„Woche des Grundeinkommens“ vom 15.-21.9.08 in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Archiv 25.08.2008 Druckversion

Aktionsvielfalt zeigt Breite der Grundeinkommensbewegung

Die Grundeinkommensbewegung kommt voran. Vier Jahre nach der Gründung des Netzwerks Grundeinkommen bilden sich in zahlreichen Städten neue Initiativen, die sich für die Idee stark machen. Die „Woche des Grundeinkommens“ setzt im September mit über 60 Veranstaltungen in drei Ländern ein Ausrufezeichen. Nur ein Grundeinkommen sichert allen Bürgern faire Startbedingungen – jeder Einzelne benötigt einen Rechtsanspruch auf ein existenzsicherndes Einkommen!

Aktuelle Umfragen weisen in die gleiche Richtung: drei Viertel der Bevölkerung halten die Verhältnisse in Deutschland für zutiefst ungerecht. Während die Depots in Liechtenstein und anderswo überquellen, leben hierzulande schon 13% der Menschen in Armut, fast 7 Millionen beziehen Arbeitslosengeld. Kinderarmut, Bildungsnotstand und „working poor“ polarisieren die Gesellschaft. Darum fordert das Netzwerk Grundeinkommen den sofortigen Stopp von Sozialabbau und Hartz IV.

Die „Woche des Grundeinkommens“ stärkt die Wahrnehmung der sozialpolitischen Alternative in der Öffentlichkeit – zeitgleiche Veranstaltungen mit Sozialdemokraten in Köln, Götz Werner in Lindau, Kabarettisten und Polit-Profis in Berlin, Theologen in Ulm, Utopien in Hamburg oder der Montags-Demo in Göttingen – Aktionen, Zukunftsworkshops, kreative Events oder Vorträge setzen das Grundeinkommen im Herbst auf die Tagesordnung.

In allen Parteien finden sich Befürworter des Grundeinkommens, auch wenn die Diskussionen oft quer zu den Parteispitzen verlaufen. Wenn immer mehr engagierte Bürger und politisch Aktive bürokratische Gängelung à la Hartz-IV ablehnen und das bedingungslose Grundeinkommen als Alternative einfordern, muss die Politik die Idee ernst nehmen. „Die Menschen warten nicht, bis sich die Parteien des Themas annehmen, sondern werden selbst aktiv. Das macht uns Mut, dass eine politische Mehrheit für die Einführung des Grundeinkommens nicht erst in ferner Zukunft erreicht werden kann“, so Günter Sölken, Sprecher des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen.

Mit dem Grundeinkommen ist der Einstieg in eine tiefgreifende Humanisierung der Gesellschaft möglich, der allen Menschen reale Entwicklungschancen bietet. Dafür sind auch Bildungsangebote und öffentliche Infrastruktur entscheidend zu verbessern – weltweit. Bedingungslose Cash-Transfers sind ein effektives Instrument im Kampf gegen die Armut – abseits ideologischer Konzepte im Dienst wirtschaftlicher Interessen. Die Menschen brauchen keine entmündigenden Hilfsleistungen im Tausch gegen Wohlverhalten, sondern verbindliche soziale Rechte!

Veranstalter der Woche des Grundeinkommens sind das bundesweite Netzwerk Grundeinkommen sowie die Grundeinkommensnetzwerke in Österreich und in der Schweiz.

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Web-Infos:
Woche des Grundeinkommens

Kontakt:
Günter Sölken, Sprecher Netzwerk Grundeinkommen:
tel: 030 6126075; mail: soelken@grundeinkommen.de

Christoph Schlee, Pressesprecher Netzwerk Grundeinkommen:
tel: 0221 955657-16; mail: schlee@grundeinkommen.de

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