Große Offenheit und viel Zustimmung zum Grundeinkommen auf dem Kirchentag

Ronald Blaschke 29.05.2017 Druckversion

Hunderte Besucherinnen und Besucher des Standes des Netzwerks Grundeinkommen auf dem Kirchentag zeigten sich sehr offen für das Grundeinkommen. Die Mehrzahl sagte: Ja, ich bin dafür. Das ist eine neue Erfahrung für mich, der nun schon zum dritten Mal beim Evangelischen Kirchentag dabei ist.

Viele fragten und diskutierten an unserem Stand: Wie sollte das Grundeinkommen am besten ausgestaltet sein? Welche anderen grundlegenden politischen Änderungen brauchen wir?

Auch in der öffentlichen Diskussionsrunde zum Grundeinkommen in der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg wurde deutlich: Es besteht eine mehrheitliche Befürwortung des Grundeinkommens. Aber es wurden auch andere politische Gestaltungsaufgaben, die neben dem Grundeinkommen bestehen, genannt: So zum Beispiel eine andere Wirtschaftsordnung und eine Bildung, die die Menschen befähigt, kreativ und selbstbestimmt ihr Leben mit anderen zu gestalten.

Gespräche zum Grundeinkommen fanden auf dem Kirchentag auch mit Politikerinnen und Politkern statt. Viele Prominente besuchten den Stand des Netzwerks: Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen; Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags; Katja Kipping, MdB und Vorsitzende der Partei DIE LINKE; Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (siehe Facebook).

Vertreterinnen und Vertretern anderer Organisationen, die auf dem Kirchentag ebenfalls einen Stand hatten, wurde von uns das Thema Grundeinkommen nahe gebracht. Es konnte auch ein „Thesenanschlag Martin Luthers“ zum „Grundeinkommen für jeden Menschen“ platziert werden (Foto links).

 

 

Die neu gestaltete Wand­zei­tung zum Grund­­ein­­kom­men (Foto links) ver­deutlicht die Sehnsucht der Menschen nach einem anderen, bes­se­ren Leben mit mehr Zeit­sou­veränität, mehr Mög­lich­keiten, selbst­­bestimm­ter zu leben, sich sozial, politisch und kulturell zu engagieren.

 

Ralf Engelke, Mitglied im Netzwerkrat, resümierte: „Ein erfolgreicher Kirchentag geht zu Ende. Die Zeit ist schnell vergangen. Wir hatten viel Spaß und viele Gespräche, bis die Stimme wegblieb.“

 

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