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Klaus Froese schrieb am 14.04.2020, 13:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Papst: „Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit, über ein universales Grundeinkommen nachzudenken…“

Ein Grundeinkommen ist nun unausweichlich geworden und muss so schnell wie möglich parallel in allen Industrienationen eingeführt werden. Allein durch die technologische Entwicklung und der Erfindung des Prozessors gegen 1970 ist schon seit der Jahrtausendwende ein Trend zu beobachten, das durch den Einsatz von Automatismen und KI's menschliche Arbeitskraft nur durch den Ausbau des Niedriglohnsektors gegenüber den Maschinen konkurrenzfähig bleibt. Nun kommt mit Corona die Motivation der Unternehmen hinzu, den Risikofaktor Mensch zu vermeiden, denn das nächste Virus kommt definitiv. Nur kann niemand den Zeitpunkt seines Erscheinens vorhersagen. Allein auf diese Situation vorbereitet zu sein und um dann konkukurrenzfähig bleiben zu können, wird die Ökonomie dazu zwingen, die Digitalisierung immens voranzutreiben. Maschinen können zwar extrem schnell produzieren und mittlerweile auch zunehmend Dienstleistungen übernehmen, welche bis jetzt dem Menschen vorbehalten waren, aber eines werden sie nie. Sie können nicht konsumieren, um die Balance zwischen Produktion und Konsum aufrecht zu erhalten und werden damit die heutige Ökonomie zerstören. Die Leistungsfähigkeit dieser Technologien steigt zudem exponentiell, während der Mensch schon seit Jahren als Arbeitskraft zu langsam wurde. Maschinen können modernisiert, KI's mit Updates versorgt werden. Der Mensch ist hingegen ist evolutionsgebunden und hat Bedürfnisse, die man zumindest auf minimaler Ebene erfüllen muß. Für mich steht also fest, das Corona nichts anderes als ein Katalysator ist, der die Dauer dieser Entwicklung von möglicherweise noch Jahrzehnten auf Jahre oder sogar nur Monate verkürzen wird. Der Mensch ist als Arbeitskraft obsolet, das Ende der Erwerbsarbeit steht kurz bevor. Aber was geschieht mit der Psyche eines Menschen, dessen Selbstwert von Erwerbsarbeit abhängt ? Der systemisch dazu erzogen wurde, nach dem Grundsatz "Ich arbeite, also bin ich." zu leben ? Dort hilft nur die parallele Einführung eines neuen Bildungssystems, das unser derzeitiges Ausbildungssystem ersetzt und der sofortige Ausbau des Gesundheitssystems mit Psychologen und Psychiatern nebst einer medialen Kampagne, die aufklärt, das "Erwerbsarbeit" und "Arbeit" nicht gleichgesetzt werden dürfen. Tut man dies nicht, werden in den nächsten Jahren soziale Unruhen Gang und Gäbe sein, welche man nur mit repressiven Methoden kurzzeitig in den Griff bekommen wird. Und was das für eine Demokratie bedeutet, dürfte jedem klar sein.

hansa pilz schrieb am 14.04.2020, 07:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Papst: „Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit, über ein universales Grundeinkommen nachzudenken…“

Mal ganz ehrlich? Warum nicht. Unsere technologische Entwicklung ist schon soweit, dass wir Produktionen zu mehr als 80% von Maschinen erledigen lassen können. Das Menschen durch ein Grundeinkommen faul werden wage ich zu bezweifeln. Ein jeder Mensch (bis auf sehr wenige Ausnahmen) verspürt den Drang sich irgendwie zu betätigen. Er könnte sich frei Entfalten ohne Druck zu haben sich um seine Existenz zu kümmern. Was wäre das für eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Alle Grundbedürfnisse sind gesichert niemand braucht mehr Angst zu haben sein Heim zu verlieren oder Hunger zu leiden. Schaut euch die Target Salden an es werden Güter sowieso schon die ganze Zeit verschenkt niemand wird das zurück bezahlen. Schaut euch an wie das Geld gedruckt wird wie niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Das wird niemals zurück bezahlt. Wir müssen uns weiter entwickeln lasst Maschinen die meiste Arbeit machen (und ja es wird Menschen geben die Freiwillig die Maschinen warten werden). Der Mensch wird dann nach und nach seine volle Kreativität und Mitgefühl entdecken und die Gesellschaft wird sich positiv verändern. Keine Machtspielchen mehr..

Marcel Klein schrieb am 11.04.2020, 17:06 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

sollte auch über Corona hinaus eingeführt werden...

Raimund Barkam schrieb am 11.04.2020, 16:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

Wie wäre es denn mit einem befristeten (z.B. über 6 Monate) BGE über 800 € - 1.200 €, dass auch alle WfbM-Beschäftigten ohne jegliche Bedingungen (Regelungen oder auch Einschränkungen) erhielten? Somit hätte man wieder, wenn auch befristet das Heft des Handelns in den eigenen Händen. Bekäme ich das BGE ohne jeglichen Abzug (Anrechnung) mit der EU-Rente und für Andere mit Grundsicherung, so wäre das Einkommen insgesamt fast doppelt so hoch. Mein Gesamtnettoeinkommen liegt noch bei unter 1.000 € im Monat. Meine Miete wird mir nicht vom Grundsicherungsamt bezahlt, da ich keine Grundsicherung erhalte. Dann könnten die meisten WfbM und deren Niederlassungen mit deren Hungerlohnsystem (als zutiefst empfundene Ausbeutung von WfbM-Beschäftigten) für immer schließen. Einzig und allein für schwerst mehrfach behinderte Menschen, müsste es noch einige wenige WfbM geben, da diese aber auch ein BGE über 800 € bis 1.200 € ohne jegliche Bedingungen, also z.B. Forderungen nach Kürzungen anderer Leistungen erhielten, wären diese finanziell genauso gut gestellt, wie alle Menschen mit Behinderungen, die in keiner WfbM mehr arbeiten würden! Die Gruppen- und Sozialdienstleiter bekämen ohne jegliche Einschränkungen auch ein BGE zusätzlich zum Arbeitslosengeld, dass dann nach etwa 1 Jahr (?) auslaufen würde. Somit könnten Alle von einem BGE über z.B. 6 Monate befristet profitieren. Andererseits könnte auch ein möglicher Personalmangel bei Gruppen- und Sozialdienstleitern in einigen WfbM verhindert werden, wenn durch Reduzierung einiger WfbM dann sich ein verbesserter Personalschlüssel somit ergäbe. In Münster gibt es von den WfbM mehrere. Hier könnten sicherlich 2 oder 3 WfbM geschlossen werden und somit fehlendes Personal durch Schließung einiger WfbM durch eine bessere vor Ort Konzentrierung der vorhandenen Werkstätten für behinderte Menschen besser angeglichen werden. Wären damit allen WfbM-Beschäftigten und allen Sozialdienst- wie auch Gruppenleiter als unsere Vorgesetzten gedient. Es müssen ja nicht alle WfbM geschlossen werden, sondern vielleicht die, für die eventuell nicht genügend Gruppenleiter gefunden würden.

Rost, Michael Prof. Dr. schrieb am 11.04.2020, 10:02 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Finanzierungsmodell zum BGE von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Ich halte das bedingungslose Grundeinkommen für einen der wichtigsten Schritte. Allerdings lehne ich Ihr Finanzierungsmodell als völlig unzurteiuchend und fehlgesteuert ab!. Statt Wertschöpfungsabgabe und Einkommensteuer halte ich eine "automatische " Geldvermögenssteuer durch eine umlaufgesicherte Eurowährung oder regionale Zweitwährung mit Negativzinsen auf Bar- und Giralgeld für das entscheidende Mittel, weil diese gleichzeitig bewirkt, dass Ausgaben, Investitionen möglichst schnell getätigt werden und Rechnungsabgleichzungen nicht herausgezögert werden. Siehe https://www.3sat.de/film/3sat-zuschauerpreis/zuschauerpreis2019-das-wunder-von-woergl-100.html Wie die Geldvermögenssteuer geht: Umtausch des Bargeldes mit Benutzungsgebühr von jährlich 6%, automatische Reduzierung aller Girokontenguthaben um täglich 0,01%, immer in Bezug auf die Währung, in der die Grundsicherung realisiert wird. Ohne diese gleichzeitigen Maßnahmen im Währungsbereich halte ich Ihren Vorschlag für nicht sinnvoll!

Tobias B. Nickel schrieb am 11.04.2020, 10:00 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Finanzierungsmodell zum BGE von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Ein großartiges Plädoyer für das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ! Das "Warum?" ist so einleuchtend, auch das "Wie?" ist bereits umsetzungsreif. Jetzt gibt es keinen Grund mehr zu zögern. Es kann nur besser werden, wenn man berücksichtigt, dass das aktuelle Wirtschaftssystem viel Not und Elend produziert - was nur gerne von den Verantwortlichen überspielt wird, weil sie aus Angst vor Veränderung so sehr am aktuellen System kleben. Einziger Diskussionsbedarf meinerseits: Ich sehe es nicht als sinnvoll an, Betriebe mit hohem Automatisierungsgrad höher zu besteuern. Meine Befürchtung: Das könnte die Motivation schwächen, die Wertschöpfung zu automatisieren.

Martin Gerull schrieb am 11.04.2020, 09:40 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

Es sind Ideen mit Zukunftsaussichten.Es braucht Ideen die über die Krise hinaus weisen Ohne Vorurteile für ein besseres Menschenbild .Ein Menschenbild das die Kreativität und den freien Willen als das eigentliche Kapital versteht.Martin Gerull

Brb Lug schrieb am 08.04.2020, 17:13 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

es ist dringend erforderlich, dass europaweit ein Grundeinkommen für geringverdiener, menschen, deren existenzen vernichtet werden eingeführt wird. Diese Hilfspakete, die von Bund , ländern u.sw. geschnürt werden dienen wieder zum grössten teil den grossen Unternehmen.

Daniel Kruse schrieb am 07.04.2020, 22:13 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

Die Sprungbretter stehen also bereit... - https://basiseinkommen-jetzt.de - https://www.rnd.de/politik/1000-euro-grundeinkommen-von-grune-jugend-chefin-anna-peters-gefordert-3PPGVKMAYJBQPC5S6NKY6F5EAU.html Muss man also den erwachenden Geist des BGE bis zu den BTW 2021 > zur EU-Wahl 2024 und im Kontext der Agenda 2030 lebendig halten. Die Grüne Jugend ist auch schon seit Jahren pro BGE eingestellt... im Gegensatz zur noch etwas zurückhaltenden Grünen Parteiführung. - https://www.google.com/search?q=grüne+jugend+grundeinkommen - https://www.u18.org/europawahl-2019 Kooperationspotential zur sozio-ökologischen Reform besteht mit DIE LINKE. - https://www.die-linke.de/partei/parteistruktur/zusammenschluesse/oekologische-plattform/ Siehe auch: "Manifest für eine soziale und ökologische Transformation" des NaturFreunde Deutschlands e.V.

Gerhard Seedorff schrieb am 07.04.2020, 19:25 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Viele Petitionen zum Krisen-Grundeinkommen in Deutschland: Wie weitgehend sind sie?

Sowohl die Gesundheit der Bürger als auch das Wiederanlaufen unserer eingefrorenen Wirtschaft sind für die gewählten Repräsentanten unseres Volkes das Gebot der Stunde Nachdem sich als ein Ergebnis der Analysen fast aller bisherigen Versuche mit einem Grundeinkommen, eine allgemeine Verbesserung der Gesundheit herausgestellt hat, dürfte bereits die Ankündigung einer bevorstehenden Einführung des Grundeinkommens auch für die Ankurbelung der Wirtschaft die erforderliche Zuversicht erzeugen. Vermutlich hat schon 1968 der amerikanische Finanzminister Milton Friedmann aus ähnlichen Gründen ein abstimmungsreifes Gesetz für eine negative Einkommensteuer dem amerikanischen Parlament vorgelegt, dass durchaus als Vorlage dienen könnte, wenn die Höhe altersabhängig gerecht festgelegt und die Teilnahme freigestellt wird.

Heinz Gunkel schrieb am 15.03.2020, 13:20 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ab März 2020: freie Fahrt durch Luxemburg!

Sonderstatus Luxemburg Luxemburg hat in der EU einen Sonderstatus, weil sehr viele Bankgeschäfte der EU dort abgewickelt werden. Anteil am BIP für Finanzdienstleistungen sind in Luxemburg ca 20%; daher das überhöhte Prokopfeinkommen von ca 6.000 Euro, das von den sehr vielen Einpendlern mit erwirtschaftet wird. In einigen deutschen Städten wird über eine Flatrate für den ÖPNV nachgedacht: Wuppertal, Templin, Augsburg. Der Hintergrund ist die Kfz-Steuer, eine Bundessteuer, die NICHT auf die Kommunen umgelegt wird. Kommunen müssen ihren Verkehr darum selbst wuppen. Da ist es nur folgerichtig, den Straßenverkehr zu entlasten, damit auch den Ausbau und die Sanierung, und den Öffentlichen Verkehr ÖPNV zu subventioninieren.

Matthias Gliesche schrieb am 03.03.2020, 12:04 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kommt das Grundeinkommen ins Grüne Grundsatzprogramm?

Ein Grundeinkommen finde ich gut.Das AlG 2 umwandeln ohne Sanktionen zu belegen,aber im gleichen Zuge die Schwarzarbeit bekämpfen

Carlos Schenkel, Schweiz schrieb am 19.02.2020, 13:58 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Tagung des Netzwerkrats am 29. Februar 2020

da ich vollgeldler bin plädiere ich für die Kapital-Transaktions-Steuer. Gebt den Halbpatzigen keine Hand, sie ziehen uns über den Tisch und grinsen über unsere Unwissenheit, wie das Geld hergestellt und vervielfacht wird.

Christof Bieker schrieb am 17.02.2020, 19:20 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Grundeinkommen und Behinderung

Krueppelentgeld der GWN Als Grundeinkommen?!Wie elend sollen wir leben?!

Gerhard Seedorff schrieb am 15.02.2020, 20:43 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einladung zur Mitgliederversammlung am 29.2./1.3.2020 in Bonn

Gibt es eine Mitfahrgelegenheit nach Bonn von München aus und zurück?

Sabine Heißner schrieb am 19.01.2020, 14:25 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Expedition Grundeinkommen: Mit Volksentscheiden auf Länderebene zum staatlichen Modellversuch

Die Medienpräsenz ist VIEL zu gering. Die Informationen sind unzureichend. Nach Rückmeldungen sind die Menschen unzufrieden und wissen nicht um was es wirklich geht mir ne was zu tun ist. Diese Kampagne ist so extrem wichtig!!

Ulrich Hühn schrieb am 18.01.2020, 19:31 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einladung zur Mitgliederversammlung am 29.2./1.3.2020 in Bonn

Ich rege an, neben dem Bericht über die europäische Bürgerinitaitive auch über die Volksinitiative, Bundesländer sollen das Grundeinkommen testen, zu reden. Diese will in fünf Bundesländern konkrete Schrtte zur Einführung eines Grundeinkommens, was alle im Netzwerk geforderten Bedingungen erfüllt. Außerdem suche ich eine Mitfahrgelegenheit, möglichst per DB, ab Kiel

Christine Salzer schrieb am 03.01.2020, 20:51 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
SPD: Das soziokulturelle Existenzminimum muss jederzeit gesichert sein

Lohnarbeit überhöht die Aneignung von Mehrwert in ihrer Bedeutung und damit Wachstum. Minimalismus funktioniert anders. Der respektiert Generationsfolge als Bereicherung ohne Verwertung einzufordern. Das, was der Mensch Natur zuzugestehen gelernt hat, muss er sich auch selbst gönnen, statt Wettbewerb zum Lebenszweck zu überhöhen. Der rächt sich nicht nur durch den Wechsel des Klimas sondern auch durch das beschleunigte Altern jedes Einzelnen.

Stephan Härtl schrieb am 12.12.2019, 12:28 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
SPD: Das soziokulturelle Existenzminimum muss jederzeit gesichert sein

Selbst wenn die Behauptung der SPD, dass das BGE den Bedürfnissen der meisten Menschen nicht gerecht wird, stimmen sollte, die Leibeigenen und die Sklaven hatten auch Angst, in das feindliche Leben da draußen entlassen zu werden, vor der Verantwortung, deren Fähigkeit ihnen über Generationen geraubt wurde. Dennoch wurde diese Form der Zwangsarbeit infolge der sich anbahnenden Industrialisierung überwunden, wenngleich sie in eine neue Abhängigkeit gerieten, den Zwang zum Gelderwerb für ihre nackte Existenz. Das wird heute beschönigend als subsidiär bezeichnet. Die Zeit ist reif, die ökonomischen Verhältnisse verlangen es gerade zu, auch diese Abhängigkeit zu überwinden. Mir ist verständlich, dass die SPD sich dagegen sträubt, weil sie das Glück der Menschen zuerst in einer gesicherten Erwerbsarbeit sieht, die ihnen die Gesellschaft allumfassend zugesteht.

Jörg Brockmann schrieb am 12.12.2019, 10:53 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
SPD: Das soziokulturelle Existenzminimum muss jederzeit gesichert sein

Ich denke dass der Tanker SPD große Chancen hat unterzugehen. Mit Hartz 4/Agenda 2010 hat die ehemals "Soziale Partei" selbsttätig und ohne Not ein großes Loch in ihren stolzen Schiffs-Rumpf gerammt. Wahrscheinlich weil ein paar Neoliberale/Bonzen (Peter Hartz) den SPD Bonzen/Alpha Männchen zugerufen haben: "Hey, is besser so für euch!" So doof muß man erst einmal sein. Ist auch eine Leistung, 15 Jahre als angeblich "Soziale Partei" gegen die Ärmsten der Armen, verfassungsfeindliche Sozialgesetze zu machen und bis zum Kippen durch das Bundesverfassungsgericht diese als regierende Partei zu verteidigen und so scharf wie möglich anzuwenden. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die von der (ehemals) sozialen Partei erlassenen Sanktionen im ALG 2 Gesetz verstoßen gegen §20 der Verfassung (Sozialstaatsprinzip). 15 lange Jahre lang! Als angeblich "Soziale Partei" arme Menschen einer Behördenwillkür auszusetzen, sie schlechter zu stellen als verurteilte Straftäter (ständige Androhung des Entzugs von Essen, Wohnung und Krankenversicherung gibt es bei Straftätern nicht). Den "Willen zur existentiellen Vernichtung" als "fordern und fördern" zu verkaufen. Darauf muß man erst einmal kommen! Und jetzt die angebliche Wende? "Das sozioökonomische und sozialkulturelle Existenzminimum muß jederzeit gesichert sein"... . Wer glaubt der SPD denn solche Aussagen? Vertrauensvorschuss? Längst verspielt! Eine Nichtaufarbeitung des "Hartz 4 Trauma" wird die SPD höchstwahrscheinlich in die Bedeutunglosigkeit führen. Die existentielle Not, in die die SPD sehr, sehr viele Menschen die letzten 15 Jahre gebracht hat, kommt nun als Bumerang zurück. Da hat die SPD noch einiges an Wunden lecken vor sich. Eventuell gibt es doch noch so etwas wie Gerechtigkeit. Werden die Geschädigten der Hartz 4 Diktatur entschädigt? Nein. Verlieren die SPD Politker, die verfassungsfeindliche Gesetzte erlassen haben, ihre üppigen Pensionen? Nein. Wird der bereits rechtskräftig verurteilte Peter Hartz wegen der Verfassungsfeindlichkeit seiner Hartz 4 Gesetzesvorlagen belangt? Nein. Neuausrichtung der SPD? Vielleicht zur Bundestagswahl 2025... . Erst einmal geht es für die SPD ab in die Hartz 4 Traumaklinik. Da wo die SPD auch viele traumatisierte Hartz 4 Empfänger treffen wird. Heilung ist leider bitter notwendig. Möge die Aufarbeitung des Hartz 4 Traumas der SPD gelingen. Möge sie wieder zu einer wirklich "Sozialen Partei" werden.

Heinz Gunkel, Buggenhagen schrieb am 08.12.2019, 13:09 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Existenzgeld: BAG-Plesa beschließt neues BGE-Konzept

Offene Fragen

  • Wer bekommt ein Existenzgeld: Alle 83 Millionen Einwohner in DE, auch anerkannte Asylanten, oder nur deutsche Staatsbürger und nur 43 Millionen erwerbsfähige Personen? [Anm. d. Red.: Siehe Modellübersicht]
  • Was kann verteilt werden: Welches makroökonomische Produkt des DE-Staates kann maximal verteilt werden: Nationaleinkommen, Primäreinkommen, Volkseinkommen, Verfügbares Einkommen?
  • Wie funktioniert der Transfer: Wann bekommt ein Empfänger das Existenzgeld, wöchentlich, monatlich, am Anfang, am Ende?
  • Wo wird das Existenzgeld verwaltet: Beim Finanzamt, beim Sozialamt, beim Arbeitsamt, bei der EZB (Bundesbank)?
  • Warum bekommt jemand ein Existenzgeld: Weil die Person hier arbeiten will?, was ist mit den Kindern und einem Bildungseinkommen? [Anm. d. Red.: Siehe bagshi.org]
Auf alle diese Fragen finde ich im Konzept der BAG-Plesa (noch) keine Antwort.

Carlos Schenkel, Schweiz schrieb am 08.12.2019, 09:09 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Was lange währt, wird endlich gut!

Es würde mich freuen, wenn die Finanzierung des BGE auch diskutiert würde - im Sinne von - eine Kapital-Transaktions-Steuer würde die Einnahmen fürs BGE leisten, oder aber auch Vollgeld soll eingeführt werden, wonach dann der Staat eine sinnvolle Variante zur Verteilung von Helikoptergeld hätte, anstatt dass immer die Banken das Geld zur Wirtschafts-Ankurbelung bekommen, welches diese dann aber horten. Die Bezüger vom BGE würden das Geld sicher in der Real-Wirtschaft verteilen, weil es ihrer Lebensnotwendigkeit dient.

Stephan Härtl schrieb am 03.12.2019, 13:29 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Nach dem Urteil des BVerfG zu Hartz-IV-Sanktionen: Alles ist möglich.

Dank dem beharrlichen Kampf von Ralph Boes seit seinem 2011 verfassten Brandbrief und seinen unzähligen Verfahren am Berliner Sozialgericht ist es mit Hilfe seiner MitstreiterInnen gelungen, einen Richter zu überzeugen, entgegen dem juristischen Mainstream, dass Harz IV verfassungswidrig sei und das Sozialgericht Gotha die Richterklage am Verfassungsgericht 2015 einreichte. Das soll an dieser Stelle ausdrücklich gewürdigt werden. Siehe auch www.grundrechte-brandbrief.de ; Ralph Boes: Das Urteil zu den Harz IV4-Sanktionen Interview vom 12.11.2019 auf www.youtube.com

Eric Manneschmidt schrieb am 01.12.2019, 23:28 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Was lange währt, wird endlich gut!

hier Saskia Esken zum BGE auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=c0-yjl5wd58&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2QIaJflsgXGtzBRyfG8095uBrGwJ-O2Rw-1I4s5HRurgT_S0ukkcFLu_M