Rentenprobleme führen zu Nachdenken über garantierte individuelle Sicherung

Herbert Wilkens 15.04.2008 Druckversion

Die aktuelle Debatte um die Kaufkraftverluste für Rentner und ihre schlechten Zukunftsaussichten veranlasst mehr und mehr zu Überlegungen, die der Grundeinkommens-Idee verwandt sind:

  • Der Bundesvorsitzende der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) Georg Hupfauer fordert Chancengleichheit und ein „garantiertes Grundeinkommen“ in Europa.
  • Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Ulrich Schneider fordert einen massiven Ausbau der Altersgrundsicherung. Der Grundsicherungsbetrag sei von derzeit 347 Euro auf 427 Euro plus Wohnkosten anzuheben. Auf Alterseinkünfte wie gesetzliche Renten oder Riesterrenten seien zudem großzügige Freibeträge einzuräumen. Schließlich sei die Grundsicherung im Alter nicht von den Sozialämtern, sondern von den Rentenversicherern zu verwalten.
  • Thomas Wagner vom Nell-Breuning-Institut stellt fest: „Vom christlichen Menschenbild her muss es in einer demokratischen Gesellschaft das Recht auf eine bedingungslose Grundsicherung geben. Das gehört zur Menschenwürde. Anreize für finanzielle Unterstützung sind dann sinnvoll, wenn es über das Existenzminimum hinausgeht.“

Eher noch weiter reichende Veränderungen hat auch Wolfgang Strengmann-Kuhn (MdB, B90/Grüne) gefordert.

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