2.378 Kommentare

Eduard Lukschandl schrieb am 26.05.2020, 11:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Eine Vision Das Fundament der Post-Corona-Gesellschaft: Freiheitsgeld - Eine digitale Parallelwährung der Europäischen Zentralbank Sie ersetzt die Negativzins-Politik der EZB. Sie finanziert das bedingungslose Grundeinkommen ohne den Staat zu bemühen. Herkömmliche Währungen erfüllen drei Funktionen zugleich: Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Recheneinheit. Dabei sind die ersten beiden einander gegenüber kontraproduktiv, weil der Akt des Sparens die Funktion als Tauschmittel beeinträchtigt. Die logische Schlußfolgerung: Man benötigt für die beiden Funktionen unterschiedliche Mittel. Parallel zu jedem Giro-Konto aller Bürger und Unternehmen der Euro-Zone soll bei der EZB ein Konsum-Konto erschaffen werden, auf welchem C(Konsum)-Euro verwaltet werden. Monatlich werden auf die der Bürger automatisch 1200.- C-Euro gutgeschrieben - das BGE (Freiheitsgeld). Und um das Sparen zu vermeiden, verlieren alle C-Konten täglich automatisch 4 Promille an Wert. Auf diese Weise würde die Geldmenge nur während der Einführungszeit zunehmen und nach etwa vier Jahren konstant bleiben. C-Euro werden als gesetzliches Zahlungsmittel deklariert. Nachdem die Staaten nicht am Kreislauf des C-Euro teilnehmen, bleiben alle Sozialleistungen davon unbeeinflusst. Das Bestechende an dem Fundament: Es ist agnostisch gegenüber der politischen Links-Rechts-Skala sowie gegenüber aller ökonomischen Theorien wie Neoliberalismus ode Keynesianismus - so wie auch der Regen und der Kreislauf des Wassers sind. Darauf läßt sich aufbauen.

Petra Keup schrieb am 25.05.2020, 16:53 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Hier mein offener Brief, den ich bereits im März verschickt habe. [Auszüge, Red.] [...] Betreff: Eine wirkliche Hilfe zur Krisenbewältigung in Deutschland Sehr geehrte Regierungsmitglieder Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete Sehr geehrte Parteivorsitzende Sehr geehrte Redaktionsteams Ja, es ist so weit, wir kommen nicht mehr drum herum, denn Corona (die Krone) will uns allen und somit auch Ihnen deutlich vor Augen führen: Damit wir als Gesellschaft in Zukunft weiterhin gut aufgestellt sein können, brauchen wir ein BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN - JETZT! [...] Ja, seit Corona wird alles Mögliche an Geldzuwendungen versprochen, doch die Frage ist, ob das Geld auch bei denen ankommt, die es sofort und dringend brauchen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre in diesem Fall so viel sinnvoller, denn Sozialbastelstubenzuwendungen haben ausgedient. Mit einem BGE könnten alle die Zwangsauszeit, die das Virus uns nun verschafft, viel sorgenfreier nutzen. Statt in Existenzängsten gefangen zu sein, könnten mit dem BGE viele neue Impulse für die zukünftige Arbeit und auch zur Lösung, der durch die Viruskrise entstandenen Probleme, auf den Weg gebracht werden. [...] Einen weiteren Vorteil hat das BGE: Wir werden keine Obdachlosen mehr haben, denn alle Räume, die jetzt für den Verwaltungsterror in den Jobcentern benötigt werden, können als Wohnraum für Obdachlose umgestaltet und zu wirklich bezahlbarerem Wohnraum werden. Unser doch sehr problematisches gesellschaftliches Miteinander, wird mit dem BGE endlich zu einem echten sozialen Miteinander kommen. Selbst die immer wieder geschürte Angst vor Flüchtlingen, die zu einem skandalösen Rechtsruck samt AFD geführt hat, würde sich beruhigen. Denn Menschen mit einem BGE stehen sicherer im Leben, und werden sich somit auch nicht mehr so leicht von sog. Flüchtlingswellen aus der Ruhe bringen und von Rechtsradikalen mobilisieren lassen. [...] Das starke Misstrauen in die Regierung und die Bundestagsabgeordneten wird sich mit einem BGE sicher zum Positiven wandeln, denn damit zeigt die Politik, dass sie endlich jeden einzelnen Menschen wirklich wertschätzt und respektiert und es nicht immer nur um Lobbyisten und die Gewinnmaximierung von Großunternehmen geht. Außerdem fällt dann die Diffamierung von Menschen als Hilfebedürftige und / oder Sozialschmarotzer weg. Menschen können sich wieder auf Augenhöhe begegnen. [...]

Frank Westermann schrieb am 25.05.2020, 12:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Was heißt hier: "ohne Gegenleistung"? Ich meine, jeder Mensch leistet doch etwas: Menschen arbeiten, kümmern sich um Eltern und Kinder (Sorgearbeit), erledigen den Haushalt, engagieren sich kulturell, sozial, politisch, scheiben Bücher, machen Musik, malen Bilder, sind ehrenamtlich tätig etc. etc. Menschen können nicht nichts tun - jedenfalls nicht auf Dauer (Ausnahmen bestätigen die Regel, diese gibt es aber heute auch schon). Also her mit dem Grundeinkommen für alle!

Jörg Reiners schrieb am 25.05.2020, 11:35 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Eine Gegenleistung wird seitens der Menschen längst erbracht. Menschen werden in eine Gesellschaft hineingeboren, die ihnen bestimmte Verhaltensweisen abverlangt, sie also einer Verhaltenspflicht aussetzt. Ein dieser Pflicht gegenüberstehendes Recht gibt es jedoch (noch) nicht. Immer mehr Menschen möchten keine Untertanen mehr bleiben, sondern schlicht Mensch sein. Der Sozialwissenschaftler Michael Hirsch bezeichnet diesen Gang als ein Wechselvon der Subsistenz hin zur Existenz. Gelegentlich liest man vom Grundeinkommen als einer "Demokratiepauschale", also einer Leistung, mit der es einem Menschen überhaupt erst ermöglicht wird, sich in einer demokratisch verfassten Gemeinschaft in Würde verhalten zu können. Insofern ist ein Grundeinkommen eine endlich von der Gesellschaft zu erbringenden Rechtsleistung, der schon seit Generationen eine Pflicht entgegensteht.

Gerlinde Wax schrieb am 25.05.2020, 01:12 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Der Mensch ist beiuns weniger wert als eine Maschine. Ansonsten wäre die Diskussion um ein BGE obsolet.

Gerhard Seedorff schrieb am 24.05.2020, 20:09 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Der Volkswirt weiß, dass jeder Bürger eines Landes, ob groß oder klein, dick oder dünn, faul oder fleißig, dumm oder klug, um weiter leben zu können, das Bruttosozialprodukt des Landes in dem er lebt, erhöht und wenn es heute genau darum geht (lt. Mainstream der Meinungen) ist es sinnvoll den Bürgern ein möglichst hohes Grundeinkommen zur Verfügung zu stellen, allerdings nur, wenn der Empfänger auch alles ausgibt. Dem Ökonomen, der das Optimum erreichen will stellt sich darum die Aufgabe jedem Bürger genau das Grundeinkommen zur Verfügung zu stellen, welches er auch ausgeben wird, damit die volle Kapazität seines Landes voll ausgeschöpft werden kann. Dafür muss die Regierung des Landes die Ausgabefreudigkeit seiner Bürger untersuchen, diese in Kohorten unterteilen, um entsprechende Grundeinkommens-Gesetze erlassen zu können. Die dafür erforderlichen Kriterien sind in den staatlichen Statistiken in Deutschland meist schon vorhanden: Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildungsstand und Wohnort dürften sich dafür als wichtig erweisen und sollten jährlich neu erfasst werden, um die ideale Höhe des Grundeinkommens für jeden Bürger genau anpassen zu können. Bereits1968 hat sich der US-Finanzminister Milton Friedmann an diese Aufgabe herangewagt und dem Parlament einen Gesetzesentwurf für eine negative Einkommensteuer vorgelegt, woraufhin sein Präsident Nixon aus dubiosen Gründen aus dem Amt gejagt wurde, nachdem der Vorgänger John F. Kennedy und sein Bruder Robert, die sich mit ähnlichen Plänen beschäftigt haben, genau wie der Initiator dieser Ideen Martin-Luther-King erschossen worden waren. Allein die Ankündigung der Einführung des Grundeinkommens wird in Deutschland die erforderliche Zuversicht erzeugen, um die Wirtschaft aus der Depression zu holen und die CDU braucht sich dann vermutlich um die nächsten Wahlen keine Sorgen mehr zu machen.

- - -

Anm. d. Red.:

  • Milton Friedman war nie US-Finanzminister.
  • Nixons Gesetzentwurf zur Negativen Einkommensteuer (NIS) wurde 1971 vom US-Kongress abgelehnt.
  • Nixon wurde nicht "aus dubiosen Gründen aus dem Amt gejagt", sondern trat 1974 zurück, weil der US-Kongress beschlossen hatte, ein Amtsenthebungsverfahren wegen Amtsmissbrauchs gegen ihn zu eröffnen (s. "Watergate").
  • Weder die Kennedy-Brüder noch M. L. King wurden wegen ihres Eintretens für eine NIS oder Ähnliches ermordet:
  • Von JFK ist lediglich bekannt, dass er eine Studie dazu hat machen lassen, nicht ob er für eine NIS oder ein BGE war.
  • Sein Bruder Bob hat sich sogar ausdrücklich gegen die damals vorgeschlagenen NIS-Ideen ausgesprochen.
  • Und M. L. King wurde von einem weißen Rassisten ermordet, nicht weil er für ein NIS war, sondern weil er schwarz war.

Edgar Sonnenberg schrieb am 24.05.2020, 18:56 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Frei von finanziellen Sorgen, bedürfnisorientiert leben. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein Anfang.

Susanne Schwanzer schrieb am 23.05.2020, 16:41 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Würde man die Maschinen besteuern, wäre das machbar. So hätte es von Anfang an sein müssen.

Lothar Probost schrieb am 22.05.2020, 17:49 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Ein bedingungsloses grundeinkommen ist unbedingt abzulehnen- warum soll es sowas geben OHNE echte Gegenleistung ! Darüber kann man nicht diskutieren !

Christian Driessen schrieb am 19.05.2020, 11:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Ein BGE würde vielen Menschen erlauben einen Beruf auszuüben, der sie ausfüllt, glücklich und zufrieden macht. Es sollte jedoch ebenfalls gestellt sicher sein, dass elementare Berufe, die vielleicht nicht zu den beliebtesten gehören, weiterhin ausgeübt werden. Menschen, die nur für die Miete;Lebensmittel sowie die Versorgung der Kinder arbeiten gehen, könnte mit ein paar Euro extra wieder am kulturellem Leben teilhaben.

Christof Bieker schrieb am 11.05.2020, 13:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen und Behinderung

Regel ist angeblich die Gleichheit auch bei Behinderung,diese wird nur scheinbar gehalten,im "Hinterkopf" der Menschen sieht vieles anders aus! Christof Bieker Neuss

Schuchert Wolfgang schrieb am 09.05.2020, 11:43 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Wir müssen umdenken hatte Merkel in ihrer Neujahrsrede gesagt, und so wie heute kann es nicht mehr weiter gehen. Selbst Entwickklungsminister Müller verurteilt den Turbokapitalismus, der uns mit seiner Gier nach immer mehr, immer schneller und immer reicher, zum erliegen bringen wird, wenn kein handeln der Politik im Interesse der Bürger zu mehr Solidarität untereinander erfolgt. Der Kapitalismus ist asozial, Ökologie feindlich, und auf Risiko und einer Wachstumsideologie aufgebaut, wo die Sicherheit der Bürger fehlt. So lange aber Gewinnmaximierung oberstes Gebot ist, wird der gesamte Kontext, wie die Würde des Menschen als auch der Umwelt ignoriert und missachtet. Da der Kapitalismus aber ncht reformfähig ist, stehen uns nur zwei Möglichkeiten einer Änderung zur Verfügung . Entweder wir töten ihn, der Sozialismus (geregelte Marktsteuerung) steht vor der Tür, oder wir geben den Bürgern mehr Sicherheit durch ein Grundeinkommen. Die Ressourcen der Erde sind begrenzt, und wir können nicht ständig auf den Erhalt von Wachstum und Vollzeitbeschäftigung setzen, denn Wachstum ist nicht die Lösung sondern das Problem und mit dieser Digitalisierung und Technokratisierung von heute werden viele sozial gesicherte Arbeitsplätze verschwinden. Wir brauchen mehr Gemeinwohl, wo der Wohlstandsindex dem DAX und der Steigerung des BIP vorzuziehen ist. Denn wir wollen kein Luxus, sondern nur ein freidliches Zusammenleben.

Ines Eck schrieb am 09.05.2020, 08:44 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Gewerkschaft ver.di debattiert um das bedingungslose Grundeinkommen

2020: Regierung verweigerte Bürgern in der Coronakrise Bürgergeld als unbürokratische Grundabsicherung, Verrechnung im Finanzamt, sie spricht sich selbst Höhe Geldbezüge zu, verweigert Bürgern Bürgergeld für Bürgerarbeit in Höhe des Pfändungsfreibetrages. 300 000 Bürger wurden von Jobcentern mit Sanktionsdrohungen (Verweigerung des Existenzminimums!) in Behindertenwerkstätten gezwungen, ohne Rechtsanspruch auf Arbeitslohn, sie müssen z.T. im Akkord arbeiten, dürfen an Fremdfirmen verliehen werden - ohne Chance Sozialhilfesituationen durch Arbeitsleistungen entkommen zu können. Gewerkschaftsfunktionäre schweigen - ?!

Frank Noeres schrieb am 03.05.2020, 20:47 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

So positiv ich einem bedingungslosen Grundeinkommen gegenüber eingestellt bin, so zaghaft, verhuscht und egoistisch scheinen mir manche Akteure. Zu häufig erklären diese, warum gerade SIE das Grundeinkommen erhalten müssten. In meinen Augen ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Regelung, die darauf basiert, dass jedem Menschen ein Grundeinkommen als Basis für ein würdevolles Dasein zugestanden werden soll eben weil sie/er ein Mensch ist. Zumindest, falls der Hinweis unseres Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" irgendeinen Sinn ergibt. Hierbei geht es um ALLE! Jung, alt, reich, arm, fleissig, faul, gross, klein, schwarz, weiss - ALLE! Und das nicht als Pillepalleversuchstralala mit lächerlichen Summen, sondern als im Grundgesetz verankertes Recht für jeden Menschen. Ja, auch für jene, die man nicht mag und denen man ein Grundeinkommen eigentlich nicht zugestehen möchte. Das vorgeschobene Lügengenörgel hinsichtlich der Finanzierbarkeit ist spielend leicht und ohne jemandem einen Schaden zuzufügen im Märchenreich verortet. Bereits 1 Prozent Finanztransaktionssteuer genügen, um jedem Menschen in Deutschland ein Grundeinkommen in Höhe von 1.500,- Euro auszahlen zu können. Dieses Prozent wird von den virtuellen Billionen, die im Sekundentakt von Unternehmen einzig zum Zweck, sich selbst zu vermehren, hin- und hergebucht werden, genommen. Das wird definitiv den Lebensstandard deren Eigentümer nicht verschlechtern, jedoch den vieler Menschen deutlich verbessern. Und nebenbei würde das Geld dorthin zurückgeführt, wo es eigentlich gedacht ist: als allgemeines Tauschmittel um Waren und Dienstleistungen zu erwerben. Nebenbei hätte die Lösung entspannende Wirkung auf den Arbeitsmarkt. Da jegliches Erwerbseinkommen "on top" verdient wird, werden viele hinsichtlich ihrer Gehaltsvorstellungen bescheidener sein (was Arbeitgebern nicht grundsätzlich unangenehm sein dürfte), allerdings auch nicht mehr dazu bereit sein, bei einer ungeliebten Tätigkeit 50 Wochenstunden abzuleisten, weil sie die Angst vor Arbeitsplatzverlust dazu treibt. Das tun dann zwei Personen jeweils 25 Stunden in der Woche. Hier sehe ich den eigentlichen Grund des mutmasslichen Scheiterns. Sachlich gibt es für die Durchführung kein ungelöstes Problem, ich sehe das Problem eher in der menschlichen Psyche. Millionen Menschen in ständiger Existenzangst zu halten wäre so nicht mehr möglich. Es wäre eine Premiere in der Evolution der Menschheit, wenn Herrschende darauf verzichteten, Beherrschten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Leid zuzufügen. Ein sicheres Ergebnis eines bedingungslosen Grundeinkommens wäre eine Abnahme von Suiziden - welcher Entscheider könnte so etwas wollen? Wo man doch vor nicht allzu langer Zeit mittels Hartz 4 die Suizidquote von Kindern unter 14 Jahren innerhalb eines Jahres drastisch nach oben getrieben und die Ergebnisse dieser Reformen als "grossen Erfolg" gefeiert hat.

Gerhard Seedorff schrieb am 03.05.2020, 17:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

OFFERNER BRIEF AN UNSEREN NETZWERKRAT Ich bin sicher, dass sie wohl wissend mit diesem Brief an unsere Bundeskazlerin die SYSTEM FRAGE stellen. Wir können uns auf Goethe, Schiller und unser Grundgesetz berufen, sowie auf die Erhardsche soziale Marktwirtschaft ohne eine unsoziale Finanzwirtschaft, die amputiert werden muss. Wenn wir die vielen unglücklichen Menschen sehen, die in einem Gesetzeswirrwarr leben müssen, den sie nicht verstehen und darum nicht eimal zur Wahl gehen, um sich einen vertrauenswürdigen Repräsentanten auszuwählen, der ein besseres Gesellschaftssystem einführen will, in dem es sich zu leben lohnt, statt sich von Medien und Politik für dumm verkaufen und über den Tisch ziehen zu lassen? Eröffnet diese Krise nicht die Möglichkeit für unsere geistige Elite grundsätzliche gesetzliche Veränderungen vorzuschlagen oder hat Deutschland keine Dichter und Denker mehr? Was spricht gegen die Einführung einer negativen Einkommensteuer mit einer Festlegung der Höhe nach dem Alter der Bürger und dem jährlich erwirtschafteten Bruttosozialprodukt. Wir können davon ausgehen, dass allein die Aussicht auf eine paradiesähnliche Zukunft die Nachfrage erhöhen würde, während eine finanzielle Besserstellung von AGs und GmbHs verpuffen würde, weil diese erst tätig werden, wenn sie Nachfrage und Gewinne erkennen. Schon 1968 hat Milton Friedmann eine Blaupause für eine negative Einkommensteur dem amerikanischen Parlament vorgelegt. Vielleicht hat man darum seinen Präsidenten Nixon vorzeitig aus dem Amt gejagt, nachdem die Kennedy-Brüder und ihr Vordenker Martin-Luther-King, die bekanntlich ähnliche Ideen verfolgten, erschossen wurden. Man könnte daraus schließen, dass wir eine lebensgefährliche Gesellschaftsordnung fordern? Ich freue mich auf die erforderlichen Korrekturen des Netzwerkrats!

Rosemarie Gößwein schrieb am 01.05.2020, 23:25 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Ich könnte mir jedesmal die Haare raufen, wenn ich Menschen erlebe, die um ihre Existenz zu kämpfen haben, die auf unseren den Straßen sitzen und gezwungen sind zu betteln, die kein Dach über dem Kopf haben, keine Arbeit keine Grundversorgung fürs Alter u.s.w. Ja, ich bin auf jeden Fall für das Grundeinkommen. Das würde diese Menschen in die Lage versetzen in eine frei gewählte Beschäftigung einzutreten, gleich welcher Art. Letztendlich möchte jeder Mensch ein nützliches Glied in unserer Gesellschaft sein. Auch Freude haben, und anerkannt werden für das was er tut. Ich fürchte, daß wir dank Corona noch viel mehr von diesen. von uns an den Rand geschobenen Menschen haben werden, und wer weiß, vielleicht sind wir demnächst auch selbst dabei!! In letzterem Falle wäre ich froh, wenn wenigsten die Grundbedürfnisse abgedeckt wären, und mir erspart bliebe auf einer Behörde betteln zu gehen.

Arijan van Huet schrieb am 01.05.2020, 23:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

Weitestgehend sind es sogar nicht nur "mindestens fünf Petitionen" im direkten Bezug auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen sondern viel mehr Zählt man die ganzen anderen Petitionen mit, welche von den Egoisten, Uneinsichtigen, Dick und Sturköpfigen Leuten aus diesem Land gestartet wurden Jede Branche, jeder Bereich verlangt, fordert und startet eigene Petitionen nur für das eigene Wohl, wo Entschädigungen, Zuschüsse oder Unterstützung gefordert wird Daran erkennt man die Leute und die Gesellschaft, welche großteils in Deutschland ist Jeder für sich und keiner für den/die anderen aber wenn es so sein soll, soll es so sein Viel Glück und Erfolg bei dem Vorhaben und Antrag auf ein BGE Aber dieser Staat und die Bundesregierung werden es so weit und lange hinauszögern wie es nur geht, in dieser Zeit haben diese ja mehr als genug Menschen und Unternehmen kaputt gespielt sowie noch mehr Einnahmen generiert Desweiteren, wieso wird über die/eine Finanzierung überhaupt diskutiert/debattiert Dieser Staat/dieses Land kann sich dies locker leisten, nur fehlt vielen der Politiker und auch vielen aus der Bevölkerung diesbezüglich das Menschliche und das Gönnerhafte Aber auch dieses "wenn es so sein soll, soll es so sein" Meine persönliche Einstellung zu diesem Thema (Petitionen wurden auch von mir Mitgezeichnet/Unterschrieben) Ein BGE welches nach dem Alter gestaffelt wird 0 bis 6/7 Jahre - 250€ bis 350€ 6/7 bis 16/18 Jahre - 250€/350€ bis zu 1000€ 18/21 Jahre (Volljährig) 1500€ Vielleicht oder auch je nach Bundesland eine andere Staffelung (Wohnungsmarkt beachten) Ein BGE ist in meinen Augen eine Pflicht dieses Staats Wie vielen hat einem das System des Hartz4 das, Haus, die Ersparnisse oder ähnliches gekostet? Bei der Umstellung von Deutsche Mark auf Euro hat dieser Staat und dessen Politik schon mehr als genug gewinne erzielt und die komplette Bevölkerung hinterrücks abgezockt [...]

Eduard Lukschandl schrieb am 01.05.2020, 18:05 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Finanzierungsmodell zum BGE von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Ich stimme Professor Rost zu 100% zu. Es bedarf einer Parallelwährung - zum Beispiel Konsum-Euro oder C-Euro genannt) - , welches als Schwundgeld konzipiert ist. Sie wird von der EZB herausgegeben und auf eigens geschaffene Konten aller Eurozonenbürger sowie der Unternehmen gehalten. Das heißt, dass für jedes Girokonto ein paralleles C-Euro-Konto eingerichtet wird. Wichtig: Die Staaten erhalten keine C-Euro-Konten. Der C-Euro wird als gesetzliches Zahlungsmittel deklariert. Das darauf basierende Geld könnte man der Einfachheit halber Konsumgeld nennen. Einmal monatlich erhöht sich das Guthaben der Konsumkonten der Bürger (nicht der Unternehmer) um das BGE - zum Beispiel 1200.- C-Euro. Einmal täglich wird das Guthaben aller Konsumkonten um 0.4 Prozent reduziert. Dadurch steigt die Geldmenge nur während der ersten vier Jahre nach der Einführung und verbleibt danach konstant. Mit nur wenigen Parametern könnte die EZB mehr erreichen als mit dem missglückten Quantitative Easing Mein Buch https://www.springer.com/in/book/9783658294670 behandelt das Gesamtthema BGE, auf meiner Website gehe ich auf die Finanzierung bis ins Detail ein. Dieses Finanzierungsodell vermeidet komplizierte Steuerberechnungen und undurchsichtige Ausnahmebedingungen und läßt außerdem staatliche Sozialleistungen unbeeinflußt. Deshalb ist es auch relativ leicht zunächst auf alle Staaten Europas und danach vielleicht sogar auf die ganze Welt auszuweiten. PS: Die Website ist ganz neu und die Kommentarfunktion ist noch nicht implementiert

Armin Brost schrieb am 01.05.2020, 10:06 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Finanzierungsmodell zum BGE von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Das Berechnungsmodell ist differenziert. Ob es im Detail umsetzungsfähig ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Insbesondere die Schnittstellen zu den bestehenden Sozialsystemen, die nach diesem Modell erhalten bleiben sollen, halte ich für problematisch. Mein Eindruck ist, dass mit steigender Komplexität das Einfallstor bürokratischer Entmündigung, so wie wir sie heute aus systemimmanenten Gründen im Sinne struktureller Gewalt tagtäglich ertragen, nicht beseitig wird. Die Würde des Menschen, sein Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, dies zu garantieren, ist aber eines der wesentlichen Argumente, die das bedingungslose Grundeinkommen notwendig machen. Das Konzept der negativen Einkommenssteuer, wie es Milton Friedmann bereits vor rd. 60 Jahren entwickelt hat, gekoppelt mit einer Transaktionssteuer, die diesen Namen auch verdient, einer Quellensteuer, einer Besteuerung der Wertschöpfung durch Roboter und einem einheitlichen Steuersatz für jeden Euro, der über den vom Staat an jeden auszuzahlenden Freibetrag hinausgeht, schafft a.m.S. eine unkompliziertere Finanzierungsbasis für das bedingungslose Grundeinkommen. Noch eine Anmerkung zum Schluss: Die soziale Frage muss in heutiger Zeit a.m.S. unbedingt mit der ökologoischen zusammengedacht und gelöst werden. Beide sind miteinander verbunden wie siamesische Zwillinge. Was wir, bedingt durch die Art und Weise unseres am Profit orientierten Wirtschaftens, an gesellschaftlicher und ökologischer Zerstörungskraft losgetreten haben, führt uns im globalen Maßstab und mittlerweile für jeden nachvollziehbar die weltweite Krise unserer Tage drastisch vor Augen. Soll das bedingungslose Grundeinkommen einen Erfolg haben, muss a.m.S. dieser Zusammenhang unbedingt berücksichtigt werden und auf der Agenda aller Initiatorinnen/Initiatoren stehen.

Wolfgang Klotz schrieb am 01.05.2020, 09:22 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Angst vor der Realität Alle Kommentare beleuchten wichtige Details, die mit bGE erreichbar erscheinen. - solidarische Gesellschaft - global gleichwertige Lebensverhältnisse - Entschleunigung des Lebens - Umwelt im Mittelpunkt - Entfaltung der Persönlichkeit .... Und Ja - es ist, wie in Ina Rintelmanns Kommentar richtig benannt, ein Paradigmenwechsel. Richtig - Anmerkung der Redaktion - sie ist nicht über den eigenen Schatten gesprungen. Leider! Über den eigenen Schatten springen - ich wiederhole mich, lieber Ronald Blaschke, wäre, endlich das bGE als Verteilungsproblem statt Finanzierungsproblem zu betrachten. Genau das klärt verschiedenes.

Ina Rintelmann schrieb am 27.04.2020, 10:37 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Grundeinkommen kommt. In kleinen und großen Schritten. Zur Zeit wird deutlich was wirklich wichtig ist und dass jeder Mensch eine Lebensgrundlage braucht. Wenn wir wirklich solidarisch sein wollen gewähren wir uns gegenseitig ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dann kann eine Stelle die Gelder zur Auszahlung anweisen und die Bürokraten in den Ämtern sind gefragt wirkliche Hilfen am Menschen anzubieten. Für mich persönlich wäre das BGE die Plattform zur Motivation für andere tätig zu sein mit einem Beitrag zur Gemeinschaft den ich für richtig halte ( nachhaltig und zukunftsorientiert) und nicht weil es eine wirtschaftliche Notwendigkeit für das existenzminimum ist. Jetzt macht sinnvolle Tätigkeit erst richtig Freude. Danke schön für die offenen Briefe und alle die sowohl das BGE denken können als auch es unermüdlich weiter am Leben halten. Ich bin sicher wir erreichen diesen Paradigmen Wechsel. Freiheit Gesundheit Grundeinkommen

Rochus Grün schrieb am 26.04.2020, 21:28 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

dem neoliberalen Kapitalismus muß endlich was entgegengesetzt werden.!

Charlotte Ullmann schrieb am 23.04.2020, 16:04 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Spätestens jetzt, zur Coronazeit, wird mehr als deutlich, dass unsere Art zu wirtschaften den Garaus bedeutet für die Menschen, die Natur, den gesamten Erdball. Rücksichtslose Abholzung der Wälder zum Beispiel bringt die Natur aus dem Gleichgewicht, fördert die Entstehung aggressiver Virenarten, oft tödlich für die Lebewesen, einschließlich dem Menschen. Ebenfalls die Wirtschaft gerät aus den Fugen. und spürt den eisigen und giftigen Wind aus den abgeholzten Wäldern ihr entgegenschlagen . Da wird die Kernaussage der Dialektik der Aufklärung (Horkheimer/Adorno) bestätigt, dass die Natur sich gegen den Menschen wendet, wenn er sich als Herrscher derselben aufwirft, mit einem Wirtschaftssystem, hier dem kapitalistischen, das Mensch und Natur auf lange Sicht bis auf den letzten Blutstropfen ausbeutet. Ein BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN wäre der erste Schritt zur Einkehr, wieder hin zum Menschen, hin zu seiner Natur, das seine Schaffungsfreude fördert auf einer Grundlage, die den Lebewesen qua ihrer Existenz in der Natur gegeben ist, im Umgang miteinander und im Gleichklang mit jener. Das Leben wäre nicht mehr vorrangig dem Profitwahn unterworfen, der Mensch käme wieder mehr zu sich selber, seinen Vorlieben und Begabungen, und die Ressourcen eines jeden könnten sich in der Interaktion und im Schaffen miteinander besser entfalten, sogar mithilfe des technologischen Fortschritts, der wiederum Rücksicht auf den Menschen und die Natur nehmen muss.

Gerhard Seedorff schrieb am 22.04.2020, 21:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Es freut mich, dass der Netzwerkrat über seinen Schatten gesprungen ist und einen „Offenen Brief“ geschrieben, der meiner Ansicht nach von der Bundeskanzlerin nicht ignoriert werden kann. [Anm. d. Red.: Es gibt keine Anzeichen dafür, dass wegen des Briefs jemand über einen Schatten springen musste.] Jetzt erwarte ich den Aufruf an alle Mitglieder sich auf dieser Basis einzubringen und auf einer extra dafür eingerichteten Plattform die nächsten Schritte vorzuschlagen, denn eine Pflanze ist noch kein Baum.