Ich bin ohne Wenn und Aber für das bedingunglose Grundeinkommen, denn jeder weiß, daß man nur für die Nebenkosten arbeitet und wie hoch (niedrig) die Rente sein wird.
Durch ein BGE würden die Mieten sinken. Denn man wäre nicht mehr an teure urbane Gebiete \"gefesselt\". Ein Job in der teuren Stadt oder der Peripherie wäre nicht mehr zwingend erforderlich. Den alltäglichen Stau und Verkehrswahnsinn könnte man sich schenken (ÖPNV würde erstarken). Eine Stadtflucht würde einsetzen. Dörfer und ländliche Regionen wieder aufleben. Und noch viele viele weitere positive Dinge würden geschehen. Nur ob es gewollt ist? Ängstliche Menschen wie sie momentan mehr und mehr werden, sind hörig und empfänglich für Hassprediger aller Art.
Christiane Klein schrieb am 13.07.2018, 11:40 Uhr zu
Mit einem Grundeinkommen könnte ich entspannt von einem zum anderen Monat kommen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie ich meine Rechnungen bezahle oder ob es möglich ist, ein paar Tage in Urlaub zu fahren. Sogar könnte ich darüber nachdenken mir ein zweites Standbein aufzubauen. Mit einem Grundeinkommen machbar.
Die Bezeichnung emanzipatorisches bedingungsloses Grundeinkommen suggeriert, das es auch noch andere (schlechte, gefährliche) BGE´s gibt. Dem ist nicht so! Der Begriff BGE allein steht für eine bedingungslose Teilhabe aller mit der damit verbundenen emanzipatorischen Wirkung.
Nur wer die Kriterien akzeptiert, darf auch vom BGE sprechen. Das müssen wir in den Fordergrund stellen.
Ich befürchte, das die Vision in der politisch ideologischen Auseinandersetzung zerfleddert wird.
Im Hauptberuf im Sozialen Bereich Stunden reduzieren und damit Lebensenergie für weitere Fortbildungen privat und beruflich zur Verfügung haben. Mit der neu gewonnen Zeit und dem Geldpuffer könnte ich beruhigt Jobs und Freizeitaktivitäten nachgehen, die ich schon immer machen wollte, dafür aber weder die Zeit noch das Geld habe. Ebenfalls würde ich mich freuen, mehr soziale Kontakte pflegen zu können, statt einem Nebenjob nachgehen zu müssen.
Heinrich Malzer schrieb am 03.07.2018, 10:21 Uhr zu
Meiner Überzeugung nach kann ein BGE nur auf staatlicher Ebene funktionieren, da bei einem vernünftigen Modell auch in das Steuersystem eingegriffen werden sollte, und die Steuerhoheit meistens staatlich geregelt ist (wenigstens bei uns in Österreich)
Ich habe dazu ein Modell entworfen, wer Interesse hat kann es über oeep@inode.at anfordern.
Robert Bleilebens schrieb am 02.07.2018, 16:46 Uhr zu
Kleine zeitlich begrenzte Modellversuche zum BGE können nie die Frage beantworten, wie es sich auswirken würde, wenn es dauerhaft und für alle in einem ganzen Land eingeführt würde. Sie bringen dem Thema jedoch Aufmerksamkeit, was sehr positiv ist.
Allerdings ist die vollständige Anrechnung des BGE auf den Lohn im Rheinauer Experiment ganz großer Mist: Macht sie doch den Hinzuverdienst im unteren Lohnbereich unmöglich.
Allerdings ist dieser ungerechte Unsinn auch leicht zu umgehen: Löhne im unteren Bereich werden einfach pauschal um den Betrag des Grundeinkommens aufgestockt. Anschließend wird dieser Betrag durch die Anrechnung des BGE wieder abgerechnet. Kostet nix und der Hinzuverdienst im unteren Lohnbereich lohnt sich wieder.
Besser ist folgende Regelung: Grundeinkommen als Sockel + 50% vom Brutto-Hinzuverdienst obendrauf.
BGE-Fans sagen: Die Menschen sind besser, als Viele denken.
Das Experiment hier setzt die Menschen aber sehr in Versuchung, eine Jahr nichts zu tun, lese ich auch. Was denn nun?
Also, lieber Rheinauer, anmelden und weiterarbeiten (verbessert die Kostenstatistik). Organisiere einen \"BGE Gutenzweckverband\" und protokolliere die Stunden wo darin ehrenamtlich gearbeitet wird. Macht ein Spendenkonto auf für \"Überschüssiges Geld\" und spendiere hier was, falls dies bei Einzelpersonen/Familien zutrifft. Macht was, worüber die Medien auch positiv berichten können! (müssen?)
Robert Bleilebens schrieb am 27.06.2018, 17:37 Uhr zu
Warum sind viele Gewerkschafter dagegen? - Nun, es sind meistens Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften, die entschieden dagegen sind. Und hier ist es ganz wichtig, die persönliche Komponente zu beachten:
Das BGE nimmt ihnen schlicht und ergreifend Macht und Bedeutung weg. Und das ist für Menschen, die viel davon haben, ein großes Problem! (Ehernes Gesetz der Oligarchie).
Denn schließlich kommt es durch das BGE zu einer erheblichen Machtverlagerung im Arbeitnehmerlager: Weg von den Gewerkschaftsfunktionären hin zu den einzelnen Arbeitnehmern. Mich wundert es immer, wieso diese persönliche Komponente so häufig übersehen wird. Ist sie doch der Hauptgrund für den Widerstand gegen das BGE.
Das Grundeinkommen ersetzt nicht Hartz, sondern dient der Umverteilung von Vermögenszuwachs, der in gewisser Weise von allen erarbeitet wird, z. B. durch Konsum. Es ist auch nicht identisch mit dem Mindestieinkommen, das Mann/Frau/Kind haben sollte im kosmopolitischen Lebensstil von heute.
Im Herbst sind in Bayern Landtagswahlen, und es stehen Parteien zur Wahl, welche an der Vergangenheit hängen. In einer Zeit, wo sich alles total durch Digitalisierung und neue Technik verändert, braucht es neue Visionen für eine bessere Zukunft für alle.
Genau das erfüllt das BGE = Umverteilung von Oben nach Unten, Freiheit, Chancengleichheit und mehr Gerechtigkeit. Wer soll auch die vielen durch KI-Roboter erzeugten Güter und Dienstleistungen ohne BGE kaufen? Nur mit dem BGE kann jeder seine Energieart selber wählen und wird nicht auf die süßen Stimmen der Atom-Kohle-Lobby verfallen.
Da die BGE-Partei nicht zur Wahl antritt, sollten wir die Grünen im Wahlkampf unterstützen. Wer für das BGE ist, der ist auch für eine saubere Umwelt und erneuerbare Energie und gegen AKWs und Kohle-Kraftwerke!
Dr. Gernot Reipen schrieb am 14.06.2018, 15:59 Uhr zu
Ich frage mich allerdings, warum in den Parteien der Linken (71 Prozent BGE-Befürwortern), Bündnis90/DieGrünen (62%) und SPD (58%) das Grundeinkommen als politische Forderung noch nicht in den Parteiprogrammen manifestiert wurde. Kann es sein, dass in diesen Parteien von oben nach unter regiert wird. Also Basisdemokratie ein Fremdwort darstellt?
Man besteuert den Geldverkehr! Erhebt man auf jeden Geldtransfer eine „Mikrosteuer“ von nur 0,3 bis 0,5 Prozent, wäre ein Grundeinkommen von 2000,00 bis 2500,00 € finanzierbar. In der Schweiz würden allein mit 0,05 Prozent es 2500,00 Franken sein, die der ehemalige Vizekanzler der Schweiz Oswald Sigg vorschlägt. Allein das Volumen des weltweiten Derivatehandels beträgt 600 bis 700 Billionen US-Dollar. Es ist etwa das Zehnfache des globalen Bruttoinlandsprodukts! Am Geld kann die Einführung eines BGE jedenfalls nicht scheitern.
Josef Dietzgen schrieb am 13.06.2018, 10:53 Uhr zu
Wie soll ein Grundeinkommen denn anders finanziert werden, ohne nach dem Prinzip \"Rechte Tasche - Linke Tasche\" zu verfahren wie es bei den Konsumsteuermodellen der Fall wäre, ohne an die Einkünfte heranzugehen. Es kommt doch nur darauf an, wie man dieses gestaltet: Finanztransaktionsbesteuerung / Ressourcenverbrauchssteuern / Einkünftesteuern mit ausreichenden Freibeträgen. Ein Grundeinkommen sollte es einem Menschen durchaus ermöglichen, ein Leben in Würde und in Wahrnehmung seiner Rolle als demokratischer Staatsbürger vollumfänglich wahrnehmen zu können. Wir sollten uns von calvinistischen Leistungsidealen und dem Fetisch Erwerbsarbeit mal langsam verabschieden.
Was ich schade finde ist, dass durch die volle Anrechnung tatsächlich das Argument \"Geld statt Arbeit\" befeuert wird. Besser wäre es, wie in manchen Modellen vorgeschlagen, von jeglichem Einkommen 50% abzuführen, denn dadurch wird der Leistungsgedanke gestärkt und nicht geschwächt. Das GE soll Menschen nicht aus der Arbeitswelt heraus, sondern in eine menschenwürdige Arbeitswelt hinein führen.
Robert Bleilebens schrieb am 11.06.2018, 20:31 Uhr zu
Wie hoch die Leistungsbereitschaft ist, hängt ja auch vom Bruttolohn ab und wieviel Prozent davon man zusätzlich zum Grundeinkommen bekommt und natürlich davon, ob die Tätigkeit interessant und befriedigend ist. Außerdem vom Betriebsklima.
Immerhin ist zumindestens ein Teil der Führungskräfte für das BGE. Das ist doch schon ein Fortschritt!
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Wunschtraum oder realistische Perspektive?
UPDATE:
Das Buch wird inzwischen auch von der Bundeszentrale für politische Bildung aufgelegt und ist dort für 4,50 Euro zu bestellen.
http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/272308/sicheres-grundeinkommen-fuer-alle
Ich bin ohne Wenn und Aber für das bedingunglose Grundeinkommen, denn jeder weiß, daß man nur für die Nebenkosten arbeitet und wie hoch (niedrig) die Rente sein wird.
Durch ein BGE würden die Mieten sinken. Denn man wäre nicht mehr an teure urbane Gebiete \"gefesselt\". Ein Job in der teuren Stadt oder der Peripherie wäre nicht mehr zwingend erforderlich. Den alltäglichen Stau und Verkehrswahnsinn könnte man sich schenken (ÖPNV würde erstarken). Eine Stadtflucht würde einsetzen. Dörfer und ländliche Regionen wieder aufleben. Und noch viele viele weitere positive Dinge würden geschehen. Nur ob es gewollt ist? Ängstliche Menschen wie sie momentan mehr und mehr werden, sind hörig und empfänglich für Hassprediger aller Art.
Wegen der hohen Mieten und Nebenkosten ist ein Grundeinkommen von mindestens 1300 - 1500 € erforderlich.
Mehr sozialer Wohnungsbau würde die geringen Einkommen auch deutlich entlasten.
Familienzeit für Mütter mit Kindern sollte auch stärker bei der Rente berücksichtigt werden.
Altersarmut ist besonders bei Frauen weit verbreitet.
So wichtig!
Es fehlen nur noch eine Handvoll und wir haben die ersten 100 UnterstützerInnen auf unserer Liste www.digibge.wordpress.com
Mit einem Grundeinkommen könnte ich entspannt von einem zum anderen Monat kommen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie ich meine Rechnungen bezahle oder ob es möglich ist, ein paar Tage in Urlaub zu fahren. Sogar könnte ich darüber nachdenken mir ein zweites Standbein aufzubauen. Mit einem Grundeinkommen machbar.
Die Bezeichnung emanzipatorisches bedingungsloses Grundeinkommen suggeriert, das es auch noch andere (schlechte, gefährliche) BGE´s gibt. Dem ist nicht so! Der Begriff BGE allein steht für eine bedingungslose Teilhabe aller mit der damit verbundenen emanzipatorischen Wirkung.
Nur wer die Kriterien akzeptiert, darf auch vom BGE sprechen. Das müssen wir in den Fordergrund stellen.
Ich befürchte, das die Vision in der politisch ideologischen Auseinandersetzung zerfleddert wird.
Im Hauptberuf im Sozialen Bereich Stunden reduzieren und damit Lebensenergie für weitere Fortbildungen privat und beruflich zur Verfügung haben. Mit der neu gewonnen Zeit und dem Geldpuffer könnte ich beruhigt Jobs und Freizeitaktivitäten nachgehen, die ich schon immer machen wollte, dafür aber weder die Zeit noch das Geld habe. Ebenfalls würde ich mich freuen, mehr soziale Kontakte pflegen zu können, statt einem Nebenjob nachgehen zu müssen.
Meiner Überzeugung nach kann ein BGE nur auf staatlicher Ebene funktionieren, da bei einem vernünftigen Modell auch in das Steuersystem eingegriffen werden sollte, und die Steuerhoheit meistens staatlich geregelt ist (wenigstens bei uns in Österreich)
Ich habe dazu ein Modell entworfen, wer Interesse hat kann es über oeep@inode.at anfordern.
Kleine zeitlich begrenzte Modellversuche zum BGE können nie die Frage beantworten, wie es sich auswirken würde, wenn es dauerhaft und für alle in einem ganzen Land eingeführt würde. Sie bringen dem Thema jedoch Aufmerksamkeit, was sehr positiv ist.
Allerdings ist die vollständige Anrechnung des BGE auf den Lohn im Rheinauer Experiment ganz großer Mist: Macht sie doch den Hinzuverdienst im unteren Lohnbereich unmöglich.
Allerdings ist dieser ungerechte Unsinn auch leicht zu umgehen: Löhne im unteren Bereich werden einfach pauschal um den Betrag des Grundeinkommens aufgestockt. Anschließend wird dieser Betrag durch die Anrechnung des BGE wieder abgerechnet. Kostet nix und der Hinzuverdienst im unteren Lohnbereich lohnt sich wieder.
Besser ist folgende Regelung: Grundeinkommen als Sockel + 50% vom Brutto-Hinzuverdienst obendrauf.
Ich wollte mich einfach mal nur für Eure Arbeit und auch für die hilfreichen, klugen Kommentare hier bedanken.
BGE-Fans sagen: Die Menschen sind besser, als Viele denken.
Das Experiment hier setzt die Menschen aber sehr in Versuchung, eine Jahr nichts zu tun, lese ich auch. Was denn nun?
Also, lieber Rheinauer, anmelden und weiterarbeiten (verbessert die Kostenstatistik). Organisiere einen \"BGE Gutenzweckverband\" und protokolliere die Stunden wo darin ehrenamtlich gearbeitet wird. Macht ein Spendenkonto auf für \"Überschüssiges Geld\" und spendiere hier was, falls dies bei Einzelpersonen/Familien zutrifft. Macht was, worüber die Medien auch positiv berichten können! (müssen?)
Warum sind viele Gewerkschafter dagegen? - Nun, es sind meistens Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften, die entschieden dagegen sind. Und hier ist es ganz wichtig, die persönliche Komponente zu beachten:
Das BGE nimmt ihnen schlicht und ergreifend Macht und Bedeutung weg. Und das ist für Menschen, die viel davon haben, ein großes Problem! (Ehernes Gesetz der Oligarchie).
https://de.wikipedia.org/wiki/Ehernes_Gesetz_der_Oligarchie
Denn schließlich kommt es durch das BGE zu einer erheblichen Machtverlagerung im Arbeitnehmerlager: Weg von den Gewerkschaftsfunktionären hin zu den einzelnen Arbeitnehmern. Mich wundert es immer, wieso diese persönliche Komponente so häufig übersehen wird. Ist sie doch der Hauptgrund für den Widerstand gegen das BGE.
Die größte Überzeugungsarbeit ist nach dieser Umfrage noch bei Menschen mit höherem Einkommen zu leisten.
Also lasst uns diesen Personenkreis in den Fokus nehmen und von den Vorteilen eines BGE sowie dem Nutzen für ALLE überzeugen.
Dieser Nutzen für ALLE muss sich natürlich auch in den Finanzierungsmodellen mit einer Ausgewogenheit widerspiegeln.
Das war doch abzusehen!
Das Grundeinkommen ersetzt nicht Hartz, sondern dient der Umverteilung von Vermögenszuwachs, der in gewisser Weise von allen erarbeitet wird, z. B. durch Konsum. Es ist auch nicht identisch mit dem Mindestieinkommen, das Mann/Frau/Kind haben sollte im kosmopolitischen Lebensstil von heute.
Wie schade. Aber der Kampf ums bGE geht weiter.
Im Herbst sind in Bayern Landtagswahlen, und es stehen Parteien zur Wahl, welche an der Vergangenheit hängen. In einer Zeit, wo sich alles total durch Digitalisierung und neue Technik verändert, braucht es neue Visionen für eine bessere Zukunft für alle.
Genau das erfüllt das BGE = Umverteilung von Oben nach Unten, Freiheit, Chancengleichheit und mehr Gerechtigkeit. Wer soll auch die vielen durch KI-Roboter erzeugten Güter und Dienstleistungen ohne BGE kaufen? Nur mit dem BGE kann jeder seine Energieart selber wählen und wird nicht auf die süßen Stimmen der Atom-Kohle-Lobby verfallen.
Da die BGE-Partei nicht zur Wahl antritt, sollten wir die Grünen im Wahlkampf unterstützen. Wer für das BGE ist, der ist auch für eine saubere Umwelt und erneuerbare Energie und gegen AKWs und Kohle-Kraftwerke!
Eine Umfrage, die hoffen lässt!
Ich frage mich allerdings, warum in den Parteien der Linken (71 Prozent BGE-Befürwortern), Bündnis90/DieGrünen (62%) und SPD (58%) das Grundeinkommen als politische Forderung noch nicht in den Parteiprogrammen manifestiert wurde. Kann es sein, dass in diesen Parteien von oben nach unter regiert wird. Also Basisdemokratie ein Fremdwort darstellt?
Wer soll das bezahlen? Eine Lösung:
Man besteuert den Geldverkehr! Erhebt man auf jeden Geldtransfer eine „Mikrosteuer“ von nur 0,3 bis 0,5 Prozent, wäre ein Grundeinkommen von 2000,00 bis 2500,00 € finanzierbar. In der Schweiz würden allein mit 0,05 Prozent es 2500,00 Franken sein, die der ehemalige Vizekanzler der Schweiz Oswald Sigg vorschlägt. Allein das Volumen des weltweiten Derivatehandels beträgt 600 bis 700 Billionen US-Dollar. Es ist etwa das Zehnfache des globalen Bruttoinlandsprodukts! Am Geld kann die Einführung eines BGE jedenfalls nicht scheitern.
Wie soll ein Grundeinkommen denn anders finanziert werden, ohne nach dem Prinzip \"Rechte Tasche - Linke Tasche\" zu verfahren wie es bei den Konsumsteuermodellen der Fall wäre, ohne an die Einkünfte heranzugehen. Es kommt doch nur darauf an, wie man dieses gestaltet: Finanztransaktionsbesteuerung / Ressourcenverbrauchssteuern / Einkünftesteuern mit ausreichenden Freibeträgen. Ein Grundeinkommen sollte es einem Menschen durchaus ermöglichen, ein Leben in Würde und in Wahrnehmung seiner Rolle als demokratischer Staatsbürger vollumfänglich wahrnehmen zu können. Wir sollten uns von calvinistischen Leistungsidealen und dem Fetisch Erwerbsarbeit mal langsam verabschieden.
Was ich schade finde ist, dass durch die volle Anrechnung tatsächlich das Argument \"Geld statt Arbeit\" befeuert wird. Besser wäre es, wie in manchen Modellen vorgeschlagen, von jeglichem Einkommen 50% abzuführen, denn dadurch wird der Leistungsgedanke gestärkt und nicht geschwächt. Das GE soll Menschen nicht aus der Arbeitswelt heraus, sondern in eine menschenwürdige Arbeitswelt hinein führen.
Wie hoch die Leistungsbereitschaft ist, hängt ja auch vom Bruttolohn ab und wieviel Prozent davon man zusätzlich zum Grundeinkommen bekommt und natürlich davon, ob die Tätigkeit interessant und befriedigend ist. Außerdem vom Betriebsklima.
Immerhin ist zumindestens ein Teil der Führungskräfte für das BGE. Das ist doch schon ein Fortschritt!
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