Menschenrechte als unbedingte Teilhaberechte

Redaktion 18.11.2008 Druckversion

Politik im Gespräch mit NGOs und sozialen Bewegungen

zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

08.12.2008, 19.00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Politiker/innen verschiedener Parteien diskutieren in einem öffentlichen Forum mit NGOs und sozialen Bewegungen zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Folgende Fragen stehen im Vordergrund: Wie lassen sich die in den Menschenrechtserklärungen deklarierten unbedingten Teilhaberechte politisch realisieren? In welchem Zusammenhang stehen die Teilhaberechte mit den bürgerlichen, politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Menschenrechten? Widerspricht Hartz IV den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten?

NGOs und soziale Bewegungen haben die Gelegenheit mit den Politiker/innen über ihre Ansätze zur Verwirklichung der Menschenrechte zu diskutieren. Beide Seiten, Politik und NGOs, haben die Möglichkeit, ihre Positionen zur Diskussion und Anforderungen an die jeweilige andere Seite zu stellen.

Teilnehmende Politiker/innen
Katja Kipping, MdB – Die LINKE., Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB – Bündnis 90/Die Grünen, Franziska Drohsel – SPD/Jusos, angefragt

Teilnehmende NGOs
Attac Deutschland, medico international, FIAN Deutschland, Deutscher Frauenrat, Terre des Femmes, Mehr Demokratie, Aktionsbündnis Sozialproteste, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Netzwerk Grundeinkommen u. a. Weiterer Diskussionspartner ist der Theologe Prof. Franz Segbers, Universität Marburg.

Erklärung von Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 
„Menschenrechte als unbedingte Teilhaberechte. Globalisierung von unten für soziale sowie ökologische Gerechtigkeit und individuelle Freiheit“ (PDF-Dokument)*

Veranstalter ist das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Veranstaltung wird gefördert durch Mittel der Deutschen Klassenlotterie Berlin.

*Diese Erklärung vom 8. Dezember 2008 wurde am 29. Juli 2018 nachträglich in den Beitrag eingefügt.

Ein Kommentar

Lothar Mickel schrieb am 04.12.2008, 15:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

Die Teilhaberechte sind seit Bestehen in der deutschen Verfassung verankert: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Dieser erste Satz im Absatz 1 des Artikels 1 impliziert ein menschenwürdiges Dasein für jede/n Bürger/in. Und in der heutigen arbeitsteiligen hochproduktiven Fremdversorgungswirtschaft ist für jedes Dasein ein Einkommen zwingende Voraussetzung. Ein Einkommen, das überhaupt erst ein menschenwürdiges Leben ermöglicht - ein an keinerlei Bedingungen geknüpftes Grundeinkommen in einer gesellschaftliche Teilhabe sichernden Höhe. Unsere Verfassung schreibt dies vor - und sie wird bereits heute millionenfach verletzt...

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