Europaweite Kampagne für Grundeinkommen

Reimund Acker 22.06.2010 Druckversion

Eine europaweite Online-Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen startete am 17. Juni 2010 mit einer gemeinsamen Presseerklärung der Organisatoren.

Ziel der Kampagne ist es, in Vorbereitung eines späteren EU-Referendums eine Million potentielle UnterstützerInnen zu finden, die im Falle eines EU-Referendums in kürzester Zeit informiert und um Mitzeichnung gebeten werden können.

Für das Netzwerk Grundeinkommen erfüllt das Projekt darüber hinaus den Zweck, eine in Deutschland politisch ins Gewicht fallende Zahl von Zustimmungen für das Grundeinkommen nachzuweisen, um damit wachsenden Druck auf Parteien und Politiker auszuüben.

Auf der Startseite der Website des Netzwerks erscheint seither ein auffälliger neuer Button mit der Aufschrift „Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen“ sowie der aktuelle Zählerstand der UnterstützerInnen. Der Button führt zu einem betont kurz gehaltenen Online-Formular, mit dessen Hilfe man seine Unterstützung zur Einführung des Grundeinkommens bekunden kann. Dies war bisher nur in Verbindung mit einer Mitgliedschaft im Netzwerk möglich.

Ähnliche Formulare finden sich auch auf den Websites der anderen beteiligten Organisationen. Die jeweiligen Zählerstände dieser Seiten werden auf der zentralen Website der Basic Income Initiative zusammengeführt.

Es gehen zunächst nur Organisationen aus drei Ländern an den Start: die Netzwerke Grundeinkommen Deutschland, Österreich und Schweiz sowie Attac Deutschlands AG ‘Genug für Alle’ und Attac Österreichs Inhaltsgruppe Grundeinkommen. In Kürze sollen weitere Länder folgen.

Einen willkommenen Zusatznutzen des Projekts sehen die Initiatoren und Projektverantwortlichen, Ronald Blaschke und Reimund Acker, in der erarbeiteten gemeinsamen Definition eines allgemeinen, personenbezogenen, bedingungslosen Grundeinkommens in existenz- und teilhabesichernder Höhe, die eine solide Basis für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Grundeinkommensbewegung sowie für ein späteres EU-Referendum bildet.

Einen Kommentar schreiben

Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Bitte beachten Sie die Regeln für die Veröffentlichung von Kommentaren.

Sie können diese HTML-Tags nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>