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Namibia: Ex-Bischof und Grundeinkommensaktivist Zephania Kameeta wird Minister für Armutsbekämpfung und Sozialfürsorge

Kameeta [1]Foto: co_11_s04_Key_UNHCR_Turk_9274 [2] von LWF [3], Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0 [4]

Der frühere Bischof der lutherischen Kirche in Namibia und führende Repräsentant der Grundein­kommens­koalition in Namibia, Zephania Kameeta, wird Minister für Armutsbekämpfung und Sozial­fürsorge (Quelle: Evangelische Kirche von Westfalen [5]). Seit Januar 2015 ist Kameeta Vorsitzender der „Kommission für Soziale Sicherheit“ Namibias (Quelle: Brot für die Welt [6]).

Beharrlich engagiert sich Kameeta für ein Grundeinkommen in Namibia und in den armen Ländern – ein Anliegen, das auch entwicklungspolitische Organisationen aus Deutschland [7] teilen. Die Grundeinkommenskoalition (Basic Income Grant Coalition) in Namibia organsierte ein regionales Projekt mit einem partiellen Grundeinkommen in Otjivero-Omitara in Namibia, welches im Jahr 2007 startete (wir berichteten [8], siehe auch diese Studie [9] mit einem Vorwort von Zephania Kameeta).

Zephania Kameeta begeisterte auch viele Menschen in Deutschland, unter anderem auf dem Kirchentag 2011 in Dresden [10], mit seinem eindringlichen Plädoyer für ein Grundeinkommen.

Namibias neuer Präsident, Hage Geingob, hat nun Zephania Kameeta zum Minister ernannt. Hage Geingob ist einer der wenigen führenden Politiker des Landes, die sich bisher deutlich zum Grundeinkommen bekannt haben. (Quelle: Herbert Jauch, Gründungsmitglied der Basic Income Grant Coalition [11], siehe auch dieses Interview im Neuen Deutschland [12])

Die Berufung Kameetas macht Hoffnung, dass er – gemeinsam mit anderen progressiven Kräften in Namibia und Afrika – erreicht, dass in diesem Land und in anderen Ländern Afrikas ein Grundeinkommen eingeführt wird.

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1 Comment To "Namibia: Ex-Bischof und Grundeinkommensaktivist Zephania Kameeta wird Minister für Armutsbekämpfung und Sozialfürsorge"

#1 Comment By Manguuse On 24.03.15 @ 02:10

In den Entwicklungsländern, die noch nicht so in festen Strukturen erstarrt sind wie die westlichen Industrieländer, hat solch eine Idee vermutlich viel größere Chancen.