(Profil Matthias Blöcher, Fortsetzung)

Mit dem Grundeinkommen beantworten wir die Herausforderungen in Bezug auf den Wandel der Arbeitsgesellschaft mit einem gleichzeitigen „Mehr“ an Solidarität, individueller Freiheit und angstfreier Selbstbestimmung.

Das BGE mit seinen vier Kriterien ist jedoch kein geschlossenes, abstraktes Modell. Die wirkliche Stärke der Idee liegt meines Erachtens darin, dass sich Menschen ganz konkret anhand ihrer eigenen Lebenserfahrung vorstellen können, wie sich ihr Lebensentwurf und die Gesellschaft positiv verändern könnte. Dieser Aspekt scheint mir ursächlich für den Verbreitung der Idee in sehr unterschiedliche gesellschaftliche Schichten zu sein. Die Grundeinkommensidee ist somit gleichzeitig eine ideale Projektionsfläche für die Diskussion „wie wir in Zukunft leben und tätig sein wollen“.

Für mich ist das Netzwerk der Motor dieses Prozesses. Insbesondere in der Vielfalt der vertretenen Personen, regionalen Gruppen und Organisationen liegt die Chance, dass wir mit unserer Idee nicht nur in der Breite sondern auch in einer „kritischen“ Masse ankommen, um letztlich aus der Vision eine Realität werden zu lassen. Einen möglichen Arbeitsschwerpunkt im NWR sehe ich für mich daher u.a. in der Verstärkung der Bündnisarbeit mit anderen Organisationen.

Vita: 1972 in Marburg geboren. Dort Diplomstudium Erziehungswissenschaften mit soziologischen und psychologischen Exkursen. Anschließend diverse, teils freiberufliche Abschnitte u.a. im Erwachsenen- und Jugendbildungsbereich. Seit 2003 in Köln bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands: Referent für politische Jugendbildung / Grundsatzreferat. In letzterem Zusammenhang mit den Schwerpunkten Steuerpolitik sowie Grundeinkommen (Entwicklung des Modells Garantiertes Grundeinkommen bis zum verbandlichen Beschluss, Begleitung entsprechender Gremien, Materialerstellung etc.). Im Netzwerk Mitglied der AG Runder Tisch.

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