GE-News Juli 2019

Ronald Blaschke 31.07.2019 Druckversion

Liebe Freundinnen und Freunde des Grundeinkommens,

das Netzwerk Grundeinkommen ist 15 Jahre jung. Gegründet wurde es am 9. Juli 2004 in Berlin, an dem Tag, an dem der Bundesrat die Zustimmung zu Hartz IV gab. Dank des Engagements vieler ist das Grundeinkommen inzwischen ein wichtiges öffentliches Thema in Deutschland. Es gibt unzählige öffentliche Aktionen, Diskussionen, Veranstaltungen und Medienberichte.

Anlässlich des Jubiläums der Gründung des Netzwerks haben wir die Gründungsmütter und -väter um einen Rück- und Ausblick gebeten. Die Beiträge von Birgit Zenker, Michael Opielka, Katja Kipping und von mir finden sich auf der Website.
Und ein weiteres Geschenk gab es zum Jubiläum: Zwei Redakteure haben sich viel Zeit genommen und die Literaturliste auf der Website grundeinkommen.de aktualisiert. Es ist die umfangreichste Übersicht über die deutschsprachige Literatur zum Grundeinkommen.

Was sind die kommenden Highlights?
Zur diesjährigen Woche des Grundeinkommens sind alle Aktivist*innen, Regionalinitiativen und Organisationen aufgerufen, mit öffentlichen Veranstaltungen, Aktionen und Diskussionen die Idee des Grundeinkommen weiter zu verbreiten.
Darüber hinaus bieten die Landtagswahlen in Brandenburg und in Sachsen die Möglichkeit, Kandidierende zu ihrer Position zum Grundeinkommen zu befragen. Denn entgegen der landläufigen Meinung, dass die Bundesländer nichts fürs Grundeinkommen tun können, gilt: Zukunftslabore, Bundesratsinitiativen, Zukunftswerkstätten und Bürgerkonvente können alle Bundesländer initiieren und unterstützen. Partizipationsmöglichkeiten sind dabei oberstes Gebot – keine Politik ohne den Souverän, keine Politik über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg.

Ronald Blaschke

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15 Jahre Netzwerk Grundeinkommen: Gründungsmütter und -väter geben einen Rück- und Ausblick

Für Birgit Zenker hat der Diskurs zum Grundeinkommen an Qualität gewonnen. Sie stellt die Frage, in welchen Reformkontext ein BGE eingebettet werden muss, um das Versprechen individueller Freiheit mit dem Prinzip sozialer Verantwortung in Einklang zu bringen.
Michael Opielka meint, dass ein Bündnis von Eliten und Volk nötig wäre, damit das Grundeinkommen Realität wird. Immerhin sei das Glas in Sachen Grundeinkommen schon mindestens halbvoll.
Katja Kipping meint: Die Stimmung pro Grundeinkommen ist spürbar. Sie wünscht sich, dass das Grundeinkommen als Bestandteil einer umfassenden Transformation der Gesellschaft diskutiert wird, die Soziales und Ökologisches verbindet.
Für Ronald Blaschke ist die Kraft der Grundeinkommensidee in aktuellen politischen Debatten deutlich spürbar. Er wünscht sich, dass der universalistische, menschenrechtliche Charakter des Grundeinkommens stärker betont wird. Die Debatte über das Grundeinkommen soll mit der Diskussion über die Durchsetzung weiterer Grund- und Teilhaberechte verbunden werden.

Literaturliste aktualisiert

Michael Sienhold und Ronald Blaschke haben die Literaturliste zum Grundeinkommen aktualisiert. Sie ist die umfangreichste Übersicht über deutschsprachige Literatur zum Grundeinkommen. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Mehr Freiheit durch Grundeinkommen

Unter diesem Motto steht die diesjährige Woche des Grundeinkommens im September. Aktivist*innen, Regionalinitiativen und Organisationen sind aufgerufen, in der Woche vom 16.-22. September die Idee des Grundeinkommens öffentlich zu diskutieren und zu verbreiten.

Plattform des Netzwerks zu den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen

Ein Team des Netzwerks Grundeinkommen stellt eine Serviceplattform für die beiden Landtagswahlen zur Verfügung. Kandidierende pro Grundeinkommen können sich präsentieren.

Evangelischer Kirchentag? Grundeinkommen!

Das Netzwerk Grundeinkommen engagierte sich auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund: ein Stand auf dem „Marktplatz“ mit viel Material und guten Gesprächen, eine öffentliche Veranstaltung an der Fachhochschule Dortmund. Ein Bericht von Michael Levedag.

Termine

Weitere Termine – gern auch Ihre und Eure – wie immer auf unserer Website.

Zitat

„Die Menschenwürde, die überall und für jedermann ein und dieselbe ist, begründet die Unteilbarkeit der Grundrechte.“ (Jürgen Habermas: Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte, 2010)


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