„Poor doors“: Hintereingänge für Arme
In New York City schreitet die Trennung von Armen und Reichen nicht nur bei der Entwicklung der Einkommen und Vermögen, sondern auch im täglichen Leben weiter voran. Zusätzlich zu den schon lange existierenden Armen- und Reichenvierteln werden nach einem Bericht von Spiegel Online nun Luxuswohntürme gebaut, in denen sogenannte „Poor doors“ – eine Art Dienstboteneingänge – dafür sorgen sollen, dass reiche Bewohner nicht auf ihre armen Nachbarn treffen.

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Dabei hatte es die Stadt sicher nur gut gemeint, als sie Anreize für New Yorker Bauherren schuf, erschwingliche Mietwohnungen bereitzustellen. Offenbar hatten die politisch Verantwortlichen nicht mit dem zynischen Erfindungsgeist der Immobilienentwickler gerechnet, die sich Vergünstigungen der Stadt nun vermehrt dadurch sichern, dass sie in Wohnhäusern für Reiche hermetisch abgeschottete Armentrakte mit eigenen Eingängen schaffen.

In der Stadt mit ihren 70 Milliardären, 400.000 Millionären und 1,7 Millionen Armen fühlt sich Stadträtin Helen Rosenthal durch diese Entwicklung an die Zeiten der Segregation erinnert, als Weiße und Schwarze getrennt leben, essen, kaufen und getrennte Türen benutzen mussten.
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