2.458 Kommentare

Hans von Sperling schrieb am 23.05.2021, 11:07 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Arbeit neu denken – #diexstundenwoche

Eigentlich geht es bei der bürgerlichen Idee der Lohnarbeit ja um Gerechtigkeit gegenüber der Gemeinschaft und sollte auch umgekehrt.

Man könnte zusammenkommen, indem man Arbeit als Tätigkeit bezeichnet, die man anderen zuliebe tut, nicht unmittelbar für sich selbst.

Dabei fällt aber die noch viel größere Ungerechtigkeit auf, dass nicht einmal jeder einen hat, für den er/sie arbeiten möchte.

Die Idee der Gemeinschaft wird in der Lohnarbeit in Geld ausgedrückt. Dies ist natürlich sehr verlogen im Lichte dessen, was Marx herausgestellt hat.

Es gilt immer noch dieselbe Kante um die geknickt wird: Menschen müßen planen, der Markt kann einfach an der Planung anderer parasitieren.

Jörg Reiners schrieb am 22.05.2021, 16:05 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Bundesparteitag der Linken beschließt Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

[Kommentar zu Ingo Boomer]

Sollte Ingo Boomer mit seiner Berechnung richtig liegen, würde ich mich umgehend zu ihm gesellen und mit auf Tour gehen. Vermutlich aber irrt er. Mag aber durchaus sein, dass er sich nach Einführung eines Grundeinkommen "linker Prägung" nicht mehr so gut stellt. Dann aber wäre es mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt aber auch gerechtfertigt. Und dass Linke eine linke Politik betreiben, darf nicht verwundern.

Herr Boomer darf den Verantwortlichen der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE gerne seine Rechnung zur Stellungnahme vorlegen. Denn so ist sein Kommentar nur eine unbelegte Behauptung!

Reinhard Muth schrieb am 14.05.2021, 17:57 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ökumenischer Kirchentag Mai 2021: Europa, Pandemie, Grundeinkommen

Da die Veranstaltung anlässlich des Ökomenischen Kirchentages stattfindet sollte auch die Fragen:

Wie positionieren sich die Kirchen zur Forderung nach einem Grundeinkommen?

Mit welcher Unterstützung der Kirchen kann beim ESSR gerechnet werden?

Ingo Boomer schrieb am 28.04.2021, 09:16 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Bundesparteitag der Linken beschließt Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Habe mich heute mal intensiv mit dem BGE der LINKEN beschäftigt.

Das Papier liest sich wie eine einzige Steuererhöhungsorgie. Ich bin selbst Geschäftsführer und Gesellschafter einer GmbH mit knapp 40 Mitarbeitern. Das BGE der LINKEN bedeutet für meine Firma locker eine Verdopplung der Unternehmenssteuern (Deutschland ist ja jetzt schon Steuer- und Abgabenweltmeister). Hinzu kommt eine Substanzbesteuerung von 2,5 % auch in Jahren, in denen die Firma vielleicht mal keinen Gewinn abwirft. Und für Gewinnausschüttungen bedeutet das am Ende faktisch eine Steuerbelastung von 85-90 % (Unternehmens- + Individualbesteuerung).

Wer es nicht glaubt, soll bitte das Papier selber lesen.

Glaubt irgend jemand ernsthaft, ich würde den Laden auch nur einen Tag länger betreiben, wenn sämtliche Gewinne mit 90% besteuert werden? Der ganze Ärger mit der Firma und das Verlustrisiko bleibt natürlich zu 100% bei mir. Nein, ich nehme mir dann meinen Wohnwagen und fahre bis zur Rente kreuz und quer durch Europa und beziehe BGE.

Joseph Meyer schrieb am 31.03.2021, 20:57 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Bundesparteitag der Linken beschließt Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Ich stimme Herrn Wypior voll und ganz zu!

Wer sich gegen den - unbedingt notwendigen "bedingungslosen" Charakter des individuellen Grundeinkommens ausspricht, der hat leider nicht viel von der Idee des BGE verstanden! Wie der Kommentar von Caro zeigt, wird von sehr vielen Kritikern nicht verstanden, dass jeder Mensch ein fundamentales RECHT auf die bedingungslose Existenzsicherung hat! Erst wenn es bedingungslos ist, wird das BGE all seine positiven Effekte für die gesamte Gesellschaft entfalten können.

Ich denke, dass gerade die Partei DL das aufarbeiten muss! Leider ist sogar die so kluge Sahra Wagenknecht diesbezüglich auf der falschen Fährte. Hier könnte, sollte (!), das Netzwerk-Bedingungsloses-Grundeinkommen eine segensreiche Hilfestellung geben!

Jörg Reiners schrieb am 30.03.2021, 13:28 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Auch 2021 gilt: „Grundeinkommen ist wählbar“. Macht mit!

[Zum Kommentar vom Wolfgang Gerecht]

[...]

Um in der Partei DIE LINKE einen Mitgliederentscheid durchgeführt zu bekommen, war es erforderlich, per Unterschriftensammlung ein bestimmtes Quorum zu erreichen. Die eingereichten Unterschriften mussten natürlich geprüft werden. Nach Bestätigung des Quorums hätte strenggenommen der Mitgliederentscheid beginnen können. Wissen sollte man aber, dass ein solcher Mitgliederentscheid auf ein halbes Jahr angelegt ist. Da etliche unserer Parteimitglieder unter den coronabedingten Einschränkungen "virtuell" nur schwer, mitunter sogar überhaupt nicht erreicht werden können, der Mitgliederentscheid zeitgleich mit kostspieligen Wahlkämpfen auf Landes- und Bundesebene hätte durcgeführt werden müssen, haben wir uns gemeinsam mit dem Parteivorstand dazu entschlossen, diese wichtige Weichenstellung nicht "halbherzig"und nebenbei anzugehen, sondern es allen Mitgliedern zu ermöglichen, sich eine fundierte Meinung für den anstehenden Entscheid zu bilden.

Ja, ok, die innerparteilichen GegnerInnen eines Grundeinkommens haben ihre Munition nun verschossen und eine "Anti-BGE-Broschüre" auf den Tisch gelegt. Na und? Abgerechnet wird am Ende des Tages. Die Zeit spielt den Freundinnen und Freunden eines Grundeinkommens mehr in die Hände als den Gegnerinnen und Gegnern. Auch auf unserer Seite wissen wir prominente Namen. Wichtiger ist es aber doch, wie sich das vermeintliche "einfache Parteimitglied" entscheiden wird! In unserer Broschüre werden wir aufzeigen, wie anschlussfähig unser Grundeinkommensansatz in der Gesellschaft ist.

Ach ja, gesetzt den Fall, wir hätten noch vor der Bundestagswahl im kommenden September den Mitgliederentscheid durchgeführt und womöglich für uns entschieden. Die wenigen Wochen zwischen der Vorlage des Ergebnisses und dem Wahltermin hätten nicht ausgereicht, ein Parteiprogramm auf die Grundeinkommensbasierung der Gesellschaft abzuändern. Das wäre sowieso erst zur übernächsten Bundestagswahl möglich gewesen. Warum also diesen wichtigen Paradigmenwechsel in der Partei über´s Knie brechen? Gut Ding braucht Weil!

Andreas Müller schrieb am 29.03.2021, 17:31 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
INSA-Umfrage: 51 Prozent in Deutschland für Grundeinkommen

Doch leider leben wir in einer kapitalistischen Welt...

Heike Pohl schrieb am 19.03.2021, 15:56 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Konzept eines (Not-)Grundeinkommens vorgelegt

Das wäre eine tolle Idee.Die Regierung hat doch keine Ahnung wie sehr so viele (eingeschlossen ich) echt Mühe haben über die Runden zu kommen.Ich arbeite Teilzeit 1100€ Netto und unterrichte Yoga 300€ Netto und muss nun mit 620€ Kurzarbeitergeld zurechtkommen.Wenn mein Mann mich nicht mit unterstützen würde wüsste ich nicht wie ich zurecht kommen sollte.

Uwe Wypior schrieb am 16.03.2021, 10:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Bundesparteitag der Linken beschließt Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Hallo ,

ich weiß euren langen Kampf zu schätzen, bin selbst als Gewerkschafter überzeugter Befürworter des BGE und war jahrelang aktives Mitglied der Partei DL. Leider befürchte ich, dass das BGE weiterhin innerparteilich bekämpft und ignoriert wird wie Inklusion. Anspruch und Wirklichkeit hinsichtlich von verbrieften Menschenrechten klaffen in der Partei DL leider immer noch weit auseinander und solange die Verantwortlichen nicht erkennen oder erkennen wollen, dass es gerade jetzt in der Corona-Pandemie an der Zeit ist neue Wege zu gehen und altes überkommendes Denken von Vorgestern hintersich zu lassen, brauchen sie sich bei Wahlen nicht über Klatschen wie jüngst in BaWü und RLP zu wundern .

Caro schrieb am 15.03.2021, 09:55 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Bundesparteitag der Linken beschließt Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Grundeinkommen JA!

Bedingungslos NEIN!

Wenn Gut- und Bestverdiener und Millionäre vom Grundeinkommen ausgeschlossen werden, bleibt für die "Bedürftigen" mehr übrig.

Das ist mein Verständnis von Ausgleich und Gerechtigkeit.

Norbert Fuchs schrieb am 14.03.2021, 17:57 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Bundesparteitag der Linken beschließt Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen

Sehr schön, das es endlich geschafft wurde, das Die Linke einen Mitgliederentscheid zum Grundeinkommen durchgeführt. Es dauert aber alles viel zu lange. Seit über 15 Jahren reden wir darüber und jetzt vergeht wieder eine Bundestagswahl ohne greifbaren Ergebnis.

Das bedingungslose Grundeinkommen (bGE) muss schnellstens als Grundrecht in das Grundgesetz. Dazu müssen alle Parteien mit ehrlicher Zukunftsperspektive neue Wege gehen. Ich hoffe sehr, dass es ein positives Ergebnis für das bGE geben wird.

Ina Wöbke schrieb am 14.03.2021, 12:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Schleswig-Holsteins Regierung erteilt BGE-Versuch in Flensburg eine Absage

Was heute für die Berechnungen des Arbeitslosengeld II an Zeit und Geld aufgewendet wird könnte man einsparen. Viele Arbeitsplätze wären frei

Muhammed Kilic schrieb am 12.03.2021, 04:56 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
UBI4ALL gestartet – Verlosung von Grundeinkommen EU-weit

Ich bin derzeit am studieren und muss Teilzeit arbeiten um mich zu finanzieren. Ich würde mich gerne voll und ganz auf mein Psychologie Studium konzentrieren. Ich war 8 Wochen in der Klinik wegen meiner schweren Depression. Mir geht es wieder ganz gut. Ein Grundeinkommen würde mir sehr weiterhelfen.

Rainer Luehr schrieb am 05.03.2021, 10:51 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen und Behinderung

Ich empfinde es als eine gewisse Art von Betrug. Man hatte Jahrelang gearbeitet und auch gut Verdient, doch nun wird unsereins mit einem Notgroschen Abgepeißt.

Und für jeden Scheiß muss man dieses noch extra in der 3fachen Ausführung beantragen. Dauert aber dann noch einige Zeit.

Ist doch nicht fair und Gerecht!!! Sorry....

Marc Thiel schrieb am 16.02.2021, 09:31 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Die Höhe des Grundeinkommens

Ich bin für ein BGE, damit die Jagd nach den billig bezahlten Nebenjobs

endlich aufhört. Ich bin nun schon 30 Jahre Nebenberuflich tätig.

Meistens in der Gastronomie, da hat man fast immer den gleichen Arbeitgeber. Heutzutage wir dies Möglichkeit durch Corona unterbunden und ich muss da arbeiten, wo mich meine Agentur brauchen kann. Nun gibt es eine Plattform bei der kann man sich ein

Grundeinkommen aufbauen, dies geht zwar nicht von heute auf morgen, sondern dauert ca. ein Jahr, danach verfüge ich über 1250,-€ mehr

Angelika Pavlovic schrieb am 13.02.2021, 13:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zum Verhältnis von Grundeinkommen und Rente mit 67

Ausserdem kann von 1000 € kaum jemand leben.

Die Preise für Miete, lebens und Konsumgüter werden, da die Arbeit teuer wird steigen.

Angelika Pavlovic schrieb am 13.02.2021, 13:18 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Zum Verhältnis von Grundeinkommen und Rente mit 67

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde mir helfen an meiner Arbeit als Pflegekraft wieder Spaß zu haben. Die Löhne würden steigen

da es ja schwerer ist Personal zu finden. Wenn ich dann ca. 2500 € verdienen würde hätte ich bei 50 % Steuerabzug & Grundeinkommen von

1000 € 2250 € . Da macht das Arbeiten doch wieder Spaß

Wolfgang Gerecht schrieb am 06.02.2021, 15:47 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Auch 2021 gilt: „Grundeinkommen ist wählbar“. Macht mit!

DIE LINKE als aktiver BREMSER auf dem Ziel zum Grundeinkommen:

Der Bundesvorstand der Linken hat sich im Juni 2020 für einen Mitgliederentscheid zum bedingungslosen Grundeinkommen ausgesprochen.

Zugleich empfiehlt er jedoch den Mitgliedern, bei diesem Entscheid mit Nein zu stimmen.

Die Broschüre "Das bedingungslose Grundeinkommen, keine gut Idee" zeigt das wahre Gesicht der LINKSPARTEI zum Grundeinkommen.

BAG Betrieb & Gewerkschaft, BAG Hartz IV und Sozialistische Linke.

Fast Alle, die Rang und Namen in der LINKSPARTEI haben, sprechen sich gegen das bedingungslose Grundeinkommen aus.

Ausgerechnet Herr Reiners war ein Mit-Initiator der Verschiebung des Mitgliederentscheides bis zu einem Jahr n a c h der BTW im Sep. 2021.

Dorothea Schmidt schrieb am 05.02.2021, 10:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
SPD-Parteivorstand: Grundeinkommen ist falsch

Die Haltung der „Volksparteien“ ist arrogant. Die Diäten werden regelmäßig -auch 2020 - erhöht (ebenso die Prämien der Behörden) und wer monatlich 10.000 € aktuell fürs Diskutieren bekommt, kann es natürlich nicht nachvollziehen, wieso der Wunsch nach BGE in der Bevölkerung wächst.

Würde die Politik und die Behörden vernünftig planen, sprich für Desaster wie PKW Maut, Elbfilharmonie, BER, Stuttgart 21 etc. persönlich haften müssen, hätte die Gesellschaft locker genug Geld für das Bedingungslose Grundeinkommen.

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen bekommen kaum bis gar keine Hilfsgelder und da ist es nicht mal klar, ob man sie zurück zahlen muss. Statt dessen bekommen Konzerne wie Tui Milliardensummen, die dann aber auch tausende MitarbeiterInnen entlassen- wegen der Krise.

Es kann nicht sein, dass viele bis sehr viele Menschen zwei bis drei Jobs haben, um irgendwie über die Runden zu kommen. Da hilft es wenig, von Multimillionären (= PolitikerInnen) gesagt zu bekommen, mehr zu arbeiten. Danke für Nichts.

Und da wundert sich die Politik allen Ernstes, dass sich immer mehr Menschen radikalisieren?

Gerhard Seedorff schrieb am 24.01.2021, 10:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen in Namibia – da geht noch was

Insbesondere die Deutsche Regierung hätte Gründe diese Idee in Namibia zu unterstützen, weil ein Erfolg dieser Idee in ganz Afrika die Fluchtgründe der Afrikaner nach Europa und besonders nach Deutschland sicher stark einschränken würde, wenn man dann im eigenen Land auch besser leben kann. Der Erfolg würde besonders afrikanische Ölländer wie Nigeria zur Nachahmung zwingen.

Für Deutschland ist es eine sogar eine Pflicht der gesamten Namibianischen Bevölkerung zu Helfen, um die Schande der Herero Tragödie vergessen zu machen.

Thomas Bartsch-Hauschild schrieb am 20.01.2021, 12:57 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Universelles Sozialsystem

Der Ruf nach einem BGE ist kein Ersatz für das bestehende Sozialsystem.

Die bestehenden Mängel Im Mindestlohn und Hartz IV

sind behebbar, dann ist eine systematische Wertgleichheit gegeben und das BGE erübrigt sich.

Elvira Wagner schrieb am 16.12.2020, 17:12 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
UBI4ALL gestartet – Verlosung von Grundeinkommen EU-weit

Besonders in Zeiten wie diesen die keiner ahnen konnte wäre das schon eine tolle Sache

Jörg Reiners schrieb am 16.11.2020, 13:36 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einkommensarmut und Höhe Grundeinkommen

Den Ausführungen von Herrn Seedorff stimme ich auf ganzer Linie zu. Und je nachdem, mit welchem Grundeinkommensansatz begonnen wird, wird sich dieses auf die "wahren Bedürfnisse" hin wandeln. Von vorneherein klar sollte sein, dass in allen Fällen ein eingeführtes Grundeinkommen inflationsbereinigt werden muss! Insoweit sind regelmäßige Anpassungen vorzunehmen.

Ob aber eine weitere Individualisierung allein schon aufgrund des bürokratischen Aufwandes sinnvoll ist, stelle ich infrage. Ein Grundeinkommen sollte zwar auf das allgemeine kulturelle Niveau bezogen sein, nicht aber auf Parameter wie Alter (Minderjährige ausgenommen) und Geschlecht. Für solche invididuellen Bedürfnisse sollten andere Systematiken greifen.

"Das Grundrecht ergibt sich aus dem zum Leben erforderlichen Bedarf." Meiner Meinung nach handelt es sich hier genau um das relevante Politikum, welches die Einführung des Grundeinkommens so schwer macht. Denn wer bestimmt eben diesen zum Leben erforderlichen Bedarf? Die Macher der vorherrschenden Agendapolitik sind ja nachwievor der Meinung, dass die Transferhöhe bei Hartz-IV diesen Lebensbedarf decke.

Wir müssen allgemeingültig festmachen, was wir Grundeinkommensbefürwortende unter Menschenwürde und unter Leben verstehen. Was also ist "Würde"? Ab welchem Zustand wird aus purem Existieren jenes "buon vivir", jenes "Gute Leben"?

Gerhard Seedorff schrieb am 11.11.2020, 10:20 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einkommensarmut und Höhe Grundeinkommen

Wenn für die Höhe des Grundeinkommens immer wieder die statistisch von der Regierung festgelegte Armutsrisikogrenze verwendet wird weisen wir damit auch immer wieder auf den Sozialcharakter des Grundeinkommens hin.

Andererseits behaupten wir, dass das Grundeinkommen ein Grundrecht sei und darum muss auch die Höhe anders errechnet werden.

Das Grundrecht ergibt sich aus dem zum Leben erforderlichen Bedarf. Da sich dieser Bedarf je nach Alter, Geschlecht und den Preisen der erforderlichen Waren und Dienstleistungen laufend ändert sollte die Höhe des Grundeinkommens jährlich anhand dieser Parameter neu festgelegt werden.

Wir dürfen das Grundrecht auf Leben nicht mit dem Sozialrecht vermischen, selbst wenn von gleichen oder ähnlichen Fakten ausgegangen werden muss.