Soziale Infrastruktur, Bürger*innenversicherung, Grundeinkommen

Die Broschüre „Universelles Sozialsystem für eine care-zentrierte Gesellschaft“ ist online und kann von unserer Webseite heruntergeladen werden. Ab Februar 2026 kann sie auch über die E-Mail-Adresse material[at]grundeinkommen.de in gedruckter Form bestellt werden, die Mindestbestellmenge sind zehn Exemplare. Die Broschüre eignet sich hervorragend als Begleitmaterial für Veranstaltungen, Aktionen und Diskussionen.
Im Vorwort der Broschüre heißt es: „Es gab immer schon Stimmen, die auf enge Zusammenhänge zwischen öffentlicher sozialer Infrastruktur, Bürger*innenversicherung und der Notwendigkeit eines Grundeinkommen hingewiesen haben. Aber sie waren nicht dominant; in der Grundeinkommensszene kamen sie ebenso vereinzelt vor wie bei der Frage der sozialen Infrastruktur, bei der Auseinandersetzung um die Sozialversicherungen fehlten sie völlig. Inzwischen beziehen sich alle drei Debatten immer öfter bewusst aufeinander. Das kommt daher, dass aus der feministischen, der Care- und der Ökologie- und Umweltbewegung vermehrt in diese Diskussionen eingegriffen wird […].“
In der Broschüre werden die drei Teilbereiche eines universellen Sozialsystems für eine care-zentrierte Gesellschaft vorgestellt – Soziale Infrastruktur, Bürger*innenversicherung, Grundeinkommen. Ihre Bedeutung für ein gutes Leben für alle und für gute Sorgebeziehungen wird aufgezeigt. Die Broschüre beinhaltet Grundsätzliches und Detailliertes zu den Teilbereichen, ebenso zu deren gemeinsamen Prinzipien und Finanzierung. Ergänzend finden sich Literaturhinweise für eine weitere Beschäftigung mit den Themen. Die Broschüre ist mit Diagrammen, Folien, Fotos und Illustrationen aufgelockert. Sie verweisen in Kurzform auf Wesentliches.

Herausgeber der Broschüre ist der Verein zur Förderung des bedingungslosen Grundeinkommens e. V. Die Erstellung der Broschüre wurde unterstützt durch die Attac-AG Genug für alle, das Netzwerk Grundeinkommen, das Care Revolution Netzwerk Rhein-Main und die Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main. Erstellung und Druck der Broschüre wurden durch den Verein Solidarisch Sorgen e. V. gefördert.
Die Autor*innen der Broschüre (Ronald Blaschke, Elfriede Harth, Dagmar Paternoga, Werner Rätz) stehen gern für Veranstaltungen und Diskussionen als Referent*innen zur Verfügung, Anfragen sind über kontakt[at]grundeinkommen.de möglich.
Illustrationen: Elfriede Harth
3 Kommentare
Da gibt es den Grundgedanken des universellen Grundeinkommens, welches oft von Kritikern als totalitäres Kontrollsystem beschrieben wird,
wie unterscheidet sich ein bedingungsloses davon?
Gar nicht, dass Grundeinkommen ist universell und bedingungslos, individuell und ausreichend, siehe
https://www.grundeinkommen.de/grundeinkommen/idee
Dieser Ansatz zu einem unversellen Sozialsystem ist zutieft marxistisch und demokratisch. Es sollte allen denen, die einen \"demokratischen Sozialismus\" irgendwo definiert, verschriftlicht haben oder im Wort führen mit als Grundsatz dienen. Allerdings ist das in dem gegenwärtigen spätkapitalistischen Profitgier- und Ausbeutungswirtschaftssystem nicht zu machen. Aber Elemente sind möglich, z.B. eine Krankenkasse für alle ohne Kappungsgrenzen der Beiträge. Eine Grundfrage gilt es noch zu klären: Was sind Bedürfnisse der Bürger? Wenn es hier eine VERNÜNFTIGE Klärung gäbe, brächten wir wahrscheinlich nur noch 1/3 aller Weltwirtschaft ohne Einschränkung in den Lebensbedürnissen der Menschen wie Wohnen, Essen, Kleiden, Kultur mit Bildung und Gesundheit sowie Mobilität.
Wesentliche Gründe für Neid, Beschaffungskriminalität, psychische Probleme und Aggressionen wären beseitigt.