GE-News Dezember 2016

Liebe Freunde des Grundeinkommens,

das zu Ende gehende Jahr hatte für uns neben all seinen Krisen auch positive Seiten: Niemals zuvor wurde so viel über das Grundeinkommen debattiert und in den Medien berichtet. Wirtschaftsführer sprachen sich dafür aus, in der Schweiz fand eine Volksabstimmung darüber statt, in verschiedenen Ländern sind Pilotprojekte geplant, und in Deutschland hat sich sogar eine eigene Partei dafür gegründet. Es war ein Jahr des Grundeinkommens.

Aus der gestiegenen Aufmerksamkeit für das Grundeinkommen ergibt sich für das Netzwerk und alle anderen BGE-Akteure in Deutschland die Chance und die Aufgabe, das Grundeinkommen erstmals zu einem wichtigen Thema bei der Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres zu machen, mit messbarem Einfluss auf das Wählerverhalten.

Wir wünschen Ihnen und euch einen guten Start ins neue Jahr!

Das Newsletter-Team


 

Petition für ‚Kinder-Grundeinkommen‘

Wohlfahrtsverbände, Betroffenenorganisationen und Gewerkschaften in Deutschland fordern in einer Campact-Petition für alle Kinder eine einheitliche Geldleistung, die das Existenzminimum sichert. Der Netzwerkrat empfiehlt die Unterstützung dieser Petition.

Was tut sich bezüglich der Pilotprojekte in den Niederlanden?

Ein kurzer Beitrag auf grundeinkommen.de verdeutlicht die Situation bezüglich geplanter Pilotprojekte in den Niederlanden und gibt die Einschätzung des Präsidenten der Vereniging Basisinkomen Niederlande dazu wieder.

Wissenschaftlicher Dienst untersucht Grundeinkommen

Gleich zwei Studien des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags beschäftigen sich mit dem Grundeinkommen und der Frage, ob und inwieweit es mit dem Grundgesetz vereinbar wäre. Die eine Studie bezieht sich dabei auf Anfrage von Katja Kipping auf das Grundeinkommen selbst, die andere untersucht auf Anfrage von Wolfgang Strengmann-Kuhn die Zulässigkeit von Experimenten mit bedingungslosen Leistungen für Erwerbslose à la Finnland in Deutschland.

Lesetipp

In seinem Buch Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft begründet der Philosoph und Politikwissenschaftler Michael Hirsch die These, dass die gegenwärtige gesellschaftliche Krise nicht durch ‚Schaffung von Arbeit‘ um jeden Preis gelöst werden kann, sondern nur indem wir die Rolle von Erwerbsarbeit in der Gesellschaft und in unserem Leben neu konzipieren. Daher plädiert er für eine Sozialordnung, die auf Arbeitszeitverkürzung, Grundeinkommen und feministischen Ansätzen beruht. Eine Empfehlung des Buches von Ronald Blaschke enthält auch eine exklusive Zusammenfassung durch den Autor.

Termine

  • 21./22. Januar, Frankfurt/M.: Öffentliche Tagung des Netzwerkrats

  • 4./5. März: Mitgliederversammlung des Netzwerks Grundeinkommen

  • 24.–28. Mai, Berlin & Wittenberg: Deutscher Evangelischer Kirchentag

Weitere Termine – gern auch Ihre und eure – wie immer auf unserer Website.

Zitat

Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.“
Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph, 1835–1910

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