Gewerkschaftliches Bildungsangebot zum Grundeinkommen

Ronald Blaschke 16.02.2016 Druckversion

Wer in der aktuellen politischen Diskussion um gesellschaftliche Alternativen mitreden will, kommt um das Grundeinkommen nicht herum. Erfreulich ist, dass es dazu Gewerkschaftsseminare gibt (siehe z. B.  gewerkschafterdialog-grundeinkommen.de).

Dass zwei der vier mehrtägigen Bildungsangebote – drei von ver.di und eins von Arbeit und Leben e. V.  – bereits ausgebucht sind, zeigt das große Interesse der Gewerkschaftsmitglieder am Thema.

Derzeit läuft im ver.di-Bildungszentrum Saalfeld das Seminar mit dem Titel „Davon soll man leben? Über das Recht (und die Pflicht?) die eigene Existenz zu sichern“. Im ver.di-Bildungszentrum Walsrode wird das Grundeinkommen Anfang Juli in dem Seminar „Wohlstand für alle – Glücklich durch teilen?“ diskutiert. Im ver.di-Bildungszentrum Gladenbach findet Mitte August unter dem Titel „(Bedingungsloses) Grundeinkommen – Ideen, Chancen und Gefahren“ ein mehrtägiges Seminar statt. Für ver.di-Mitglieder sind solche Bildungsveranstaltungen im Rahmen des Bildungsurlaubs kostenfrei.

Anfang September lädt die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Hessen zu einem mehrtägigen Seminar mit dem Titel „Bedingungsloses Grundeinkommen – Utopie oder reale Möglichkeit ein?“ nach Frankfurt am Main ein.

Bleibt zu hoffen, dass gewerkschaftliche Bildungsträger in Zukunft mehr solcher Seminare anbieten und dazu auch Grundeinkommensexpertinnen und -experten einladen. Natürlich haben gewerkschaftlich organisierte Grundeinkommensbefürworterinnen und -befürworter auch die Möglichkeit, Seminare und Diskussionsforen selbst zu organisieren.

Ein Kommentar

TRiedel schrieb am 27.03.2016, 14:14 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Ich bin positiv überrascht, dass sich Gewerkschaften (neuerdings?) wohlwollend zum Thema Grundeinkommen positionieren; in der Vergangenheit hatte ich eine Diskussion mit Sascha Vogt, welcher einem BGE absolut ablehnend gegenüberstand, da es "den Einfluss der Gewerkschaften einschränkt".

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