BGE-Partei zu Bundestagswahl zugelassen

Reimund Acker 18.07.2017 Druckversion

Die erst En­de Sep­tem­ber letz­ten Jah­res ge­grün­de­te Par­tei BGE-Par­tei (wir be­rich­te­ten) wur­de jetzt vom Bun­des­wahl­aus­schuss zur kom­men­den Bun­des­tags­wahl zu­ge­las­sen. Da­rü­ber hin­aus hat die jun­ge Par­tei es ge­schafft, frist­ge­recht mehr als 30.000 be­glau­big­te Un­ter­schrif­ten von Wahl­be­rech­tig­ten vor­zu­le­gen, die es ihr ermöglichen, in allen 16 Bundesländern mit Landeslisten um Zweitstimmen zu werben. Damit hat die Grundeinkommenspartei ihr erstes selbstgestecktes Ziel erreicht: im Herbst auf jedem Wahlzettel zu stehen. Am 24. September wird also auf 61,5 Millionen Wahlzetteln „Bündnis Grundeinkommen (BGE) – Die Grundeinkommenspartei“ stehen. Dadurch wird das BGE nicht nur erstmals tatsächlich wählbar – die Partei hat nur diesen einen Programmpunkt –, sondern nebenbei wird der Wahlzettel zum kostenlosen Werbeträger für das BGE, mit millionenfacher Auflage und guter Zielgruppenabdeckung. „Hut ab„, meint denn auch Sascha Liebermann in Anerkennung dieser organisatorischen Leistung der Kleinpartei mit ihren nur 271 Mitgliedern.

Bevor die Wahlzettel gedruckt werden können, müssen freilich die 16 Landeswahlleiter am 28.7. noch ihr OK zu den eingereichten Unterschriften für die BGE-Partei geben. Das betrachtet die Partei aber offenbar als reine Formsache und lädt daher für den 29. Juli schon mal zum großen Spektakel nach Berlin ein, wo am Brandenburger Tor mit dem Event BGE:open air der Startschuss für ihre Wahlwerbekampagne fällt. Das noch im Aufbau befindliche Programm bietet u. a. eine Performance der Slackline-Künstler von One Inch Dreams, Beiträge prominenter BGE-Botschafter wie Enno Schmidt und Sascha Liebermann, ein Impulsreferat des Wirtschaftsprofessors Bernhard Neumärker sowie eine Show des Großpuppenprojekts DUNDU.

9 Kommentare

Jovanka Graf schrieb am 18.07.2017, 14:33 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Meine Stimme, haben Sie schon

Peter Rubin schrieb am 23.07.2017, 13:23 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Das ist die beste Nachricht seit Jahren…könnte weitreichende Auswirkungen in unserem Politischen Universum beinhalten… Nur mit dem Feuer der Begeisterung, dem glühenden Bestreben nach Freden und Freiheit - eingebunden in einem neuem, grundsätzlich "Poetischen Denken" lässt sich unser großes Ziel verwirklichen. Packen wir es an. Die Zeit ist reif. Peter Rubin, Dichter dran, "Alles ist Poseie!".. 23.07.2017

Peter Neven schrieb am 31.07.2017, 20:58 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Glückwunsch. Bei uns im Dorf ist das Bündnis bei der Landtagswahl NRW bereits von einigen gewählt worden.Eine echte Alternative zum Einheitsbrei der übrigen etablierten Parteien, und eine sinnvolle Alternative zu den anderen Parteien auf dem Wahlzettel.

Dominik Wallbaum schrieb am 08.08.2017, 01:03 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Oh das wäre einfach wunderbar wenn es so käme. Ich hoffe ich komme auch noch in den Genuss vom BGE

Dieter Battiany schrieb am 08.08.2017, 12:34 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Hallo, ich hab zwar noch nie was von Euch gehört und bin auch nur durch Zufall auf die Seite gestoßen. Es ist eine schwierige Aufgabe in den Bundestag zu kommen. Immerhin braucht Ihr rund 2 Mio. Stimmen. Ich bin dabei und drücke sämtliche Daumen!

Ramona Habel schrieb am 29.08.2017, 11:11 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Ich bin auch dabei - das bedingungslose Grundeinkommen als Chance, die Gesellschaft friedlich umzugestalten - toll. Das bedingungslose Grundeinkommen wird die Menschen von Angst und Zwängen befreien, ihnen ermöglichen in Augenhöhe mit Arbeitgebern zu verhandeln (Kein Mobbing ist dadurch mehr möglich !!!). Ohne Existenzangst können Menschen sich frei für neue Lebensmodelle entscheiden, sich entfalten und überlegen, was und wie sie mit ihrer kostbaren Lebenszeit umgehen möchten. Es wird Zeit, dass wir solche menschenunwürdigen Modelle wie Hartz IV abschaffen und diesen Menschen auch beistehen. Dazu gehört auch der Mut, sich in Diskussionen für die Betroffenen einzusetzen und nicht zuzulassen, dass sie schlecht gemacht werden. Vielleicht müssen dann nicht mehr so viele Menschen der Arbeit hinterher fahren/pendeln, weil sich durch das Grundeinkommen viele neue Möglichkeiten ergeben. Familien möchten vielleicht nur einen Teil ihrer Zeit in sinnbringende Tätigkeiten investieren und mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Menschen, die sich frei fühlen, werden auch wieder anders mit ihren Mitmenschen umgehen - davon bin ich überzeugt. Menschen werden durch die Sicherung ihrer Existenz in die Lage versetzt, die dadurch frei werdende Energie (raus aus dem Hamsterrad) in ihr eigenes Leben, in ihr eigenes-tun-möchten zu senden und die dadurch frei werdende Kreativität und Fähigkeiten sämtlicher Art wird uns alle in Erstaunen versetzen - uns selbst eingeschlossen. Ich bitte alle, die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens bei jeder Gelegenheit anderen Menschen rüber zu bringen - in der Familie, in der Nachbarschaft, auf Arbeit ...

Susanne Mindach schrieb am 31.08.2017, 23:49 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Vor zehn Jahren habe ich bereits erkannt, dass das Grundeinkommen der einzige Weg ist, um die Schere zwischen Arm und Reich ein wenig zuschnappen zu lassen. Damals habe ich bereits für diesen Gedanken gekämpft und ihn vor allen verteidigt - vor allem aber vor meinem eigenen Mann, der inzwischen selbst davon überzeugt ist, dass dies der Weg aus der modernen Versklavung sein kann. Leider dauert es sehr lange, bis sich die Überzeugung in konservative Köpfe bewegt. Inzwischen ist es so, dass ich das BGE im Moment gut brauchen könnte, denn das Jobcenter gängelt mich mit sinnlosen Maßnahmen und Bewerbungen für Jobs, die ich nicht machen will, weil ich mit 49 nicht bereit bin für den Arbeitsweg zwei Stunden am Tag aufzubringen und lieber länger suche, bis ich den Job habe, den ich mir bis zur Rente vorstellen kann.

Gabriele Barth schrieb am 02.09.2017, 19:24 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

meine stimme habt ihr auch schon

Erdogan Dogancay schrieb am 17.09.2017, 19:30 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Endlich vernünftige Leute in der Politik

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