Arbeit am Leben

ws_titel_heft_134„Arbeit am Leben – Care-Bewegung und Care-Politiken“

Unter diesem Titel erschien das jüngste Heft der Zeitschrift „Widersprüche. Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich“ (Heft 134, Dezember 2014). Es enthält u. a. zwei Beiträge zu Care-Arbeit und Grundeinkommen und zwei zur Care-Revolution, bei der auch das Grundeinkommen eine Rolle spielt.

Ina Praetorius, Theologin und Publizistin aus der Schweiz, blickt in ihrem Beitrag „Care und Grundeinkommen“ aus postpatriarchalischer Perspektive auf das Grundeinkommen und kritisiert die Schweizer Grundeinkommensinitiative aus feministischer Sicht.

Mein Beitrag „Grundeinkommen und Care-Arbeit“ gibt einen Überblick über verschiedene feministische Positionen zum Grundeinkommen und widmet sich dem Zusammenhang von Care-Arbeit und Grundeinkommen. Ich kritisiere dabei auch die Blindheit einiger Feminist/-innen bezüglich der grundlegenden feministischen Aussagen zum Grundeinkommen.

Gabriele Winker, Professorin an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und Mitwirkende am Feministischen Institut Hamburg, begründet in ihrem Beitrag, warum die soziale Reproduktion in der Krise sei und die Care-Revolution, zu der die Einführung eines Grundeinkommen gehöre, diese Krise überwinden könne.

Dagmar Paternoga, Aktivistin der Arbeitsgruppe Genug für alle in Attac Deutschland, sucht Antworten auf die Frage, ob und wie das Netzwerk Care Revolution ein wichtiger politischer Akteur in Deutschland werden könnte.

Die genannten Autor/-innen sind in der Care-Bewegung aktiv und haben die Aktionskonferenz Care-Revolution im März 2014 in Berlin organisiert bzw. daran teilgenommen (wir berichteten), in deren Folge die internationale Arbeitstagung „Das bedingungslose Grundeinkommen in der feministischen und postpatriarchalen Debatte“ im September 2014 in Berlin stattfand (wir berichteten). Geplant ist ein Sammelband zu dieser Thematik.

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