Neue Taschen mit Slogan

Reimund Acker 18.08.2018 Druckversion

Liebe Isabella Venturini, lang ist’s her aber nicht vergessen: unser Slogan-Wettbewerb für die Stofftaschen. Und stellen Sie sich vor: Sie haben gewonnen! Ihr Slogan „Die Freiheit, Nein zu sagen“ kam auf den 1. Platz. Als kleine Anerkennung ist ein Paket mit den neuen Taschen zu Ihnen unterwegs.

Isabella Venturini: Was für eine tolle Nachricht! Ich freue mich total darüber.

Wie gefallen Ihnen denn die Taschen?

IV: Die Taschen gefallen mir gut. Es wird schnell deutlich, worum es geht.

Welche Gedanken verbinden Sie mit dem Slogan „Die Freiheit, Nein zu sagen“?

IV: Der Gedanke, den ich mit dem Slogan verbinde, ist einfach die gegebene Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welche Tätigkeit man ausüben möchte. Man entflieht dem Zwang, einer Arbeit nachzugehen, die man nicht machen will, weil sie entweder prekär ist oder einfach nicht zu den eigenen Vorstellungen passt.

Ihr Slogan hat uns zu einem weiteren inspiriert: „Die Freiheit, Ja zu sagen“. Wir dachten, erst beides zusammen ergibt das komplette Bild der zusätzlichen Freiheit, die das Grundeinkommen uns verschafft. Können Sie auch mit diesem Zusatzslogan etwas anfangen?

IV: Auf jeden Fall! Er betont die positive Seite, die ein Grundeinkommen hätte: die persönliche Gestaltungsfreiheit.

Haben Sie schon Ideen, wie sie die Taschen werbewirksam einsetzen könnten?

IV: Abgesehen vom Alltag werde ich die Taschen bei öffentlichen Veranstaltungen, wie z. B. auf Demos, Ausstellungen usw. tragen.

Können Sie sich eine Situation vorstellen, bei der Sie lieber die unbedruckte Seite der Tasche zeigen würden?

IV: Nein, warum auch? Sollte ich mich irgendwo aufhalten, wo viele Personen die Idee vom Grundeinkommen schlecht oder lächerlich finden, werde ich die bedruckte Seite umso mehr zeigen. Vielleicht entstehen so interessante Gespräche. Ich habe nichts dagegen, andere Meinungen dazu zu hören.

Die Taschen sollen uns ja helfen, für das Grundeinkommen zu werben. Was würde sich an Ihrem Leben ändern, wenn Sie und alle Ihnen Nahestehenden für den Rest ihres Lebens ein Grundeinkommen bekämen?

IV: Die persönlichen Sorgen, die durch finanziellen Druck verursacht werden, würden zumindest gemindert und man wäre mehr füreinander da. Ich bin mir sicher, dass viele aus meinem Umkreis mehr Zeit in ihre kreativen Hobbys stecken würden. Ich persönlich würde mehr Zeit mit meiner Familie verbringen, die größtenteils nicht in Deutschland lebt.

Und was wäre in Ihrem Leben anders gelaufen, wenn Sie und alle andern von Anfang an ein BGE bekommen hätten?

IV: Eine spannende Frage. Ich bin noch Studentin, deswegen kann nichts dazu sagen, was ich beruflich anders gemacht hätte. Aber ich bin (wie wir alle) in einer Leistungsgesellschaft aufgewachsen. Ziemlich früh wird der Druck immer größer, gute Noten und Abschlüsse zu bekommen, um im Leben etwas zu erreichen. Du brauchst einen guten Job, um gut zu leben, um Anerkennung zu bekommen, um eine Familie zu planen. Im Endeffekt dreht sich alles um einen gut bezahlten Job. Dass man wiederum das meiste davon opfern muss – wie eben Familie, Freunde und Freizeit – nehmen wir als selbstverständlich hin. Seltsame Logik. Aber was ist die Alternative? Wären wir mit einem Grundeinkommen aufgewachsen, hätten wir eine gute Alternative gehabt. Ich glaube für alle wäre der Leistungsdruck weniger gewesen. Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Danke für Ihre Antworten. Die Taschen kann man übrigens ab sofort bestellen unter office@grundeinkommen.de. Weitere Informationen dazu gibts auf unserer Materialseite.

 

Fotos: 1) Isabella Venturini 2) Reimund Acker (Taschen)

2 Kommentare

Steff Huber schrieb am 10.09.2018, 15:27 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Beides toll ... auch gut wäre jeweils ein Slogan auf einer Taschenseite ;-) Nur "Nein" wäre mir persönlich tatsächlich zu negativ ... ;-)

Ina Bretschneider schrieb am 13.09.2018, 18:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Auch mir gefällt die positive Variante besser. - Schön wäre es, wenn sie auch als Autoaufkleber oder Button zu haben wäre.

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