Grundeinkommen ist finanzierbar – neue Studie

Herbert Wilkens 26.06.2017 Druckversion

Das Grundeinkommen „ist finanzierbar, beseitigt Armut und unfreiwillige Arbeitslosigkeit als gesellschaftliche Probleme. Darüber hinaus entlastet es den Staat von der Steuerbürokratie und bildet die Grundlage dafür, schrittweise das Sozialsystem zu reformieren.“ Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Georg Quaas (Universität Leipzig) vorgelegt hat (Ökonomenstimme 18.04.2017). Die Einkommensteuer müsste zu einer Flat-Tax umgestaltet werden, wobei das Grundeinkommen steuerfrei bliebe. „Um ansonsten Kontinuität zu gewährleisten und keine unnötigen Experimente zu wagen, müssten die sonstigen Steuern, die Beiträge zur Sozialversicherung und die auf dieser Grundlage gewährten Leistungen weiterhin gezahlt werden. […] Profitieren würden knapp 20 Mio. Bundesbürger, nämlich Personen und Haushalte der unteren Einkommensklassen. In der Einkommensklasse 1 (unter 500 Euro Nettoeinkommen im Monat) würde sich das Einkommen schlagartig um 46 Prozent verbessern. […] Besonders bevorteilt wären kinderreiche Familien […] . Belastet werden Einkommensempfänger jenseits des Steuerfreipunktes [an dem die gezahlten Steuern dem Grundeinkommen entsprechen – HW] mit einem progressiven effektiven Steuersatz, der aber maximal 32 Prozent erreicht. Insgesamt werden jährlich ca. 80 Mrd. Euro umverteilt, das sind 37 Prozent des gesamten Aufkommens der Einkommensteuer.“ Die Zahlen beziehen sich auf ein Grundeinkommen von 10.000 Euro pro Jahr.

Damit revidiert der Autor der Studie seinen Standpunkt von 2013, das Grundeinkommen sei nicht finanzierbar (s Literaturverzeichnis der Studie).

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