2.410 Kommentare

Klaus-Dieter Petrenz schrieb am 08.09.2020, 19:22 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Linke im Europäischen Parlament: mind. 2.000 Euro allen EU-Bürger*innen

ich wäre schon froh, wenn uns die nachgewiesene fzr aus der ddr zur rente bezahlt würde nachdem wir beide über 40jahre gearbeitet haben. jetzt haben wir beide uner 1000 euro-da stünde uns zumindest ein 1200 euro grundeinkommen zu-oder-

Stallkamp Hans schrieb am 01.09.2020, 14:05 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Buch zur Vision: Unser Leben im Jahr 2048

Die Soziale Marktwirtschaft muß so weiterentwickelt und ausgeformt werden das keiner von Unten beginnend in Armut leben muß und gesellschaftlich ins Abseits gestellt wirt. Danke!

Wolfgang Spilker schrieb am 30.08.2020, 19:58 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Bedingungslosen Grundeinkommen startet am 25. September

Ich bin bedingungslos für das Grundeinkommen. Ein Grund ist Abschaffung von Bürokratie die teilweise unmenschliche Züge im Sozialbereich angenommen hat. Außerdem ist die Kluft zwischen Arm und Reich mittlerweile unerträglich

Johanna Maria schrieb am 28.08.2020, 10:14 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
SPD-Parteivorstand: Grundeinkommen ist falsch

DAS Grundeinkommem für alle ist spitzfindig. Ich denke gut verdienende würden sich diesen Schuh kaum aufbürgen. Dass die Nachfrage nach dem Grundeinkommen so stark ist liegt daran dass ganz viele Bürger kaum die Armutsgrenze erreichen.Beteits vor der Coronakriese sollte das Exsistenzminimum für arbeitssuchende die Armutsgrenze deckend schliessen.Aber kaum jemand wagt sch nachhaltig zu prüfen ob die Verteilung die Menschen zu einem gesunden Glück und Arbeit verholfen haben. Grundeinkommen staat Harz4 Gruneinkommen für Rentner mit kleiner Rente Grundeinkommen für Familien mit Kindern wg dynamischer Entwicklung.Schluss mit Ausbeutung und Erpressung von Frauen und Kindern. Die Macht an der Verteilung sollte unbedingt und in Lichtgeschwindigkeit umgelagert werden. Fragen sie die Gerichte wer die Kläger sind und Verfahren werden extra lang hinausgezögert. Mütter mit Kindern. Es gibt so viele Jobs aber nur im Niedriglohnsektor.Billiglohnkartelle, Zuschüsse soll Amt bezahlen was meistens nicht gemacht wird. Wir brauchen gute Wirtschaftsexperten die eine gelungene erfolgreiche Balance zum Glück der ganzen Gesellschaft herzaubern können. Die Bürger die unterhalb der armutsgrenze leben müssen wg.Wikkür Korruption krankhaftes Ermessen der Behörden,Radikalismus sollten unbedingt ein bedingungloses Grundeinkommen erhalten. MFG JMN PS Mir hat einmal eine Behördenmitarbeiterin gesagt es müsse sich lohnen jemanden zu helfe.So What??? Ich wollte nur eine gute Arbeit und sollte Obdachlos werden.Mutter mit Kind

Johanna Maria Nowak schrieb am 20.08.2020, 15:23 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
SPD-Parteivorstand: Grundeinkommen ist falsch

Recht auf Arbeit ist gut gehört dazu. Frauen arbeiten laut BIP kostenlos und werden dafür von den Behörden nicht unterstützt sogar diskriminiert. Mindestlohn Erhöhung ist auch gut.Es gibt viele Leute die arbeiten und weniger im Portmonaie haben als Harzis. Aber sprechen sie mit den armen Würstchen ich habe gehört dass viel Geld in nutzlose Projekte investiert werden.Vermittelt wird nicht. Die gut bezahlte Arbeit bedeutet nicht sich bemühen sondern die Behörde müsste sich bemüen zumindestens war das früher so. Dafür werden sie auch saftig bezahlt. Aber die Behörde füttert sich selbst und ist gar nicht auf deren arbeit eingestellt. Alle Harzis wollen arbeiten aber die Türen werden nicht aufgemacht.Kompetenzen fehlen. Ja was wäre das Jobcenter ohne Dummies. Ich bin für ein Grundeikommen weil die Verteilung nicht stimmt.Frauen mit Kinder und Senioren.Ich bin für Mindestlohnerhöhung. Wenn man ein Baby in die Welt setzt so muss man aufpassen ob das Baby sich gut entwickelt. Es werden Gesetzte verabschiedet aber das Konrollorgan hat gefehlt. Liebe Politiker die Coronazeit ist ein Segen sich im eigenen Land sicherheit und Ordnung zu schaffen.Das kann nicht angehen dass alle in Ängszen leben müssen. MFG JMN

Christof Bieker schrieb am 19.08.2020, 19:40 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen und Behinderung

Grundeinkommen bzw. Krueppelentgeld beschraengte such auf 1,1 bis 1,5 € pro Stunde VERBOTEN zu streiken,klare Drangsalierung behindeter Menschen! Christof Bieker GWN

Friederike Abresch schrieb am 17.08.2020, 11:43 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Bedingungslosen Grundeinkommen startet am 25. September

Wir stehen vor grossen ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Arbeitseinkommen ist keine Existenzgrundlage mehr. Wenn wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den sozialen Frieden Nicht gefährden wollen, brauchen wir Alternativen. Subsistenzwirtschaft ist duch dir hohe Anzahl von Menschen nicht mehr möglich.

Jan Müller schrieb am 02.08.2020, 15:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen statt künstliche Arbeitsplatzsicherung

Ich war bisher ein glühender Befürworter des Grundeinkommens. Habe als Schriftsteller dafür auch schon in einem meiner Bücher geworben. Nun musste ich leider feststellen, dass ich hier, trotz aller Tiefgründigkeit, quasi zu gutgläubig war und das Ganze nicht kritisch und reflektiert betrachtet habe. Zumindest nicht kritisch-genug. Alle die den Grundgedanken des Grundeinkommens gut finden denken, dass durch ein Grundeinkommen Freiheit entsteht. Doch genau das Gegenteil könnte der Fall sein und das Ganze könnte sich sogar zu einer Falle entwickeln aus der man nicht mehr, oder nicht mehr so einfach, herauskommt. Denn Freiheit bietet ein Grundeinkommen nur unter 2 Voraussetzungen. 1. wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen ist und 2. wenn der Staat so von der Bevölkerung geführt ist, dass ein Missbrauch durch den Staatsapparat, auch langfristig, komplett ausgeschlossen werden kann. Jeder kann für sich selbst kritisch und nachforschend prüfen, ob wir diese 2 Punkte mit absoluter, vollkommen zweifelsfreier, 100%iger Sicherheit so bestätigen und erwarten können. Würde es auch nur ein Haar anders kommen, ein merkwürdiger Kompromiss oder ähnliches, wäre dies die Öffnung des Tores zum Gegenteil dessen, was wir uns wünschen. Wenn man sich die Geldgeber anschaut (die z.T. nicht offen genannt werden), die nun das Grundeinkommen in armen Ländern testen (Hier kostengünstig ihre Menschenversuche veranstalten) und welche wirklichen Bestreben diese haben, dann können wir uns ganz leicht zusammenrechnen, dass all diese Vorgänge nicht zu dem führen, was unser freiheitliches und gerechtes Bestreben ist. Wenn wir dabei noch miteinbeziehen, dass unser Staat mehr von den Konzernen und Banken gesteuert wird als von der Bevölkerung, dann sollten wir sehr vorsichtig sein einem Grundeinkommen zuzustimmen.

jürgen beick schrieb am 31.07.2020, 21:54 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zum Verhältnis von Grundeinkommen und Rente mit 67

sehr geerte befürworter der grundrente, wie soll man von 1000 euro leben mit einer miete von 835 euro? wie habt ihr fantasten es euch vorgestellt ?

Alena Wagnerová schrieb am 31.07.2020, 16:40 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grünes Netzwerk startet Kampagne #GrundeinkommenWirdGrundsatz

Was mir bei den angezeigten Themen fehlt, ist der Bezug zu der Care, der Pflegerbeit, sei es in der Familie oder Gemeinschaften sei es in den Pflegeberufe. Seit Adam Smith gilt die Arbeit in der Familie als keine Arbeit, weil sie nicht über den Arbeitsmarkt realisiert wird und Akkumulation des Kapitals dient. Damit werden das Wesentliche für die funktionierende Gesellschaft die sozialen Kontakte unter den Menschen de facto und insbesondere im neoliberalen Kapitalismus entwertet - das Auseinanderdividieren der Gesellschaft als Gemeinschaft, ist die Folge auf die uns Corona dringen aufmerksam macht. Alena Wagnerová

thomas fiedler schrieb am 31.07.2020, 16:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grünes Netzwerk startet Kampagne #GrundeinkommenWirdGrundsatz

Wir brauchen einen überparteilichen Diskurs darüber wie allen Menschen Chancengleichheit gewährt werden kann. Ich begrüsse daher wenn nun auch das Netzwerk der Grünen sich dieses Themas annimmt. Ich wünschte die aktuelle Pandemie würde Ausgangspunkt dieser, für mich, so notwendigen Umgestaltung der Gesellschaft. Persönliche Egoismen, Machteitelkeiten in allen Ebenen von uns Menschen lassen mich aber an einer baldigen Umsetzung zweifeln. Wollen wir soziale Gerechtigkeit für Alle, dann bedarf es aller Gruppen die einsehen dass nicht Geld es ist was jeden Einzelnen von uns Menschen definiert, sondern ihre/seine Fähigkeiten, die er nur entfalten kann, wenn sie/er nicht durch Notlagen Abhängigkeiten und Unterdrückung genötigt wird. Also lasst uns hoffen dass die Zeit für den grossen Schritt zum BGE nun gekommen ist, und nicht ein weiterer langwieriger Prozess beginnt, in dem sich alle Beteiligten selbst preissen wie fleissig sie selbst, aber wie faul doch die Anderen sind.

Andreas Klamm schrieb am 31.07.2020, 15:27 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grünes Netzwerk startet Kampagne #GrundeinkommenWirdGrundsatz

Vor allem in Corona und wirtschaftlichen Krisen-Zeiten, sollte die Bundesregierung das Bedingungslose Grundeinkommen zur sozialen Sicherheit, garantierte Existenz-Sicherung und für Solidarität mindestens für alle Menschen testen, die weniger als 1050,-- Euro netto pro Monat als Einkünfte erhalten. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen garantiert auch eine gute Verwaltung und hilft schwerfällige Bürokratie in der Sozial- und Arbeitsverwaltung zu reduzieren. Kurz- bis mittelfristig sollte es das Bedingungslose Grundeinkommen für alle Menschen geben. Milliardäre, Millionäre oder reiche Menschen, die auf den Bezug des Grundeinkommens verzichten wollen, sollte die Wahlfreiheit belassen werden für sich persönlich den Bezug des Grundeinkommens auch ablehnen zu können und für soziale Projekte und Förderprojekte zur Verfügung zu stellen. Andreas Klamm

Peter ZADOROZNY schrieb am 20.07.2020, 20:14 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Neues zum Grundeinkommens-Volksbegehren in Österreich

BGE BGE BGE wird und muß kommen, € 1.500 NETTO 14 X JÄHRLICH FINANZIERUNG : Transaktionssteuer Umsatzsteuer aller Konzerne , die in dem jeweiligen Land Umsatz machen und nicht wo der Hauptsitz des Konzerns liegt Reichensteuer Erbschaftssteuer AMS auflösen Ämter für diverse Mietzinshilfen etc. auflösen Miete bei Sozialwohnungen auf 20 % des jeweiligen Einkommens festlegen, Freie Fahrt für über 60 jährige bei ÖBB, U-Bahn, Bus ,Tram

marita blessing schrieb am 20.07.2020, 18:00 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grünes Netzwerk startet Kampagne #GrundeinkommenWirdGrundsatz

natürlich brauchen wir ein bedingungsloses grundeinkommen in menschenwürdiger teilhabegerechter höhe für Alle*. geld ist eine menschengeMachte ressource, es ist genug davon da. das sehen wir jetzt in corona-zeiten und das wissen wir aus dem jährlichen armuts- und reichtumsbericht der regierung. da die grünen jedoch nicht mal hartz4 wirklich menschenwürdig erhöhen wollen und an sanktionen festhalten bzw. bislang das BGE ablehnen, halte ich die grünen, die ja hartz 4 in der regierung mit in die welt gesetzt haben, für unglaubwürdig. die grünen halten an zuständen fest, von denen sie selbst meinen, niemals betroffen zu sein. ich habe da kein vertrauen. schade, denn sie ist eigentlich die modernste partei. doch, ich werde sie nicht wählen. die grünen können nicht zusammendenken. darin unterscheiden sie sich nicht von den anderen parteien. antifeministisch, kinder- und frauenfeindlich, menschenfeindlich, mangeldenken.

Leonard Tricot schrieb am 19.07.2020, 22:18 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grünes Netzwerk startet Kampagne #GrundeinkommenWirdGrundsatz

Das Bedingungslose Grundeinkommen muss eingerichtet werden. Denn durch die Digitalisierung werden die Erwerbstätigen immer weiter abnehmen. Jeder in unserer Gesellschaft muss so gestellt werden, dass er nie wieder ein Amt um Zuschüsse betteln muss. Deshalb unterstütze und begrüsse es, dass auch die Grünen dies in ihr Grundsatzprogramm aufnehmen wollen.

Michaela Kerstan schrieb am 17.07.2020, 09:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Neues zum Grundeinkommens-Volksbegehren in Österreich

Großartig, dass die Sammlung in Österreich schon jetzt so erfolgreich läuft. Das macht Hoffnung, dass die Europäische Bürgerinitiative zum Grundeinkommen dort ebenfalls eine große Resonanz finden wird. Gratulation an den Runden Tisch!

Hans-Jürgen Gratz schrieb am 07.07.2020, 12:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen die imperiale Lebensweise überwinden?

Die derzeitigen wirtschaftlichen Herrschaftsverhältnisse weltweit zeigen eine stetig wachsende ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung. Als eines der bestentwickelten und sich demokratisch nennenden Länder müssen wir Vorreiter sein, diese Entwicklung zu ändern. Von allen seriösen Fachleuten unbestritten wird die nämlich über kurz oder lang weltweit zur wirschaftlichen und sozialen Katastrophe führen. Die Coronakrise liefert dafür bereits Anzeichen. Ein BGE als Beginn und Kern eines Sozialpakets ist zumindest ein vernünftiger Versuch, zu retten was noch zu retten ist. Doch herrscht leider mehrheitlich noch immer die zum Überleben seit der Steinzeit notwendige Maxime: Nimm Dir, was Du kriegen kannst. Solange wir unsere Repräsentanten danach wählen, dass sie daran nur nichts ändern, wird es ein BGE schwerhaben. Ich empfehle dazu den durchfinanzierten Entwurf von Robert Carls.

Wolfgang Klotz schrieb am 05.07.2020, 09:40 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen statt künstliche Arbeitsplatzsicherung

" Wer eine neue, bessere Welt will, muss auch der alten Welt den Rücken kehren. " Damit hat Luisa Neubauer ja recht. " Alte Welt " in Sachen Klima ist ja wohl, die Erderwärmung über CO2 Reduzierung stoppen zu wollen. "Alte Welt" ist eben auch, dass sich alles rechnen muss. Über "Finannzierbarkeit" des Grundeinkommens reden, ist freiwillige Gefangenschaft in der schönen alten Welt. Zu klären wäre, das "Geld" eben nicht das Primat hat. Sondern die Umwelt und der Mensch. Und leider ändern sich nix mit Freitags Schulschwänzen und ähnlichem. Zum Grundeinkommen: Das hat seine Berechtigung, da alles im Überfluss vorhanden ist. Es ist falsch, es ist ungerecht verteilt.

Hans-Jürgen Hartmann schrieb am 27.06.2020, 23:34 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen statt künstliche Arbeitsplatzsicherung

Hoffentlich ist es bald eine Realität...Ohne Grundeinkommen keine Freiheit...Ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte ein gesundes und nachhaltiges Wirtschaften zur Folge...Und eine Freude am Arbeiten ..Miese Jobs müssten dann besser bezahlt werden...Es gäbe erst dann einen richtigen Arbeitsmarkt mit Angebot und Nachfrage..Und durch eine Konsumsteuer würden wir uns gegenseitig das bedingungslose Grundeinkommen finanzieren..Alle anderen Steuern sollten dann auch wegfallen...Wer viel konsumiert sollte auch viel Steuern zahlen..Insbesondere Luxuswaren sollten höher besteuert werden als Grundnahrungsmittel...Für all dies bräuchten wir einen bundesweiten ..europaweiten ..Volksentscheid..

Heinz-Jürgen Hörster schrieb am 23.06.2020, 14:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Das Bedingungslose Grundeinkommen und die fragwürdige Demokratie innerhalb der Partei „Die Linke“ Es ist entschieden. Die nach Satzung erforderlichen Unterschriften für einen Mitgliederentscheid zur Aufnahme eines bedingungslosen Grundeinkommens in die Programmatik der Linkspartei sind eingereicht, geprüft und für gültig befunden worden. Der Vorstand hat am vergangenen Wochenende beschlossen, gemäß Satzung den Mitgliederentscheid zur Beschlussfassung dem nächsten Bundesparteitag vorzulegen. So weit, so gut. Weniger gut, weil nicht nur meines Erachtens „zu weit“ gehend, ist die Beschlussfassung des Vorstandes, dem Bundesparteitag bei der Durchführung des Mitgliederentscheides zu empfehlen, mit „Nein“ zu stimmen. Die Konsequenzen, den Mitgliedern ein solches Abstimmungsverhalten vorschreiben zu wollen, liegen auf der Hand: 1. Nimmt die Mitgliedschaft die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in die Programmatik per Mitgliederentscheid, vermutlich im Jahre 2021/22 nach der Bundestagswahl, an, steht der Bundesvorstand völlig „belämmert“ da. Seine Autorität wäre dahin. Das Vertrauen der Mitgliedschaft in den Vorstand ebenso. Ein Vorstand, der das Vertrauen der Mitglieder verliert, hat folgerichtig mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Es müsste ein neuer Vorstand gewählt werden, der den Kampf um die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens in der Gesellschaft und in eventuellen Verhandlungen mit anderen Parteien auch glaubwürdig durchführen kann. 2. Schlimmer wäre die andere Konsequenz. Folgen die Mitglieder der Empfehlung des Bundesvorstandes, so glaubt dieser sicher, erst einmal einen Sieg errungen zu haben. Aber es handelt sich hier um einen „Pyrrhussieg“ der Demokratie, denn die Parteiführung hat dann einen Sieg über die eigene Basis errungen. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass laut auch von Katja Kipping angeführten Umfragen, über 70 % der Parteimitglieder der Linken, sich die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens gut vorstellen können. Die Genossinnen und Genossen hätten dann gegen ihre eigenen Überzeugungen entschieden, und sich so zu gehorsamen Untertanen der Parteifürsten degradieren lassen. Und das in einer linken Partei! So etwas rächt sich in aller Gewissheit nicht nur in der Politik! Was bedeutete das Scheitern des ersten aus der Basis heraus bewirkten Mitgliederentscheides? Für das Selbstbewusstsein der Partei und ihrer einzelnen Mitglieder? Außenstehende könnten sagen, dass sich die Mitglieder mal wieder brav den Vorgaben des Parteikaders folgend verhalten hätten. Weitere Mitgliederbefragungen oder gar -entscheide, wofür immerhin ein Quorum von 5 % der Mitglieder an Unterschriften beizubringen ist, würden zum lahmen Gaul. Man bedenke, dass sich die Partei „Die Linke“ ja eigens Volksentscheide in ihr Programm geschrieben hat! Wie glaubwürdig bliebe sie dann noch bei einem solchen Vorgehen und einer solchen Abstimmungsgängelung? Abschließend möchte ich noch einmal darauf aufmerksam machen, dass ein Mitgliederentscheid die höchste Form parteidemokratischer Ausübung darstellt. Dagegen ist die Frage, wie der Bundesvorstand entscheiden würde „völlig Wurst“ oder wie es in einer weniger fleischigen Sprache heißen könnte, unerheblich und nicht gerade einer parteiinternen Demokratie förderlich! Inhaltlich bleibt festzuhalten, dass das von der den Mitgliederentscheid bewirkt habenden Bundesarbeitsgemeinschaft ausgearbeitete Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens jedem einzelnen Mitglied unserer Gesellschaft eine sichere und finanziell sorgenfreie Existenz und Teilhabefähigkeit ermöglicht. Darüber hinaus werden jedwede Sanktionsmöglichkeiten, die Nötigung zur Aufnahme einer nicht eigens akzeptierten Arbeit und eine die natürliche Scham ignorierende Bedürftigkeitsprüfung abgelehnt! Was wäre das für eine grandiose linke Politik! Hätten wir bereits ein linkes Grundeinkommen verwirklicht, würde die Gesellschaft in und auch nach der Corona-Pandemie noch ein bisschen bunter und vielfältiger aussehen. Es gäbe weniger Pleiten, keine Existenzsorgen, vermutlich viel weniger Selbstmorde, aber auch weit mehr kleinere Unternehmen mit spritzigen Ideen. Die Einführung eines solchen Grundeinkommens sorgt also nicht nur für ein gesundes Selbstbewusstsein der Menschen, sondern auch für mehr Kreativität und Vielfalt und auch für eine stabilere Gesundheit! Schließlich sollte der Mensch nicht mehr „arbeiten müssen, um zu leben“, sondern ein Leben führen dürfen, das sinnvolle Arbeit aus sich heraus erst ermöglicht! Hierzu muss aber erst mal jeder Zwang zur Arbeit aufgehoben werden. Die Genossinnen und Genossen der Linkspartei sollten sich mit deutlicher Mehrheit für dieses Stück Zukunft und Glaubwürdigkeit aussprechen! Charly Hörster, 1. Vorsitzender des philosophischen Josef-Dietzgen-Clubs e.V. (Mitglied im Netzwerk Grundeinkommen)

Kurt Rieder (Mitglied des Bundesvorstandes der ÖDP) schrieb am 22.06.2020, 23:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Klimaschutz braucht Grundeinkommen

Oh ja, beides bedingt einander. Die ÖDP hat deshalb 2014 das sogenannte HUMANÖKOLOGISCHE GRUNDEINKOMMEN entwickelt, welches zur notwendigen Entschleunigung und Muße, zur gerechten Verteilung von Ressourcen und zur vor allem durch Ökosteuern entsprechend der Vorgaben des "ökologischen Fußabdrucks" der Gemeinwohlökologie finanzierten Umsetzung des GE beitragen soll. http://www.oedp.de/fileadmin/user_upload/bundesverband/partei/Fibel_h%C3%B6GE_Stand_09.11.16.pdf Ganz im Sinne von Gandhi: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier".

Mathis Oberhof schrieb am 21.06.2020, 10:19 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Ich finde kein Demokrat sollte Schadenfreude empfinden, wenn die LINKE sich spaltet. Wenn es aber an der Haltung zum "Bedingungslosen Grundeinkommen" geschähe, hätte es zumindest zur Klarstellung beigetragen. In diesem Thema spiegeln sich mMn (meine Meinung nach) die Haltung zu Partizipation, Individualität, Digitalisierung, Humanität, Feminismus und dieser schädlichen "Stellvertreter-Politik" , die immer wieder und immer noch behauptet: "Wählt mich, und alles wird anders"- deshalb ist es auch ein Lankmus- Test zur Hybris (auch manch linker) Parteipolitiker. Chapeau, mutige Katja Kipping!

Carl-Wolfgang Seip schrieb am 17.06.2020, 14:54 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen die imperiale Lebensweise überwinden?

Das sieht für mich wie ein Vorurteil aus und ist schlichtweg eine nicht beweisbare Behauptung! Es werden ganz im Gegenteil, zumindest bei Gradido Kriege, Hungersnöte, Lobbyismus, Megakonzerne und Megareichtum systembedingt verschwinden, dafür aber der grösste Umwelttopf der Geschichte initiiert! Glaubst du nicht? dann schau mal hier: https://gradido.net/de/ oder noch besser hier: https://docs.google.com/document/d/1jZp-DiiMPI9ZPNXmjsvOQ1BtnfDFfx8BX7CDmA8KKjY/edit#

Arthur Heidt schrieb am 12.06.2020, 15:51 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen die imperiale Lebensweise überwinden?

nein, das bedingungslose grundeinkommen schafft nur ein bestehendes imperium ab erzeugt massives chaos und ersetzt es duch ein anderes