Neuer Podcast der BAG Grundeinkommen DIE LINKE

    Marina Martin 31.08.2022 Druckversion

    In der Partei DIE LINKE wird im September entschieden, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen in das Parteiprogramm aufgenommen werden soll. Eine Gruppe von Befürworter*innen hat basisdemokratisch durch Unterschriftensammlung einen Mitgliederentscheid dazu herbeigeführt. Im September werden die Abstimmungsunterlagen per Post an alle Mitglieder der Partei versendet. Die Auszählung der abgegebenen Stimmen findet am 30. September statt.

    Um die Debatte zu erleichtern und mehr Menschen zu erreichen, wurde das Konzept des emanzipatorischen, bedingungslosen Grundeinkommens, der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen der Partei DIE LINKE nun auch als Podcast eingesprochen. Das Konzept wurde dafür in neun Episoden gegliedert, von denen acht jeweils von einem Gastbeitrag eingeleitet wurden. Im Anschluss wird ein Teil des Konzeptes gelesen. Die neunte Episode beinhaltet eine vollständige Lesung des Konzeptes. Die Gastbeiträge wurden von Menschen inner- und außerhalb der Partei zur Verfügung gestellt, die sich aus unterschiedlichen Positionen heraus für ein emanzipatorisches, bedingungsloses Grundeinkommen aussprechen.

    Den ersten Gastbeitrag lieferte Jörg Reiners, Bundeskoordinator der BAG Grundeinkommen und freier Kulturjournalist. Er geht grundlegend auf den Mitgliederentscheid und seine Bedeutung für die Partei DIE LINKE ein. In Episode zwei kommt Cornelia Janisch, Bauingenieurin und Bundesfrauenvorsitzende der IG BAU zu Wort. Sie berichtet, wie die IG BAU Frauen zum Grundeinkommen stehen. Dr. Gernot Reipen, unter anderem Mitherausgeber des Buches „Digitalisierung? Grundeinkommen“, eröffnet die dritte Episode mit dem Fokus darauf, was Digitalisierung und Grundeinkommen miteinander zu tun haben. Die vierte Episode wird von Werner Rätz, Gründer der Attac-AG genug für alle, eingeleitet, der das Grundeinkommen mit dem Recht auf Teilhabe und eine gesicherte Existenz begründet. In Episode fünf äußert sich Dagmar Paternoga, Attac Aktivistin und ehemalige Psychotherapeutin, zum Grundeinkommen. Sie betrachtet das BGE als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, insbesondere auch in Hinblick auf das Gesundheitswesen. In Episode sechs kommt Anke Domscheit-Berg, Mitglied im Bundestag für DIE LINKE sowie ehrenamtlich Engagierte für digitale Bildung, zu Wort. Sie geht dabei auf die digitale Revolution ein. Episode sieben wird durch einen Beitrag von Dr. Ulrich Schachtschneider, Sozialwissenschaftler und Autor des Buches „Mit dem ökologischen Grundeinkommen aus der Wachstumsfalle“, eingeleitet. Er nimmt in seinen Ausführungen Bezug auf die sozial-ökologische Transformation. Und in Episode acht äußert sich Ronald Blaschke, Mitbegründer des Netzwerks Grundeinkommen und Mitherausgeber mehrerer Bücher zum Grundeinkommen zu der Frage, weshalb manche Spitzenfunktionäre der Verbände der sogenannten Arbeitgeber*innen und der Gewerkschaften ein Grundeinkommen ablehnen.

    Der Podcast ist über alle gängigen Plattformen abrufbar.

    Zur Autorin: Marina Martin ist Mitglied im Sprecher*innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE und im Kampagnenteam zum Mitgliederentscheid. Außerdem war sie auch eine der Koordinator*innen der EBI Grundeinkommen.

    Bild: Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE., Ronald Kämmerer

    5 Kommentare

    Erich Utz schrieb am 03.09.2022, 15:22 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

    Es darf nicht sein, dass die reicheren 10 % der Bevölkerung über 56 % des Vermögens und die ärmeren 50% der Bevölkerung nur über 2 % verfügen können. Das bedingungslose Grundeinkommen muss endlich auf den Weg gebracht werden, damit alle Menschen eine lebenswerte Existenz haben können und unsere Welt gerechter wird.

    Erich Utz

    Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Christinnen und Christen bei der LINKEN in Bayern

    Michael schrieb am 16.09.2022, 21:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

    Hier Wurde aus Otto Hans gemacht mehr als der Name hat sich nichts geändert beim Bürgergeld das System ist genauso inkompetent wie vorher und Würdelos wie vorher einfach nur Bürgertäuschung! Vermögenssteuer wird nicht eingeführt weil viele im Bundestag ja davon betroffen waren! Wo anders gibt es die Vermögensteuer da geht es ja auch einfach unmenschlich der normale Arbeiter hat fast mehr Steuerabzüge als er verdient!

    Michael Schröter schrieb am 18.09.2022, 17:19 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

    Es muss eine gerechtere Umverteilung her sonst geht die Soziale Schere immer weiter auseinander! Das ist sollte vielen bewusst sein!

    Michael Schröter schrieb am 21.09.2022, 13:51 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

    Es wird Bürgergeld eingeführt aber wo bleiben die Informationen wie man es Beantragt null Transparenz! Müssen Hartz4 Empfänger es beantragen oder wie läuft das?

    Michael Levedag schrieb am 21.09.2022, 13:56 UhrDirektlink zu diesem Kommentar

    Hallo Herr Schröter, das Bürgergeld ist geplant zum 01.Januar 2023. Wir sind sicher, dass die entsprechenden Stellen und auch die Regierung dazu ausreichend und frühzeitig informieren werden. Hier wird über das Bedingungslose Grundeinkommen diskutiert. Mit freundlichen Grüßen Michael Levedag, Netzwerkrat im Netzwerk Grundeinkommen

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