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Mathis Oberhof schrieb am 21.06.2020, 10:19 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Ich finde kein Demokrat sollte Schadenfreude empfinden, wenn die LINKE sich spaltet. Wenn es aber an der Haltung zum "Bedingungslosen Grundeinkommen" geschähe, hätte es zumindest zur Klarstellung beigetragen. In diesem Thema spiegeln sich mMn (meine Meinung nach) die Haltung zu Partizipation, Individualität, Digitalisierung, Humanität, Feminismus und dieser schädlichen "Stellvertreter-Politik" , die immer wieder und immer noch behauptet: "Wählt mich, und alles wird anders"- deshalb ist es auch ein Lankmus- Test zur Hybris (auch manch linker) Parteipolitiker. Chapeau, mutige Katja Kipping!

Carl-Wolfgang Seip schrieb am 17.06.2020, 14:54 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen die imperiale Lebensweise überwinden?

Das sieht für mich wie ein Vorurteil aus und ist schlichtweg eine nicht beweisbare Behauptung! Es werden ganz im Gegenteil, zumindest bei Gradido Kriege, Hungersnöte, Lobbyismus, Megakonzerne und Megareichtum systembedingt verschwinden, dafür aber der grösste Umwelttopf der Geschichte initiiert! Glaubst du nicht? dann schau mal hier: https://gradido.net/de/ oder noch besser hier: https://docs.google.com/document/d/1jZp-DiiMPI9ZPNXmjsvOQ1BtnfDFfx8BX7CDmA8KKjY/edit#

Arthur Heidt schrieb am 12.06.2020, 15:51 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen die imperiale Lebensweise überwinden?

nein, das bedingungslose grundeinkommen schafft nur ein bestehendes imperium ab erzeugt massives chaos und ersetzt es duch ein anderes

Markus Hansen schrieb am 08.06.2020, 11:38 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zum Verhältnis von Grundeinkommen und Rente mit 67

Ich will das bedingslose Grundeinkommen. Ich möchte den Tag so nutzen, wie ich es will. Möchte mich nicht sorgen, ob jemand das, was ich so produziere, kauft oder nicht. Es ist ein Stück Freiheit. Die Freiheit eine echte Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung: So will ich Leben und Arbeiten. Das Grundeinkommen würde nicht das Arbeiten ersetzen, es würde die Arbeit begleiten. Die Arbeit ist dann nicht mehr der zwanghafte Dreh und Angelpunkt im Leben eines einzelnen. Ich könnte weniger arbeiten und dadurch wäre eine Teilzeitstelle frei, für jemanden, der so ähnlich tickt wie ich oder eben ganz anders. Das Grundeinkommen würde den Menschen befreien, es gibt allen die Freiheit, um Gute und für sie richtige Entscheidungen zu treffen. Wir könnten die Maslowsche Bedürfnisspyramide zu einem Quadrat machen. Physiologische,- Sicherheits-, Soziale-, Individuelle Bedürfnisse und die Selbstverwirklichung (die an der Spitze steht), nicht auf einander aufbauend sondern nebeneinander. Gleichberechtigt. Oben auf diesen Säulen ruht der Mensch, zufrieden, sichere und satt. Die etwas fragwürdige, gerade beendete Studie aus Finnland hat es gezeigt, allen Teilnehmern ging es mental besser. So viel steht fest: Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommt, fühlt sich weniger gestresst. Das ist eine der klarsten Erkenntnisse des finnischen Experiments zum Grundeinkommen, dessen Ergebnisse am Mittwoch endgültig vorgestellt wurden.(1) Leider ist Zufriedenheit wirtschaftlich nicht wichtig genug. Alle Beispiele aus dem Buch von Rutger Bregman „Utopien für Realisten“ zeigen, das ein bedingungsloses Grundeinkommen die Menschen positiv verändert. Zum Beispiel das Mincom-Projekt in Kanada. Aber eben auch, das es Gegner dieser Idee gibt, die falsche Aussagen treffen und die Ergebnisse in ihrem Sinne interpretieren. Eine sichere Aussage über das tatsächliche Verhalten der Menschen mit einem Grundeinkommen zu treffen ist bei dieser Art von Experiment schwer, da der Zeitraum begrenzt ist und das Einkommen nicht bedingungslos, sondern an die zeitliche Limitierung geknüpft. „Ein paar zufällig ausgeloste Menschen, die ein solches zeitlich begrenztes Grundeinkommen beziehen, sind weder repräsentativ, noch sagen deren individuelle Erfahrungen irgendetwas über den gesellschaftlichen Wandel aus, der sich mit einem echten Grundeinkommen einstellen würde. Denn erst wenn alle Menschen ein Leben lang bedingungslos abgesichert seien, könnte man überhaupt von einem bedingungslosen Grundeinkommen sprechen.“ (2) Vielleicht ist der Weg das Ziel, auf jeden Fall ist der Weg richtig. (1) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ergebnisse-des-grundeinkommen-experiment-in-finnland-16757054.html (2) Michael Bohmeyer, Claudia Cornelsen „Was würdest du tun?“ Seite 22

Heinz Günter Weiß schrieb am 04.06.2020, 12:33 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zum Verhältnis von Grundeinkommen und Rente mit 67

Ein Grundeinkommen, oder eine "Garantierente" bietet den in Frage kommenden Personen zumindest eine finanzielle Planungssicherheit. Der Personenkreis, der 45 oder mehr Jahre gearbeitet hat,( Fehlzeiten inclusive) wird sich jedoch die Frage stellen: "Ist es erstrebenswert so lange zu arbeiten, wenn danach eine Rente von z.B. 1350,85 € zu erwarten ist und das Grundeinkommen bei z.B. 1000,25 € festgelegt wird. Dann muss darüber nachgedacht werden, wie Anreize geschaffen werden können, das es sich lohnt, lange zu arbeiten für ein "auskömmlichen" Lebensabend. Für 350,65 € mehr im Monat sehe ich keinen echten Anreiz.

Jimmy Bulanik schrieb am 03.06.2020, 22:15 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Moin zusammen, jede Partei welche die breite Zustimmung der Gesellschaft haben will, braucht verbindliche Haltungen. Respektive des BGE sollte Die Linke den Mut aufbringen, um sich selbstbewusst für ein humanes BGE einsetzen das die menschliche Existenz in Menschenwürde garantiert. Durch diese Fragen des Charakter kommt Die Linke aus ihren 8% heraus in zweistelliger Zustimmung auf der Ebene des Bundes. Diesbezüglich hat Die Linke die Initiative in den eigenen Händen. Die Linke hat keinen Mangel. Sie braucht allein die Herstellung der Räson dazu. Glück Auf !

Wolfgang Gerecht schrieb am 02.06.2020, 07:04 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Netzwerk Grundeinkommen unterstützt Brief der Petent*innen an Bundestag

Es wird bei dieser öffentlichen Anhörung für alle Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens interessant werden, wie sich die Bundestags-Parteien-Vertreter im Petitions-Ausschuss zu den Forderungen der Petenten konkret verhalten werden. Wenn ich das recht verstanden habe, müsste danach eine "Diskussion" innerhalb des Bundestages zwischen den Fraktionen und der Regierung stattfinden. Ich bitte die Redaktion um Erläuterung bzw. Anmerkung, ob das richtig verstanden ist. [Anm. d. Red.: Der Petitionsausschuss beschließt eine Empfehlung an den Bundestag, über die dort abgestimmt wird. Ob und inwieweit im Bundestag und in den Fraktionen darüber diskutiert wird, ist nicht gesetzlich geregelt und dürfte den üblichen Gepflogenheiten entsprechen.]

Jörg Reiners schrieb am 01.06.2020, 18:13 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Das [ = Mitgliederentscheid vor der Bundestagswahl 2021 -- Red.] hätten wir uns auch gewünscht. Aber mit Vernunft und Geduld kommen wir eher ans Ziel als auf den letzten Metern übereilt ins Stolpern zu geraten. Aber warum dieser Zeithorizont? Zunächst leiden wir momentan und vermutlich noch eine ganze Weile unter den Unwägbarkeiten des COVID-19. Da sind Diskussionsrunden nicht durchführbar. Und längst nicht alle Parteimitglieder können bzw. wollen an Videodiskussionen teilnehmen. Ende Oktober / Anfang November steht der Bundesparteitag an. Bis zu diesem ist es schlicht unmöglich, einen Mitgliederentscheid vorliegen zu haben. Sollten wir heute beginnen,läge das Ergebnis erst Anfang / Mitte Dezember vor, da eine solche Urabstimmung sich über ein halbes Jahr erstreckt. Da das BGE somit absolut keine Chance hat, in das kommende Wahlprogramm zu gelangen, konzentrieren wir uns auf den übernächsten Bundesparteitag. Auch für uns von der BAG Grundeinkommen besser, da wir so die gewohnt exquisiten Vorlagen, z.B. für das dann anstehende Wahl- und erstrecht Parteiprogramm liefern können. Die einzige Möglichkeit, dass das BGE schon für die kommende Bundestagswahl im Programm stünde, wäre ein entsprechender Beschluss des Ende des Jahres anstehendes Parteitages. Und da ist es extrem unwahrscheinlich, dass die Delegierten sich für unser Anliegen entscheiden würden. Jörg Reiners (BAG Grundeinkommen DIE LINKE)

Olaf Winkler schrieb am 27.05.2020, 23:47 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Warum nicht vor der Bundestagswahl 2021 ! Das Grundeinkommen gehört in den Wahlkampf Ziel 2021 meine ich als Mitglied BO Berlin Schöneberg

Simon Rosenthal schrieb am 27.05.2020, 20:18 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
DIE LINKE: Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Richtig so! Das BGE berührt viele Aspekte des sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Miteinander. Im Kern ist es jedoch eine Frage des Menschenbildes. In einem Interview mit dem Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Ullrich erkläre ich meine Position dazu modellhaft anhand der Kunstwelt https://ideenfreiheit.wordpress.com/2020/05/06/kuenstlergespraech-mit-simon-rosenthal/

Eduard Lukschandl schrieb am 26.05.2020, 11:01 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Eine Vision Das Fundament der Post-Corona-Gesellschaft: Freiheitsgeld - Eine digitale Parallelwährung der Europäischen Zentralbank Sie ersetzt die Negativzins-Politik der EZB. Sie finanziert das bedingungslose Grundeinkommen ohne den Staat zu bemühen. Herkömmliche Währungen erfüllen drei Funktionen zugleich: Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Recheneinheit. Dabei sind die ersten beiden einander gegenüber kontraproduktiv, weil der Akt des Sparens die Funktion als Tauschmittel beeinträchtigt. Die logische Schlußfolgerung: Man benötigt für die beiden Funktionen unterschiedliche Mittel. Parallel zu jedem Giro-Konto aller Bürger und Unternehmen der Euro-Zone soll bei der EZB ein Konsum-Konto erschaffen werden, auf welchem C(Konsum)-Euro verwaltet werden. Monatlich werden auf die der Bürger automatisch 1200.- C-Euro gutgeschrieben - das BGE (Freiheitsgeld). Und um das Sparen zu vermeiden, verlieren alle C-Konten täglich automatisch 4 Promille an Wert. Auf diese Weise würde die Geldmenge nur während der Einführungszeit zunehmen und nach etwa vier Jahren konstant bleiben. C-Euro werden als gesetzliches Zahlungsmittel deklariert. Nachdem die Staaten nicht am Kreislauf des C-Euro teilnehmen, bleiben alle Sozialleistungen davon unbeeinflusst. Das Bestechende an dem Fundament: Es ist agnostisch gegenüber der politischen Links-Rechts-Skala sowie gegenüber aller ökonomischen Theorien wie Neoliberalismus ode Keynesianismus - so wie auch der Regen und der Kreislauf des Wassers sind. Darauf läßt sich aufbauen.

Petra Keup schrieb am 25.05.2020, 16:53 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Hier mein offener Brief, den ich bereits im März verschickt habe. [Auszüge, Red.] [...] Betreff: Eine wirkliche Hilfe zur Krisenbewältigung in Deutschland Sehr geehrte Regierungsmitglieder Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete Sehr geehrte Parteivorsitzende Sehr geehrte Redaktionsteams Ja, es ist so weit, wir kommen nicht mehr drum herum, denn Corona (die Krone) will uns allen und somit auch Ihnen deutlich vor Augen führen: Damit wir als Gesellschaft in Zukunft weiterhin gut aufgestellt sein können, brauchen wir ein BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN - JETZT! [...] Ja, seit Corona wird alles Mögliche an Geldzuwendungen versprochen, doch die Frage ist, ob das Geld auch bei denen ankommt, die es sofort und dringend brauchen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre in diesem Fall so viel sinnvoller, denn Sozialbastelstubenzuwendungen haben ausgedient. Mit einem BGE könnten alle die Zwangsauszeit, die das Virus uns nun verschafft, viel sorgenfreier nutzen. Statt in Existenzängsten gefangen zu sein, könnten mit dem BGE viele neue Impulse für die zukünftige Arbeit und auch zur Lösung, der durch die Viruskrise entstandenen Probleme, auf den Weg gebracht werden. [...] Einen weiteren Vorteil hat das BGE: Wir werden keine Obdachlosen mehr haben, denn alle Räume, die jetzt für den Verwaltungsterror in den Jobcentern benötigt werden, können als Wohnraum für Obdachlose umgestaltet und zu wirklich bezahlbarerem Wohnraum werden. Unser doch sehr problematisches gesellschaftliches Miteinander, wird mit dem BGE endlich zu einem echten sozialen Miteinander kommen. Selbst die immer wieder geschürte Angst vor Flüchtlingen, die zu einem skandalösen Rechtsruck samt AFD geführt hat, würde sich beruhigen. Denn Menschen mit einem BGE stehen sicherer im Leben, und werden sich somit auch nicht mehr so leicht von sog. Flüchtlingswellen aus der Ruhe bringen und von Rechtsradikalen mobilisieren lassen. [...] Das starke Misstrauen in die Regierung und die Bundestagsabgeordneten wird sich mit einem BGE sicher zum Positiven wandeln, denn damit zeigt die Politik, dass sie endlich jeden einzelnen Menschen wirklich wertschätzt und respektiert und es nicht immer nur um Lobbyisten und die Gewinnmaximierung von Großunternehmen geht. Außerdem fällt dann die Diffamierung von Menschen als Hilfebedürftige und / oder Sozialschmarotzer weg. Menschen können sich wieder auf Augenhöhe begegnen. [...]

Frank Westermann schrieb am 25.05.2020, 12:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Was heißt hier: "ohne Gegenleistung"? Ich meine, jeder Mensch leistet doch etwas: Menschen arbeiten, kümmern sich um Eltern und Kinder (Sorgearbeit), erledigen den Haushalt, engagieren sich kulturell, sozial, politisch, scheiben Bücher, machen Musik, malen Bilder, sind ehrenamtlich tätig etc. etc. Menschen können nicht nichts tun - jedenfalls nicht auf Dauer (Ausnahmen bestätigen die Regel, diese gibt es aber heute auch schon). Also her mit dem Grundeinkommen für alle!

Jörg Reiners schrieb am 25.05.2020, 11:35 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Eine Gegenleistung wird seitens der Menschen längst erbracht. Menschen werden in eine Gesellschaft hineingeboren, die ihnen bestimmte Verhaltensweisen abverlangt, sie also einer Verhaltenspflicht aussetzt. Ein dieser Pflicht gegenüberstehendes Recht gibt es jedoch (noch) nicht. Immer mehr Menschen möchten keine Untertanen mehr bleiben, sondern schlicht Mensch sein. Der Sozialwissenschaftler Michael Hirsch bezeichnet diesen Gang als ein Wechselvon der Subsistenz hin zur Existenz. Gelegentlich liest man vom Grundeinkommen als einer "Demokratiepauschale", also einer Leistung, mit der es einem Menschen überhaupt erst ermöglicht wird, sich in einer demokratisch verfassten Gemeinschaft in Würde verhalten zu können. Insofern ist ein Grundeinkommen eine endlich von der Gesellschaft zu erbringenden Rechtsleistung, der schon seit Generationen eine Pflicht entgegensteht.

Gerlinde Wax schrieb am 25.05.2020, 01:12 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Der Mensch ist beiuns weniger wert als eine Maschine. Ansonsten wäre die Diskussion um ein BGE obsolet.

Gerhard Seedorff schrieb am 24.05.2020, 20:09 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Der Volkswirt weiß, dass jeder Bürger eines Landes, ob groß oder klein, dick oder dünn, faul oder fleißig, dumm oder klug, um weiter leben zu können, das Bruttosozialprodukt des Landes in dem er lebt, erhöht und wenn es heute genau darum geht (lt. Mainstream der Meinungen) ist es sinnvoll den Bürgern ein möglichst hohes Grundeinkommen zur Verfügung zu stellen, allerdings nur, wenn der Empfänger auch alles ausgibt. Dem Ökonomen, der das Optimum erreichen will stellt sich darum die Aufgabe jedem Bürger genau das Grundeinkommen zur Verfügung zu stellen, welches er auch ausgeben wird, damit die volle Kapazität seines Landes voll ausgeschöpft werden kann. Dafür muss die Regierung des Landes die Ausgabefreudigkeit seiner Bürger untersuchen, diese in Kohorten unterteilen, um entsprechende Grundeinkommens-Gesetze erlassen zu können. Die dafür erforderlichen Kriterien sind in den staatlichen Statistiken in Deutschland meist schon vorhanden: Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildungsstand und Wohnort dürften sich dafür als wichtig erweisen und sollten jährlich neu erfasst werden, um die ideale Höhe des Grundeinkommens für jeden Bürger genau anpassen zu können. Bereits1968 hat sich der US-Finanzminister Milton Friedmann an diese Aufgabe herangewagt und dem Parlament einen Gesetzesentwurf für eine negative Einkommensteuer vorgelegt, woraufhin sein Präsident Nixon aus dubiosen Gründen aus dem Amt gejagt wurde, nachdem der Vorgänger John F. Kennedy und sein Bruder Robert, die sich mit ähnlichen Plänen beschäftigt haben, genau wie der Initiator dieser Ideen Martin-Luther-King erschossen worden waren. Allein die Ankündigung der Einführung des Grundeinkommens wird in Deutschland die erforderliche Zuversicht erzeugen, um die Wirtschaft aus der Depression zu holen und die CDU braucht sich dann vermutlich um die nächsten Wahlen keine Sorgen mehr zu machen.

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Anm. d. Red.:

  • Milton Friedman war nie US-Finanzminister.
  • Nixons Gesetzentwurf zur Negativen Einkommensteuer (NIS) wurde 1971 vom US-Kongress abgelehnt.
  • Nixon wurde nicht "aus dubiosen Gründen aus dem Amt gejagt", sondern trat 1974 zurück, weil der US-Kongress beschlossen hatte, ein Amtsenthebungsverfahren wegen Amtsmissbrauchs gegen ihn zu eröffnen (s. "Watergate").
  • Weder die Kennedy-Brüder noch M. L. King wurden wegen ihres Eintretens für eine NIS oder Ähnliches ermordet:
  • Von JFK ist lediglich bekannt, dass er eine Studie dazu hat machen lassen, nicht ob er für eine NIS oder ein BGE war.
  • Sein Bruder Bob hat sich sogar ausdrücklich gegen die damals vorgeschlagenen NIS-Ideen ausgesprochen.
  • Und M. L. King wurde von einem weißen Rassisten ermordet, nicht weil er für ein NIS war, sondern weil er schwarz war.

Edgar Sonnenberg schrieb am 24.05.2020, 18:56 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Frei von finanziellen Sorgen, bedürfnisorientiert leben. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein Anfang.

Susanne Schwanzer schrieb am 23.05.2020, 16:41 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Würde man die Maschinen besteuern, wäre das machbar. So hätte es von Anfang an sein müssen.

Lothar Probost schrieb am 22.05.2020, 17:49 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Ein bedingungsloses grundeinkommen ist unbedingt abzulehnen- warum soll es sowas geben OHNE echte Gegenleistung ! Darüber kann man nicht diskutieren !

Christian Driessen schrieb am 19.05.2020, 11:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Prominente rufen auf: Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung eines Grundeinkommens!

Ein BGE würde vielen Menschen erlauben einen Beruf auszuüben, der sie ausfüllt, glücklich und zufrieden macht. Es sollte jedoch ebenfalls gestellt sicher sein, dass elementare Berufe, die vielleicht nicht zu den beliebtesten gehören, weiterhin ausgeübt werden. Menschen, die nur für die Miete;Lebensmittel sowie die Versorgung der Kinder arbeiten gehen, könnte mit ein paar Euro extra wieder am kulturellem Leben teilhaben.

Christof Bieker schrieb am 11.05.2020, 13:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen und Behinderung

Regel ist angeblich die Gleichheit auch bei Behinderung,diese wird nur scheinbar gehalten,im "Hinterkopf" der Menschen sieht vieles anders aus! Christof Bieker Neuss

Schuchert Wolfgang schrieb am 09.05.2020, 11:43 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Offener Brief des Netzwerks an Angela Merkel

Wir müssen umdenken hatte Merkel in ihrer Neujahrsrede gesagt, und so wie heute kann es nicht mehr weiter gehen. Selbst Entwickklungsminister Müller verurteilt den Turbokapitalismus, der uns mit seiner Gier nach immer mehr, immer schneller und immer reicher, zum erliegen bringen wird, wenn kein handeln der Politik im Interesse der Bürger zu mehr Solidarität untereinander erfolgt. Der Kapitalismus ist asozial, Ökologie feindlich, und auf Risiko und einer Wachstumsideologie aufgebaut, wo die Sicherheit der Bürger fehlt. So lange aber Gewinnmaximierung oberstes Gebot ist, wird der gesamte Kontext, wie die Würde des Menschen als auch der Umwelt ignoriert und missachtet. Da der Kapitalismus aber ncht reformfähig ist, stehen uns nur zwei Möglichkeiten einer Änderung zur Verfügung . Entweder wir töten ihn, der Sozialismus (geregelte Marktsteuerung) steht vor der Tür, oder wir geben den Bürgern mehr Sicherheit durch ein Grundeinkommen. Die Ressourcen der Erde sind begrenzt, und wir können nicht ständig auf den Erhalt von Wachstum und Vollzeitbeschäftigung setzen, denn Wachstum ist nicht die Lösung sondern das Problem und mit dieser Digitalisierung und Technokratisierung von heute werden viele sozial gesicherte Arbeitsplätze verschwinden. Wir brauchen mehr Gemeinwohl, wo der Wohlstandsindex dem DAX und der Steigerung des BIP vorzuziehen ist. Denn wir wollen kein Luxus, sondern nur ein freidliches Zusammenleben.

Ines Eck schrieb am 09.05.2020, 08:44 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Gewerkschaft ver.di debattiert um das bedingungslose Grundeinkommen

2020: Regierung verweigerte Bürgern in der Coronakrise Bürgergeld als unbürokratische Grundabsicherung, Verrechnung im Finanzamt, sie spricht sich selbst Höhe Geldbezüge zu, verweigert Bürgern Bürgergeld für Bürgerarbeit in Höhe des Pfändungsfreibetrages. 300 000 Bürger wurden von Jobcentern mit Sanktionsdrohungen (Verweigerung des Existenzminimums!) in Behindertenwerkstätten gezwungen, ohne Rechtsanspruch auf Arbeitslohn, sie müssen z.T. im Akkord arbeiten, dürfen an Fremdfirmen verliehen werden - ohne Chance Sozialhilfesituationen durch Arbeitsleistungen entkommen zu können. Gewerkschaftsfunktionäre schweigen - ?!

Frank Noeres schrieb am 03.05.2020, 20:47 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

So positiv ich einem bedingungslosen Grundeinkommen gegenüber eingestellt bin, so zaghaft, verhuscht und egoistisch scheinen mir manche Akteure. Zu häufig erklären diese, warum gerade SIE das Grundeinkommen erhalten müssten. In meinen Augen ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Regelung, die darauf basiert, dass jedem Menschen ein Grundeinkommen als Basis für ein würdevolles Dasein zugestanden werden soll eben weil sie/er ein Mensch ist. Zumindest, falls der Hinweis unseres Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" irgendeinen Sinn ergibt. Hierbei geht es um ALLE! Jung, alt, reich, arm, fleissig, faul, gross, klein, schwarz, weiss - ALLE! Und das nicht als Pillepalleversuchstralala mit lächerlichen Summen, sondern als im Grundgesetz verankertes Recht für jeden Menschen. Ja, auch für jene, die man nicht mag und denen man ein Grundeinkommen eigentlich nicht zugestehen möchte. Das vorgeschobene Lügengenörgel hinsichtlich der Finanzierbarkeit ist spielend leicht und ohne jemandem einen Schaden zuzufügen im Märchenreich verortet. Bereits 1 Prozent Finanztransaktionssteuer genügen, um jedem Menschen in Deutschland ein Grundeinkommen in Höhe von 1.500,- Euro auszahlen zu können. Dieses Prozent wird von den virtuellen Billionen, die im Sekundentakt von Unternehmen einzig zum Zweck, sich selbst zu vermehren, hin- und hergebucht werden, genommen. Das wird definitiv den Lebensstandard deren Eigentümer nicht verschlechtern, jedoch den vieler Menschen deutlich verbessern. Und nebenbei würde das Geld dorthin zurückgeführt, wo es eigentlich gedacht ist: als allgemeines Tauschmittel um Waren und Dienstleistungen zu erwerben. Nebenbei hätte die Lösung entspannende Wirkung auf den Arbeitsmarkt. Da jegliches Erwerbseinkommen "on top" verdient wird, werden viele hinsichtlich ihrer Gehaltsvorstellungen bescheidener sein (was Arbeitgebern nicht grundsätzlich unangenehm sein dürfte), allerdings auch nicht mehr dazu bereit sein, bei einer ungeliebten Tätigkeit 50 Wochenstunden abzuleisten, weil sie die Angst vor Arbeitsplatzverlust dazu treibt. Das tun dann zwei Personen jeweils 25 Stunden in der Woche. Hier sehe ich den eigentlichen Grund des mutmasslichen Scheiterns. Sachlich gibt es für die Durchführung kein ungelöstes Problem, ich sehe das Problem eher in der menschlichen Psyche. Millionen Menschen in ständiger Existenzangst zu halten wäre so nicht mehr möglich. Es wäre eine Premiere in der Evolution der Menschheit, wenn Herrschende darauf verzichteten, Beherrschten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Leid zuzufügen. Ein sicheres Ergebnis eines bedingungslosen Grundeinkommens wäre eine Abnahme von Suiziden - welcher Entscheider könnte so etwas wollen? Wo man doch vor nicht allzu langer Zeit mittels Hartz 4 die Suizidquote von Kindern unter 14 Jahren innerhalb eines Jahres drastisch nach oben getrieben und die Ergebnisse dieser Reformen als "grossen Erfolg" gefeiert hat.