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Michael Levedag schrieb am 22.06.2022, 12:53 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Butterwegges Kritik am Grundeinkommen haltlos

Der Netzwerkrat des Netzwerks Grundeinkommen hat Christoph Butterwegge zu einem informativen Gespräch eingeladen, um Missverständnisse bezüglich des Grundeinkommen auszuräumen und zu verhindern. Christoph Butterwegge hat diese Einladung abgelehnt. Der Netzwerkrat ist weiterhin bestrebt, mit Christoph Butterwegge ins Gespräch zu kommen.

Gerhard Seedorff schrieb am 19.06.2022, 11:58 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Sozialpolitik ist Demokratiepolitik: Wie soziale Sicherung Wahlbeteiligung stärken kann

Die Stiftung Grundeinkommen geht scheinbar davon aus, dass eine hohe Wahlbeteiligung auf eine Zustimmung der Bürger zur repräsentativen Demokratie hindeutet, d.h. in Deutschland zur Parteien-Demokratie. Eine Untersuchung darüber, ob die Wahlbeteiligung der Bürger nicht in erster Linie auf die indirekte Werbung mit Hilfe der Medien zurück zu führen ist weil Nichtwähler, den Eindruck haben, dass sie über den Tisch gezogen werden sollen, wenn ihnen verständlich gemacht wird, welches Demokratie-Verständnis nicht nur die Parteien, die sich bei ihren Entscheidungen bekanntlich an selbst erlassene Gesetze und schwerverständliche Parteiprogramme halten, sondern auch der gewählten Kandidaten, die, wie inzwischen bekannt geworden ist, von sogenannten Küchenkabinetten geleitet werden und die Wünsche der Wähler von den gewählten Kandidaten gar nicht berücksichtigt werden können, wäre sicher hilfreich.

Oder wollen wir die Gesetzgebung weiterhin den Lobbyisten und den Medien überlassen!

Warum wurde von befürwortenden-Parlamentariern kein Gesetzentwurf für ein BGE eingebracht und die rein demokratischen Petitionen von Susanne Wiest (2010 +2021) in der parlamentarischen Bearbeitung verschludert? Vielleicht um den Bürgern und Wählern deutlich zu machen, wie eine Parteien-Demokratie in Deutschland funktioniert

Christoph Butterwegge schrieb am 14.06.2022, 13:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Butterwegges Kritik am Grundeinkommen haltlos

Wenn man jemanden kritisiert, schadet es nicht, zumindest seinen Namen zur Kenntnis zu nehmen, wenn es schon nicht gelingt, seine Argumente nachzuvollziehen. "wegge" kommt von Wecken = Brötchen und schreibt sich deshalb mit 2 gg; mit Wegen = Straßen hat der Familienname Butterwegge nichts, aber auch gar nichts zu tun.

(Anmerkung der Redaktion: Dieser Kommentar von Christoph Butterwegge vom 14.06.2022 bezieht sich auf den Kommentar eines Lesers, der tatsächlich im Namen von Christoph Butterwegge ein “g” vergessen hat.)

Sebastian schrieb am 11.06.2022, 20:58 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Sozialpolitik ist Demokratiepolitik: Wie soziale Sicherung Wahlbeteiligung stärken kann

Mi 22.06.2022 um 18 Uhr die dazugehörige Veranstaltung "Sozialpolitik ist Demokratiepolitik – Wie soziale Sicherung politische Partizipation fördern kann" auf Youtube www.youtube.com/watch?v=LpaVyUtU9X0 bzgl. www.stiftung-grundeinkommen.de/sozialpolitik-ist-demokratiepolitik-wie-soziale-sicherung-politische-partizipation-foerdern-kann/

Gerhard Seedorff schrieb am 10.06.2022, 11:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Sozialpolitik ist Demokratiepolitik: Wie soziale Sicherung Wahlbeteiligung stärken kann

Ich gehe davon aus, dass die Stiftung Grundeinkommen so wie auch die ATTAC Initiative immer noch fordern, dass allen Menschen das Grundeinkommen in der gleichen Höhe ausgezahlt wird. Darum wird es sicherlich kein Bedingungsloses Grundeinkommen auf dieser Erde geben, weil die Menschen unterschiedlich sind und unterschiedlich hohe Grundeinkommen benötigen, die ihren Grundbedarf decken, damit sie "warm wohnen können und satt zu essen haben". B E D I N G U N G S L O S !

Wolfgang Schlenzig schrieb am 27.05.2022, 10:57 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Butterwegges Kritik am Grundeinkommen haltlos

Butterwege fürchtet sich, wie viele andere, vor dem BGE, weil "es quer zu den Konstruktionsprinzipeien unseres Wirschafts- und Sozialsystems steht". Genau! Das müsste man dann außer Kraft setzen. Das ist wahrhaft ein echtes Problem, ein Systemisches! Und es gibt (zu) viele Ansätze/Versionen, die auch noch konträr vertreten werden. Hier gibt es noch Klräungsbedarf, meine ich.

Die Bürgerversicherung ist erst mal keine schlechte Sache. Er glaubt, die im aktuellen kapitalistischen Wirtschafts- und Sozialsystem realisieren zu können.

In eine Versicherung müssten erst mal alle einzahlen.

Gut ist auch die Beitragsbemessungsgrenzen für Versicherungen zu entfernen.

Das würde bedeuten, wenn z.B. 10% KV von allen zu zahlen wären, dass einer mit 1 Mio Jahresgehalt 100 TEUR/a KV bezahlen würde.

Aber trotzdem bleibt die Bedürftigkeitsprüfung und die aufwendige Erfassung aller Einkünfte von Jedem. Und das BGE sollte ja eigentlich kein Bürokratie- und Entwürdigungsprüfungsmonster sein, sondern das Gegenteil.

Gudrun schrieb am 06.05.2022, 17:23 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Pressemitteilung: Gutachten gegen BGE ist unseriös und unwissenschaftlich

Danke für die Analyse, ich teile die Einschätzung, hatten dieselben Einwände beim Lesen des Gutachtens. Auch Alexander Spermann hat das Gutachten ähnlich kritisiert. Volltreffer.

kali balcerowiak schrieb am 29.03.2022, 12:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
BGE-Mitgliederentscheid in der LINKEN angelaufen

ein bedingungsloses grundeinkommen ist bestenfalls nichts anderes als kindergeld für alle anstelle sozialleistung oder steuerfreibetrag. da diese dann wegfallen ist es auch bereits finanziert. aus der einbeziehung der steuerfreibeträge ergibt sich die finanzierung durch einkommensteuer. nicht nur die unsägliche und unproduktive diskriminierung für empfänger*innen von sozialleistungen entfällt, auch die steuererklärung "auf dem bierdeckel" wird möglich wenn alle einkommen flat mit 50 prozent besteuert werden. bei diesem verfahren wird auch die schere zwischen arm und reich ausgebremst. das alles ist längst volkswirtschaftliche evidenz und es fragt sich wie DIE LINKE die guten zeiten vergeuden konnte statt sich für eine umsetzung entschieden stark zu machen! nun wo ihr alle felle wegschwimmen greift sie nach dem thema wie nach einem strohhalm - aber immer noch nicht mit einem volkswirtschaftlich intelligenten, politik- und mehrheitsfähigem finanzierungskonzept! merke: ein bge ohne finanzierungskonzept ist wie ein fisch ohne wasser!

Benno Klissenbauer schrieb am 29.03.2022, 08:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
BGE-Mitgliederentscheid in der LINKEN angelaufen

Wenn das bedingungslose Grundeinkommen im Bedarfsfall – zB für Menschen die kein Konto haben – auch in #Bar bzw als #Bargeld ausgezahlt werden würde, dann wäre auch ich absolut dafür. Ist genau das nicht aber naiv zu glauben?

https://bürgerinitiative-bilk.de/bedingungsloses-grundeinkommen/

Bernhard schrieb am 24.03.2022, 20:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
GE-News Februar/März 2022

Wie werden die Vorbereitungen der Ampel bewertet, wonach der Staat über die Steuer-ID ein Klimageld auszahlen möchte? Das wäre doch ein kleines partielles Grundeinkommen. Ich fände die Umsetzung phänomenal, weil dadurch erste Erfahrungen auf vielen Ebenen der Gesellschaft entstehen.

Erich Lange schrieb am 18.03.2022, 10:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
BGE-Mitgliederentscheid in der LINKEN angelaufen

Bitte aufpassen, dass es nicht in Harz4 für alle endet, und nachher die Sozialsysteme ganz zerstört sind. Da die Kapitaleigner sich nicht so einfach entmachten lassen, und Ihre Lobbyisten ausschwärmen lasen.

Michael Werner schrieb am 25.02.2022, 09:22 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Österreich: Volksbegehren zum Grundeinkommen kurz vorm Erfolg

Beide Grundeinkommen wären sehr gut. Ich werde es noch lesen und unterschreiben. Alte Grundeinkommenskonzepte machten es von der Staatsbürgerschaft abhängig. Ansonsten würde ich meinen Umzug nach Österreich erwägen. Vor vielen Jahren diskutierte ich mit Ralph Boes über sein Grundeinkommen. Ich wollte 1000 € europaweit auch für Bulgarien. Das war von Ralph Boes als Herrenmenschtum kritisiert, weil Bulgarien arm ist. Ob das doch wieder nur die CDU war? Die Linke existiert nicht und wer zuviel will, wird durch Filbinger und Konsorten entnazifiziert fürs Arbeiten.

Franz Vetter schrieb am 17.02.2022, 21:23 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kein Grundeinkommen für Tiere im Zoo: Ein Verriss von Anna Mayrs jüngstem BGE-Verriss

Frau Mayr hatte und wollte zu dieser Antwort keinen Dialog aufnehmen. Ihr wurde wohl bewusst, wie viel Naivität Ihr Artikel ausstrahlt.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) von 1500,-€ und nicht bloß 1000,-€ erlaubt erstmalig ein einfaches Leben ohne Existenzängste. Mit diesem BGE könnte ein bescheidenes Leben und an einem anderen Ort in der Welt, auch ein privilegiertes Leben geführt werden. Der plötzliche Verlust der bezahlten Arbeit würde uns nicht in Krisen und Ängste stürzen, die zwangsläufig ohne Gönner (Arbeitgeber), durch unsere ewigen monatlichen Schulden, alleine für Wohnen, Nahrung und Energie, den Weg in die Armut ebnet. Durch die Digitalisierung, KI und Roboter werden zwangsläufig die alten Arbeitsplätze jetzt zu Millionen in allen Branchen und Bereiche mehr oder weniger, überall wegfallen. Es wird keine Alternative geben. Selbst die Arbeitsplätze, die neu dazukommen, werden rar sein, da die Arbeit - in jeder Branche, durch die Digitalisierung ersetzt wird. Massenhafte Armut und Elend wird ohne bezahlte Arbeit (gesichertes Einkommen), in eine Diktatur führen. Womöglich wieder in den Faschismus. Ein BGE ist demzufolge nicht bloß eine Hilfe, sondern der Weg, der uns vor diesem Unheil bewahrt.

Mit einem BGE würde der Mensch wirkliche reale Freiheit erfahren. Er müsste nicht bezahlte Bullshit-Arbeit („Zwangsarbeit“) nachgehen, die sich mit seinem Gewissen nicht vereinbaren lässt (Waffenherstellung). Echte Freiheit kann erst möglich werden, wenn wir die monatlichen Schulden, alleine um Leben zu können - also für Wohnen, Nahrung, Energie, kein Geld mehr ranschaffen müssen.

Wir Menschen wurden nicht geboren, um als lebendige Arbeits-Maschine zu funktionieren, wie im Mittelalter und heute als ein Roboter. Wir sind Wesen der Natur, die die Fähigkeit bekommen haben zu denken, zu lernen, kreativ zu sein, um dadurch Ideen, Innovationen und Erfindungen zum Wohle der Menschheit und Natur zu erschaffen.

Der Wohlstand und Fortschritt der Menschheit basiert auf das Denken und das Potenzial des Menschen ! Arbeiten sollen Maschinen. Die Gewerkschaften kämpfen seit Jahrhunderten für weniger Arbeit und mehr Geld. Der Mensch soll denken, kreativ sein. Durch denken entsteht der Mehrwert in der Gesellschaft und für das Gemeinwohl. Nur durch das Denken kann der Mensch sich vom Übel der Arbeit befreien, die er nicht ausführen möchte. Die Quelle und Wurzel für Wohlstand und Fortschritt wird durch das Denken möglich. Durch das Denken wurden Maschinen und Werkzeuge gebaut, die ein Produkt erschaffen. Denken ist daher das göttliche, was wir Menschen als Geschenk erhalten haben. Arbeiten sollen Maschinen. Denken ist daher die schwerste Arbeit und wird demzufolge oft gemieden oder gern an Dritte übertragen. Mit einem Grundeinkommen würde Denken erstmalig richtig bezahlt.

Mit einem BGE kann aus einer Möglichkeit Wirklichkeit werden, (z.B. eine Idee, Innovation oder Erfindung angehen und umsetzen). Wir hätten mit dem BGE die Zeit zum lesen, zum nachdenken. Ergo, feststellen welche besonderen Fähigkeiten wir haben. Was würden wir gerne tun und ausprobieren. Welche Leidenschaft besitzen wir, die wir gerne als Berufung erleben möchten. Wir könnten mit einem BGE unsere Talente ohne Ängste und finanzielle Sorgen realisieren bzw. zumindest testen. Unsere ganze Schöpferkraft in uns, (die Jeder in sich trägt, jedoch meist verschüttet ist), grandios entfalten. Mit Bullshit-Arbeit werden wir oft erpresst. Es ist egal, ob wir mit legaler oder illegaler Arbeit Schulden bezahlen. Der Supermarkt fragt nicht danach.

Unser uraltes von Menschen erdachtes Schuld-Geldsystem ist die Wurzel. Ein BGE wäre ein erster Schritt in eine bessere Welt. Mit einem BGE könnte das ganze Potenzial der verschüttenden Schöpferkraft in jedem Menschen, mehr oder weniger, erblühen und der ganzen Gesellschaft zu Gute kommen. Es sollte ein angestrebtes Ziel und zumindest für die Kritiker ein Versuch Wert sein.

Erst mit dem Recht auf ein lebenswertes Leben, dass mit einem Grundeinkommen erfüllbar ist, wird auch die Verachtung der Arbeitslosen, der Hartz IV Empfänger, der Sozialhilfe-Bezieher aufhören. Auch das Schein-Argument und die bloße Behauptung, dann arbeitet niemand mehr, ist eine Fata Morgana, eine reine Behauptung, ohne erbrachten Beweis. Schon seit Jahrtausenden wird mit Angst der Mensch gesteuert. Angst blockiert alle Zugänge zu unseren höheren Wahrnehmungen. Viele versinken angesichts von Verlusten und Krisen in Angst und Depression. Mit der Vorbereitung auf ein Paradigmenwechsel, einen Evolutionssprung, müssen die alten Denkstrukturen verlassen werden. An ihrer Stelle wird sich dann neues Denken und Bewusstsein etablieren.

Mit einem BGE für alle Bürger, würden die Armen eine Lebenschance erhalten, ihr Leben selbst zu gestalten. Der Mensch kann selbst Verantwortung für sein Leben übernehmen, welchen Weg er gehen möchte, welche Hilfe hinzuzuziehen ist. Diejenigen, die einen Job haben bzw. weiterhin ihren Job nachgehen, sind dabei privilegiert. So würde man mit zusätzlichen 1500,-€ als bezahlte Pflegekraft oder freier Journalist eine kräftige Gehaltserhöhung haben. Die Gewerkschaften können dieses Angebot nie für ihre Arbeitnehmer erreichen. Gewerkschaften müssten nicht mit Arbeitgeber um ein höheres Gehalt kämpfen. Auch der großartige Kampf der Gewerkschaft seit Jahrhunderten, weniger arbeiten und mehr Geld, wird dann Realität. Sogar Personen, die in der „Hängematte“ liegen, ermöglichen mit einem BGE einen Mehrwert für die Gesellschaft. Beim ausgeben des Geldes tragen sie dazu bei, dass die Arbeitsplätze der Putzfrau oder Taxifahrer und der Tante Emma-Laden erhalten bleiben. Die freie Entscheidung erschafft reale Freiheit und sichert die Demokratie. Die nächsten Generationen werden es uns danken. Wir hätten eine positive Geschichte geschrieben und nicht wie üblich gegeneinander aufgehetzt und bekämpft. Neid, eine Todsünde, könnte gestoppt werden. Der Millionär benötigt dieses Geld nicht und würde es bestimmt spenden - Gutes damit tun oder freiwillig verzichten. Immerhin ist es bloß eine Zahl im Computer und damit kein realer Wert. Siehe:

https://www.youtube.com/watch?v=n7b8NWwBbiU ARD erklärt Geldschöpfung

Thorsten Schulte schrieb am 17.02.2022, 15:40 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einladung zur Mitgliederversammlung des Netzwerks Grundeinkommen am 2./3. April 2022

Hallo zusammen

würde gerne an der MV in Köln Teilnehmen.

ich komme aus Hamm und suche eine Mitfahrgelegenheit.

und wenn es geht auch eine Übernachtung Möglichkeit

gruss aus Hamm Thorsten

E-Mail-Adresse: ts@thorsten-schulte.me

Robert Bleilebens schrieb am 11.02.2022, 01:47 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Popper-Lynkeus’ “Allgemeine Nährpflicht”

Josef Popper-Lynkeus‘ allgemeine Nährpflicht sah eine Dienstverpflichtung in der sogenannten "Allgemeinen Nährpflichtarmee" vor (für Männer 13 Jahre von 18 bis 31 und für Frauen 7 Jahre von 18 bis 25). Deshalb war es nicht bedingungslos.

Anders ging es allerdings damals auch nicht, denn 1912, als sein Werk erschien ("Die allgemeine Nährpflicht als Lösung der sozialen Frage") war die Produktivität noch nicht hoch genug dafür, den Zwang zur Erwerbstätigkeit komplett aufzuheben (partiell hat er es durchaus getan, denn Männer ab 31 und Frauen ab 25 waren von diesem Zwang befreit und konnten, wenn sie wollten, ab diesem Alter nur von der Grundversorgung leben). Diese sollte in einem staatlichen Wirtschaftssektor produziert werden und zu 7/8 in Naturalien geleistet werden (Nahrungsmittel, Kleidung, Wohnung, medizinische Versorgung etc.) und zu 1/8 in Geld.

Darüberhinaus sah er einen privaten Wirtschaftssektor vor, der alles produzieren sollte, was über die Grundversorgung hinausging. Also ein Modell einer mixed economy.

Insgesamt ein kluges und verantwortungsbewußtes sozialpolitisches Modell auf der Höhe der damaligen Zeit. Bei Kenntnis unserer heutigen Produktivität würde er sich sehr wahrscheinlich dem Modell eines Bedigungslosen Grundeinkommens öffnen.

Joachim Winters schrieb am 06.02.2022, 12:16 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zustimmung zum Grundeinkommen: Wie groß ist sie tatsächlich?

https://blog.freiheitstattvollbeschaeftigung.de/2022/02/04/zustimmung-zum-grundeinkommen-wie-gross-ist-sie-tatsaechlich/

Hans-Jürgen 'Gratz schrieb am 02.02.2022, 11:04 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zustimmung zum Grundeinkommen: Wie groß ist sie tatsächlich?

Wir beschäftigen uns in einer kleinen Arbeitsgruppe seit einigen Jahren mit dem Grundeinkommen und können die von Frau Leopold herausgefundenen Ergebnisse bestätigen. In Deutschland wird besonders deutlich, dass die grundsätzliche Befürwortung in dem Masse abnimmt, in dem man persönlich finanzielle Einbußen erwartet. Dieser Eindruck sollte nicht entstehen. Daher befürworten wir als Beispiel das sogenannte Carls-Modell, das zudem den Vorteil hat, dass es auch in Teilen und versuchsweise eingeführt werden kann. Es ist u.a. auf meiner Webseite 'geldmachtgier' unter dem Thema BGE zu finden.

Holger Roloff schrieb am 01.02.2022, 14:35 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kein Grundeinkommen für Tiere im Zoo: Ein Verriss von Anna Mayrs jüngstem BGE-Verriss

Kleine Anmerkung zur Debatte: Autoren wie Frau Mayrs ignorieren völlig die seit den 1970er Jahre bestehende Wertschöpfungskrise des Kapitalismus und versucht argumentativ die bestehenden Macht- und Eigentumsverhältnisse aufrecht zu erhalten und unbeirrt von der Lebensrealität vieler Menschen fortzuschreiben.

Leider ist ebenfalls anzumerken, dass dieser Fehler auch vielen BGE Befürwortern unterläuft. Zu selten wird deutlich auf die kaufmännischen und werttheoretischen Auswirkungen der fortschreitenden technischen Innovationen hingewiesen. Wir steuern nicht, wie unter Merkel stets gern behauptet, auf eine Zukunft der Vollbeschäftigung hin, sondern auf 5, dann 8 und irgendwann 10 Millionen Arbeitslose.

ALLE Kapitalformen, auch die menschliche Arbeitskraft, werden durch die Digitalisierung entwertet!!! Das ist Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis, samt theoretischer Erklärung dazu (vgl. "Ein Widerspruch aus Stoff und Form", Ortlieb 2008). Was sagt Frau Mayrs denn dazu?

Jürgen Feldmann schrieb am 01.02.2022, 10:41 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Wir brauchen Schwung!

Damit die EU ein wenig gerechter wird. Wer Multimillionäre und Miliardäre steuerfrei stellt muss auch Geld für die Armen haben.

Gerhard Löschke schrieb am 29.01.2022, 21:41 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Die Höhe des Grundeinkommens

Das BGE wird erst dann zu einer relativ stabilen persönlichen Finanzgrundlage, wenn dessen Höhe immer auch am allgemeinen Preis-Niveau, z.B. bei inflationärer Entwicklung oder Rezession angeglichen bleibt. Ich finde auch, dass weiterhin Fördergelder bereitgehalten werden müssten für nachweislich besonders Hilfsbedürftige, z.B. bei Behinderten oder Menschen mit besonderem höherpreislichem Speise-Diätbedarf.

Gerhard Seedorff schrieb am 25.12.2021, 22:30 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Popper-Lynkeus’ “Allgemeine Nährpflicht”

Es ist meiner Ansicht nach nicht zielführend, wenn wir unsere Mitbürger, die das Grundeinkommen wählen sollen, durch die Ansichten großer Geister aus früheren Zeiten überzeugen wollen.

Sollten wir nicht lieber auf die Fehlentwicklungen hinweisen, die 1972 nach der Meldung des Club of Rome, dass auf der Erde ausreichend Produkte für alle Menschen hergestellt werden, dazu führte, dass statt Gesetze für die bestmögliche Verteilung zu erlassen, die Staaten die Angebotswirtschft ein- und die goldgedeckten Währungen ab-schafften. Damit legten sie den Grundstein für unsere heutigen Probleme mit der Überproduktion und der Geldwertstabilität.

Daran konnte Popper-Lynkeus damals noch gar nicht denken.

Sollten wir die Wähler nicht lieber darauf aufmerksam machen, dass sie in unseren Demokratien die Möglichkeit haben von den örtlichen Kandidaten, die sie ja auch persönlich kennen lernen können, die Besten mit der Warnehmung ihrer Interessen zu betrauen, wofür die Erststimme ausreicht. Durch Verzicht auf die Zweitstimme würde die Parteien-Demokratie, die nach der Einführung des Internets eher überflüssig erscheint, weil sie der Demokratie mehr schadet als nützt, nachdem deutlich wird, dass Politiker gar nicht regieren, sondern die sie beratenden Beamten, die ja nicht abgewählt werden können und sich inzwischen ein warmes Nest aus Gesetzen gezimmert haben, in das die Einführung eines Grundeinkommens für alle nicht hinein passt.

Das fühlen die Bürger und machen ihren Unwillen leider als Querdenker und Rechtsradikale luft, was sich von der Beamtenschaft mit den vorhandenen Gesetzen leicht bekämpfen läßt, wenn fast zentralgelenkte Medien (es gibt 5 große Häuser), die aus Eigennutz an den Gesetzen mitstricken, das unterstützen.

Mit dem Sturz der CDU und hoffentlich vieler Beamter könnte vielleicht ein Lichtschimmer am Ende des Tunnels erkennbar sein.

Marianne Habersetzer schrieb am 02.12.2021, 21:52 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Umfrage: Regelsatz müsste 811 Euro statt 446 Euro betragen

Da stellt sich mir die Frage, wie ich es jeden Monat schaffe, mit zur Zeit 951 € Rente, überhaupt zu überleben? Davon muss ich ALLES bestreiten, Auch die GEZ Gebühren, die bei HartzIV wegfallen ...

Holger Roloff schrieb am 01.12.2021, 13:20 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Umfrage: Regelsatz müsste 811 Euro statt 446 Euro betragen

Ich beobachte und vermute, dass abgesehen von der aktuellen Inflation, die Kosten 2021/2022 noch nichtmal damit gedeckt wären. Das verraten mir schon einfache Alltags-Beispiele. Selbst beim Billig-Discounter PENNY kostet hier in Hamburg sowas banales wie eine einfaches Streuselschnecke 1,65 €., obwohl die nur aus den superbilligsten Zutaten wie Mehl und Industriezucker als absolute Massenware besteht. Von hochwertigen Gütern oder gar Kultur ganz zu schweigen. Will man wenigstens einmal im Jahr ins Kino, um einen der groß angekündigten Blockbuster zu sehen, was ich 2019 vor hatte, wurden an der Kasse durchaus mal locker 16 € verlangt. Hallo - ich will den Film doch nur ansehen - nicht als DVD kaufen. Oder kriegt man die dann gleich mit ausgehändigt? War leider nicht so.

Ein normales Leben mit kultureller Teilhabe, selbst auf unterstem Niveau, war also hier auch vor der Corona-Krise schon nicht mehr möglich. Pi mal Daumen bräuchte man Minimum 1.500 € (Miete + Nebenkosten + Regelsatz) um wenigstens einigermaßen vernünftig leben und nicht nur ums nackte Überleben kämpfen zu müssen - ohne kapitalistische Finanzierungsvorbehalte. Genau das Lretztere ist mit "bedingungslos" beim Begriff BGE eigentlich gemeint - und nicht dass es keine Bedingungen dafür gäbe. Das wird leider oft falsch verstanden. 1500 € - alles andere wäre nicht auf Höhe der Zeit...und die rennt unserer Gesellschaft weiter davon und verschärft die Probleme. Warum liest man Herrn Scholz so simple Alltagswahrheiten nicht mal vor?

Der Grundfehler unserer Politik besteht in der Ignoranz gegenüber der seit den 1970er Jahren existierenden und wachsenden Krise der Arbeitsgesellschaft. Der Zeitaufwand zur Produktion von Gütern sinkt durch die Technisierung stetig. Das ist gut belegt. Arbeit und Einkommen müssen deshalb grundsätzlich getrennt voneinander betrachtet werden. Die theoretischen Grundlagen (s. Ortlieb "Ein Widerspruch aus Stoff und Form") sind seit langem bekannt (vgl Exit! Homepage). Unsere Regierungen ignorieren das bislang und laufen der Realität hinterher. Das wird schief gehen, so oder so.

Gerhard Seedorff schrieb am 18.11.2021, 10:29 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Videoreihe zum Grundeinkommen

Wenn wir ein Grundeinkommen für Alle einführen wollen bringt uns der Weg über die Vielfalt der Begründungen erfahrungsgemäß leider nicht weiter. Laut Umfragen sind bereits mehr als die Hälfte unserer Mitbürger in den demokratisch regierten Ländern für das Grundeinkommen, aber sie wählen es nicht! Der Grund ist die Parteiendemokratie, die es selbst Spitzenpolitikern nicht erlaubt entsprechende Gesetze einzubringen und darüber abstimmen zu lassen (Beispiel Katja Kipping).

Ein weiteres Beispiel: Der demokratische Königsweg über eine Petition: Susanne Wiest hat es zweimal versucht. Bei der ersten Petition war die Begeiserung der Bürger so groß, dass der Bundescomputer überfordert war, aber die Regierungsparteien haben es abgeschmettert wie man sich im Internet anschauen kann. Auch die zweite Petition mit mehr als 170.000 Unterschriften, die uns über die Bürden der Corona-Epedimie mittels Grundeinkommen hinweghelfen sollte und die bei der Anhörung von Prof. Neumärker im Ausschuss wissenschaftlich begründet wurde, wurde auf Eis gelegt und ist inzwischen eingefroren. Unser Problem ist die Parteien-Demokratie!

Darum mein Vorschlag: Wir empfehlen den Bürgern bei künftigen Wahlen nur mit der Erststimme zu wählen um Persönlichkeiten, die man persönlich kennt mit der Vertretung seiner Interessen zu betrauen und durch Verzicht auf die Zweitstimme die Parteien aus den Parlamenten zu vertreiben.