Ende gedacht ist -, um das gesamte Durchsetzungs- und Umsteuerungspotenzial des BGE-Ansatzes zu aktivieren. Hier und nur hier ist, wie oben von Ludwig Micheler geahnt, die selbstläuferische Umsteuerungs-Lösung aus der EURO-Krise zu finden. Hier ist das Durchsetzungs- und Machtpotenzial für evolutionslogische Ende der EURO-Überschuldungskrise herangewachsen.

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