2.410 Kommentare

Czeslaw Kowalczyk schrieb am 11.02.2008, 22:37 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Und weil der Mensch ein Mensch ist …

Das Konzept von Dieter Althaus ist hart, weil der Realität am nächsten. Wir sollten deshalb mit der Umsetzung anfangen und es event. dann später ausbauen. Falls die aktuellen Umstände dies auch erlauben. Übertriebene Forderungen machen das Ganze bloß unglaubwürdig und utopisch. Übrigens - ich bin KEIN CSU Mitglied :)

Andreas Gurk schrieb am 10.02.2008, 19:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
„Grundeinkommen und andere Modelle im Diskurs“

In der Debatte des Grundeinkommens muss die Betonung auf BEDINGUNGSLOS liegen. Es ist keine Utopie oder soziale Romantik, sondern unabdingbare Voraussetzung in einer globalen Welt. Die heutige Kopplungvon von Arbeit und Einkommen lässt den Menschen immer unfreier werden, da "bezahlte Arbeit" zum knappen Gut verkommt. Die Sinngebung der Arbeit ist Bürgerrecht und nicht von finanzstarken Guppierungen. Erst eine absolute Trennung von Arbeit und Einkommen ermöglicht die körperliche, seeliche und geistige Freiheit des Menschen. Aufgrund der hohen technologischen Entwicklung übernimmt die Maschinenwelt einen großen Teil der menschlichen Grundversorgung. Der Mensch wird zunehmend frei für andere Aufgaben im Bereich der Bildung, Wissenschaft, Pflege, Umwelt und Soziales etc. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft, ist ein Einkommen das die gesellschaftliche Teilhabe sichert, absolutes Lebensrecht. Neoliberale Modelle vollziehen keine Trennung zwischen Arbeit und Einkommen, fordern aber auf der anderen Seite die Freiheit des Kapitals ohne soziale Bindung. Diese Unterscheidung ist ein MUß inder Debatte um das BGE.

Jörg Drescher schrieb am 09.02.2008, 10:55 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Und weil der Mensch ein Mensch ist …

Wie schon in meinem Kommentar zum Beitrag von Ronald Blaschke erwähnt, halte ich es für unangebracht, das Grundeinkommen in irgendein politisches Lager zu stecken. Richtig ist, daß das Grundeinkommen eine humanistische Tradition hat - aber es ist vermessen zu behaupten, daß sie aus einer sozialistischen Tradition hervorgegangen sei. Wenn dem so wäre, müßten doch in den "sozialistischen Ländern" (DDR/UdSSR/Korea/China) Ansätze für ein Grundeinkommen vorhanden (gewesen) sein - dem war und ist nicht so; vielmehr galt und gilt Vollbeschäftigung zur Erreichung der Planziele als ein wichtiges Gut. Ohne Definition des Begriffs "neoliberal" ist das ein "populistischer Kampfbegriff", der ursprünglich die soziale Marktwirtschaft hervorbrachte. Jüngst wurde auf Spiegel-Online folgendes herausgestellt: "In den dreißiger Jahren fand eine Gruppe von Denkern zusammen, die im Zeitalter totalitärer Ideologien von Nationalsozialismus bis Kommunismus freiheitliche Ideen wiederbeleben wollte. Auf den klassischen Liberalismus mit seiner Gleichgültigkeit gegenüber der sozialen Frage und seinem einseitigen Faible für den wirtschaftlichen laissez faire mochten sie nicht zurückgreifen. Im freien Spiel der Marktkräfte siege stets nur der Stärkere, fürchteten sie. Deshalb dürfe wirtschaftlicher Wettbewerb nicht regellos wüten, wie es den Manchester-Liberalen am liebsten war. Das führe nur zu Monopolen und Kartellen, kurzum zur Ausbeutung des einzelnen Konsumenten. Der Wettbewerb brauche deshalb einen Schiedsrichter, damit sich die Mächtigen nicht auf Kosten der Schwachen bereichern könnten. Diese Rolle sollte nach Ansicht der Neoliberalen ein starker Staat übernehmen. Sozial sei die vom Staat beschützte Markwirtschaft, weil jeder einzelne von den Früchten des Wettbewerbs profitieren könnte, als da sind: niedrige Preise, höherer Produktivitätsfortschritt, als Folge davon mehr Arbeitsplätze und höhere Einkommen." Einer der "Neoliberalen", der diese Gedanken in die Tat umsetzte, hieß Ludwig Erhard... Im Übrigen ist die "neue soziale Idee" ca. 500 Jahre alt, die aus verschiedenen (sozialistischen und liberalen) Richtungen immer wieder bedacht wurde. Das Problem dieser Idee ist nicht die Umsetzung, sondern deren Folge: Wie sind die "von Arbeit befreiten Menschen" weiterhin politisch beherrschbar?

Jörg Drescher schrieb am 09.02.2008, 10:27 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
„Grundeinkommen und andere Modelle im Diskurs“

Wenn das Netzwerk Grundeinkommen 6 SprecherInnen hat, ist es dann nicht etwas vermessen, Katja Kipping als "die Sprecherin" in dem Text zu nennen? Sie ist "eine Sprecherin" und aus dem Text geht eher hervor, daß sie im Namen der Partei "Die Linke" gesprochen hat. Wenn als abschließender Satz das Netzwerk Grundeinkommen als pluralistische Plattform genannt wird, so sollte meiner Meinung nach im Text nicht eine Mischung der Positionen von Katja Kipping als DIE Sprecherin des Netzwerks und MdB der "Links-Fraktion" vorgenommen werden. Das Grundeinkommen (bedingungslos oder nicht) gehört keiner konkreten Gruppierung/Partei, sondern ist "Eigentum" der Menschheit. Jede (politische) Vereinnahmung schadet der Idee mehr, als daß sie die Diskussion weiterbringt. Ich bitte darum, dies in Zukunft verstärkt zu beachten, damit wir unserem gemeinsamen Ziel etwas näher kommen, ein existenzgesichertes und dadurch selbstbestimmtes Leben zu erreichen - unabhängig, wer dies letztendlich verwirklicht.

Jörg Drescher schrieb am 06.02.2008, 22:50 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ehrlichkeit und Strategie – Anmerkungen zum Umgang mit dem Vorschlag des „solidarischen Bürgergelds“

Solange kein grundsätzliches Wirtschaftsverständnis in Bezug auf das Grundeinkommen vorhanden ist, wird es immer wieder Streitigkeiten geben. Sei es Althaus, sei es Werner, sei es Dilthey. Der Vorschlag von Althaus mag noch so verständlich und einfach sein, noch so finanzierbar und geprüft, er ändert aber nichts an dem Paradigma, daß das BGE durch menschliche Arbeit besteuert wird. Und dieses Denken brachte uns zu dem heute existierenden Problem. Ich respektiere die Arbeit von Althaus, finde seinen Vorschlag bedenkenswert, aber er wird über kurz oder lang wieder das "soziale Problem" hervorrufen. Dies könnte der BGE-Idee größeren Schaden zufügen, als daß es hilft. Allerdings: Wer den Althaus-Vorschlag ablehnt, soll einen Entwurf vorlegen, der besseres bietet.

Theophil Wonneberger schrieb am 06.02.2008, 11:00 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Berliner Initiative ist dem Netzwerk beigetreten

Hallo Christoph, ich antworte mal auf Deine Frage. Die Ergänzungen stehen im Text, sie lauten: Wir sehen ein nationales BGE nur als Notlösung bzw. Übergangssituation hin zu einem universellen, d.h. weltweiten BGE. Und es muß faktisch für alle existenzsichernd sein, also gegebenenfalls begleitet durch Maßnahmen wie einen Mindestlohn oder Regelungen für bestimmte benachteiligte Menschengruppen, wie etwa Flüchtlinge oder Arbeitsmigranten. Gruß, Theo

Andreas Gurk schrieb am 05.02.2008, 22:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Berliner Initiative ist dem Netzwerk beigetreten

Hallo Astrid die Kreterien zum BGE lauten: 1. existenzsichernd 2. keine Bedürftigkeitsprüfung 3. kein Zwang zur Arbeit 4. individueller Rechtsanspruch Trotz der genannten Punkte ist der Spielraum unterschiedlicher BGE-Modelle groß und die Deutungen der Kreterien sehr unterschiedlich. (Es gibt kein Ort wo Du noch nicht gewesen bist ... viele Grüße aus Kreuzberg)

Christoph Schlee schrieb am 05.02.2008, 22:24 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Berliner Initiative ist dem Netzwerk beigetreten

Ganz einfach Astrid, schau unter "Die Idee". Von Robert würde mich interessieren: Wie genau habt ihr die Kriterien denn ergänzt? Gruß, Christoph

Wolfgang Schlenzig schrieb am 05.02.2008, 19:28 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Das Grundeinkommen in theologischer Sicht

Die Christen mit ihrem unbändigen Barmherzigkeitsdrang sehe ich als großes Potential für ein bedingungsloses Grundeinkommen an. Dabei ist der von Herrn Knuth aufgezeigte Zusammenhang von Calvinismus und Grundeinkommen interessant. Arbeitsethos und Askese der Calvinisten schließen ein Grundeinkommen, dass man nur mit Askese durchstehen kann, genau so ein wie das Ethos, dass auf gesellschaftliche Nützlichkeit und nicht auf Geldgier und Großmannssucht ausgerichtet ist. Deshalb stellt Herr Knuth richtig fest, dass Calvins und Luthers Lehren keinen Widerspruch zum bedingungslosen Grundeinkommen darstellen und gleichwohl Anforderungen an die Lebensart in der der heutigen Gesellschaft sind.

Redaktion schrieb am 04.02.2008, 15:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Berliner Initiative ist dem Netzwerk beigetreten

https://www.grundeinkommen.de/die-idee

Astrid Berggötz schrieb am 03.02.2008, 17:19 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Berliner Initiative ist dem Netzwerk beigetreten

Schöner Meilenstein! Zu gerne wüsste ich die vier bekannten Kriterien zum BGE, die bestimmt irgendwo niedergeschrieben sind. Aber genau jetzt habe ich keine Zeit und Mittel sie in Erfahrung zu bringen. Wenn es vier Schlagworte sind, ließen sie sich doch noch einmal kurz erwähnen? Wenn nicht, Pech gehabt. Gruß, Astrid

Tobias Teetz schrieb am 01.02.2008, 18:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ehrlichkeit und Strategie – Anmerkungen zum Umgang mit dem Vorschlag des „solidarischen Bürgergelds“

Das Althaus-Konzept basiert auf einem sehr leicht verständlichen Konzept. Dies kann in der Öffentlichkeit gut dargestellt werden. Die monetären Grundeinkommensbeträge (800 €/Monat, großes Bürgergeld, bzw. 400 €/Monat, kleines Bürgergeld bei hohem Einkommen) sind monetär eindeutig. Hinsichtlich des Wohnortes bleiben aber regionale Unterschiede. Fraglich ist auch, ob eine bessere soziale Teilhabe auch über geänderte Konsumsteuersätze (teilweise negative Steuersätze, also Subventionen, teilweise Luxussteuernmit 30-40%) erreicht werden könnte.

Wolfgang Schlenzig schrieb am 01.02.2008, 09:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Warum das Netzwerk Grundeinkommen Mitglied von Attac Deutschland und Attac-Gremien ist

Ich habe schon seit Gründung von Attac immer beeobachtet was die so machen, weil ich Attac als eine der wichtigsten geopolitischen Gründungen der letzen Zeit betrachte und nur so in einer globalisierten Welt was zu erreichen ist. Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit des Netzwerkes GE mit Attac logisch und wünschenswert. So weit so gut. Nun setzt die Kritik von Christoph Schlee an, der ich mich anschließe. Wir hatten immer einen von Attac im SPK. Das sah ich bisher als ausreichend an. Und dann wieder dieser Alleingang, dieses undemokratische, dieses die Basis brüskierende. Und dann gerade noch kurz nach der Jahresversammlung in Hannover, wo wir ein innerer Demokratie AG unter Dilthey eingesetzt haben. Leute lasst sowas. Wir sind keine Partei. Bei sollten Basisdemokratie und Transparenz ein höheres Gut sein.

Hendrik Höcke schrieb am 30.01.2008, 21:04 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Warum das Netzwerk Grundeinkommen Mitglied von Attac Deutschland und Attac-Gremien ist

Ich finde es persönlich sehr komisch das eine Verein (Das Netzwerk Grundeinkommen ist doch einer oder?) einem anderen Verein betritt. Das beinhaltet für mich das alle Mitglieder des Verein ebenfalls befürworte von z.B. Attac sind. Nun ja ich für meinen Teil kann nicht behaupten das ich alles was Attac macht und all ihre Meinungen die sie vertreten gut finde, doch den Anschein macht es, da ich Mitglied im Netzwerk Grundeinkommen bin. Ich verstehe nicht warum es nicht reicht als Mitglied und Mitarbeiter des Netzwerks Grundeinkommen ein Mitglied bei Attac zu sein. Weiterhin möchten sie Herr Blaschke die Idee des bGE bei Attac voran bringen, dass ist löblich aber welches Model vertreten sie da? Ich meine das Netzwerk Grundeinkommen hat sich zu keinem Model positioniert, was sagen sie also den Leute dort bei Attac? Ich bin für die Diskussion mit Attac, um das Grundeinkommen voran zu bringen. Aber warum das Netzwerk Grundeinkommen gleich Mitglied des Diskussionspartners werden muss bleibt mir schleierhaft.

Jörg Drescher schrieb am 30.01.2008, 15:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Warum das Netzwerk Grundeinkommen Mitglied von Attac Deutschland und Attac-Gremien ist

Tja, wieso tritt dann das Netzwerk nicht z.B. in die Partei "Die Linke" ein, um dort die Idee des BGE weiter voranzubringen? Warum wurden die Mitglieder nicht gefragt, sondern der SPK entschied eigentständig? Wenn das Netzwerk (als "juristische Person", die es nicht ist) als uberparteiliches Bündnis über die BGE-Idee aufklären will, sollte es doch auch neutral bleiben. Weshalb gerade "attac", eine Organisation, die vor knapp 10 Jahren (in Frankreich) dazu gegründet wurde, um sich für eine Art Tobin-Steuer "zum Nutzen der Bevölkerung" einzusetzen? Wieso wird bei "attac" dann über das BGE "gestritten", wenn deren Gründung der urspüngliche Zweck war? Welchen strategischen Vorteil bietet die Mitgliedschaft bei "attac", außer, daß es Leute abschreckt? Attac wird (öffentlich) als "Globalisierungsgegner" und nicht "-kritiker" wahrgenommen. Die "konstruktive Kritik" von Attac geht dabei unter. Ich frage nochmals: weshalb muß das Netzwerk in Gruppen Mitglied sein, die selbst Mitglied des Netzwerks sind? Oder ist "attac" inzwischen zu dem Netzwerk geworden, das das Netzwerk-Grundeinkommen sein wollte/sollte? Wenn mich Teile von "attac" nicht als Neoliberalisten beschimpft hätten, würde ich vielleicht anders darüber denken; aber ich stehe für meine freiheitliche Überzeugung ein, die man wirklich nicht neoliberal nennen kann. Sorry, diesen Schritt (des Netzwerks) verstehe ich nicht...

Christoph Schlee schrieb am 30.01.2008, 14:10 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Warum das Netzwerk Grundeinkommen Mitglied von Attac Deutschland und Attac-Gremien ist

Es ist gut, zu diesem nicht ganz unwichtigen Punkt endlich einen Kommentar zu bekommen (nach vielen kritischen Anfragen), der die Position des SPK wiedergibt. Nur kann er nicht ganz unwidersprochen bleiben. Zunächst zur Bündnisform: Nichts gegen eine Kooperation mit gesellschaftlichen Kräften, die dem bGE nahe stehen. Es fragt sich nur, ob gleich die Mitgliedschaft das richtige Signal ist, gerade WEIL attac zum bGE uneins ist. Dafür spräche die Einflussmöglichkeit, andererseits muss man dann auch andere attac-Positionen mittragen und die Signale nach außen beachten. Ich weiß, dass viele der bGE-Sympathisanten das enge Bündnis mit attac kritisch sehen, die Nähe des Netzwerks zur Linken kommt hinzu. Zumindest breit im Netzwerk diskutieren müsste man einen solchen Beitritt allemal. Damit kommen wir zum Verfahren: Warum wird der nicht ganz unwichtige Beitritt kurz nach der Mitgliederversammlung im Dezember 2006 vollzogen (an der ich auch teilgenommen habe). Dort wurde Hardy Krampertz vom SPK vorgeschlagen und gewählt. Ausdrücklich mit dem Hinweis auf seine Funktionen bei attac. Dies lässt den Eindruck zu, dass der attac-Beitritt schon geplant (oder zumindest angedacht) war. Aus welchem Grund wird dazu aber nicht die Mitgliederversammlung befragt? Und warum informiert der SPK (Sprecherkreis) die Mitglieder nicht über eine so weit reichende Entscheidung. Das ist doch mehr als seltsam und deutet auf eine gewisse "Abgehobenheit" hin, die hoffentlich der Vergangenheit angehört. Der Sprecherkreis löst durch diesen selbstherrlichen Politikstil ein großes Maß an Verärgerung bei der Basis aus. Ich will nicht missverstanden werden: Die Kölner Initiative hat sich selbst am "Rundumschlag", einer von attac organisierten Veranstaltung in Köln, beteiligt mit einem bGE-Workshop. Wir vertreten das auch nach außen. Nur suchen wir auch den Kontakt mit anderen Kräften und legen uns nicht einseitig fest - attac ist nun mal kein "pluralistisches Bündnis". Das Beispiel attac zeigt einmal mehr, dass der SPK mit seinem Demokratieverständnis die Interessen der Mitglieder nicht mehr wirksam vertreten kann. Darum benötigen wir dringend ein neues starkes Gremium zwischen den Mitgliederversammlungen, das die Ansichten der Initiativen und der Mitglieder an der Basis vertritt. Dies diskutieren wir auch im Arbeitskreis Demokratie und Transparenz (Beitritt siehe Mailinglisten). Sollte ein solches Gremium nicht sehr bald kommen und wichtige Entscheidungen weiterhin wie oben beschrieben zustande kommen, wird es schnell zu einem "Abwandern" vieler Grundeinkommens-Interessierter und Initiativen kommen, die an Vorfestlegungen wie den oben beschriebenen nicht interessiert sind.

Volker Stöckel schrieb am 29.01.2008, 15:21 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einladung: Aufbauseminar zum Grundeinkommen am 2./3. Februar in Hannover

:-)

Volker Stöckel schrieb am 29.01.2008, 09:53 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Erstes Treffen der BGE-Initiative Erlangen/Nürnberg/Fürth

Viel Erfolg!! :-)

Frank Thomas schrieb am 29.01.2008, 00:25 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Veranstaltungshinweis: Attac-Gfa startet bundesweite Veranstaltungsreihe zum bGE

Dieser Satz, der von Gisela Brunken zitiert wurde sollte in einem Flyer, der zu einer Diskussion über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens einladen will, weder mit noch ohne Fragezeichen stehen. Dafür gibt es mehrer Gründe. Einen hat Frau Brunken genannt: Neutralität. Ein weiterer wäre: „Würde es (das bGE) jetzt umgesetzt ...“ so wäre es um ein vielfaches besser als heutige Bedarfsprüfungen, „Reserveübungen“ und sinnentleerte Verwaltungskosten zu produzieren. Gemeint ist mit „(bGE)“ diesem Fall das „Solidarische Bürgergeld“. Dass ein Politiker der CDU seine Kariere aufs Spiel setzt, um Menschen mit der Idee des Grundeinkommen zu konfrontieren, ist kein Grund zur Panik.. Wenn es Attac, wie in diesem Flyer steht, nicht um Tagespolitik geht, sondern um richtungsweisendes Denken, dann hat Herr Althaus bereits richtungsweisend gedacht, bereits vor Attac. Und er zeigt mit der Berechnung seines Modells nachweißlich, dass ein Grundeinkommen finanzierbar wäre, heute. Auch das Solidarische Bürgergeld enthält die wichtigsten Punkt des gBE: Es wird bedingungslos an Individuen gezahlt. Sich pro und kontra einzelner Modelle heute auszusprechen, ist mehr eine Stellungnahme zur Tagespolitik, als ein offener Umgang mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. Herr Althaus ist kein neoliberaler Politiker, sondern eine mutiger Politiker, der beweißt das er klar denken kann. Was brauchen wir mehr, als mutige und authentische Menschen, gerade in der deutschen Politik?

Leo schrieb am 25.01.2008, 15:08 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Aus christlicher Perspektive ein Menschenrecht

Die Grundaussagen von Herrn Segbers kann ich nur unterstützen. Als besonders wichtig erachte ich folgende Aussagen: "Die dem Menschen unverdient zukommende Liebe und Güte Gottes begründet den leistungslosen Selbstwert des Menschen. ... Menschenwürde steht vor aller Leistung. Der Mensch ist mehr als er leistet. Die Knechte dürfen nicht auf ihre Nützlichkeit und Verwertbarkeit reduziert werden." Die Probleme des bge liegen aber weniger in der moralischen und ethischen Rechtfertigung, als viel mehr in der praktischen Ausgestaltung. Wie begegnet man wirksam der Affinität zum Weg des geringsten Widerstands? Wenn das Grundeinkommen bedingungslos sein soll, wie organisieren wir ein Instrument der Motivation, das die Mechanismen von Zwang und Erpressung umgeht, und gleichzeitig die Funktion der Gesellschaft sichert?

Leo schrieb am 25.01.2008, 14:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Das Grundeinkommen in theologischer Sicht

Toll, dass Sie sich als Bischof mit dem Thema Grundeinkommen beschäftigen. Haben Sie zu dem Thema schon einmal gepredigt? Interessant finde ich vor allem den Bezug auf Beamte und Seelsorger. Die theoretisch, theologischen Begründungen sind mir zwar etwas fremd, aber die geschilderte Wirkung von Religion und Moral auf allgemeine Lebensentscheidungen (am Beispiel Calvinismus) finde ich sehr interessant.

Gisela Brunken schrieb am 24.01.2008, 14:37 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Veranstaltungshinweis: Attac-Gfa startet bundesweite Veranstaltungsreihe zum bGE

"Würde es (das bGE) jetzt umgesetzt, so käme dabei wohl ein neoliberales Verarmungsprogramm à la Althaus heraus." Ich meine, dass dieser Satz im Flyer mit Fragezeichen versehen werden sollte, denn ich finde es wichtig, sich unvoreingenommen mit allen Ideen und Möglichkeiten befassen zu können und sich dann selbst eine Meinung zu bilden.

A.Berndt schrieb am 23.01.2008, 21:37 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Einladung: Aufbauseminar zum Grundeinkommen am 2./3. Februar in Hannover

Das nenne ich konstruktive Meinungsbildung, was hier an Meinungen zwischen Gisela, Matthias und Christoph praktiziert wird. Wenn das Netzwerk dieses Austausch weiter befördert und Entwickelt und wir es schaffen trotz unterschiedlichen Sichtweisen die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, bin ich dabei. Viele Grüße

Christoph Schlee schrieb am 23.01.2008, 17:23 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Erstes Treffen der BGE-Initiative Erlangen/Nürnberg/Fürth

Good luck für Eure Initiative! Die Franken gehen den Bayern mal wieder voran. Aber wir plädieren: Für ein bGE von Coburg bis zu den Alpen! (Und vielleicht noch ein bisschen darüber hinaus). Falls ihr noch zündende Plakate oder Flyer braucht, wendet Euch an die Kölner Initiative(www.bgekoeln.de)!