(Profil Danny M. Hügelheim, Fortsetzung)

Warum das Bedingungslose Grundeinkommen?

2015 habe ich von der Idee des Grundeinkommens erfahren. Zu der Zeit war ich, und bin es heute mehr denn je, ein scharfer Kritiker der bisherigen partiellen und menschenunwürdigen „Lösung“ zur Sicherung der Existenz und gesellschaftlichen Teilhabe in Deutschland. Deshalb hat mich die Idee des BGE als reale Utopie und Menschenrecht umso mehr interessiert. Nach jahrelanger Recherche und Forschung war und bin ich nicht weniger von der Idee des BGE überzeugt, im Gegenteil, mir wird von Tag zu Tag klarer, dass es genau der Gedanke und das Mittel ist, welche wir in der heutigen Zeit benötigen um die Menschenrechte und die Grundrechte sowie die Demokratie im gesellschaftlichen Alltag tatsächlich leben und umsetzen zu können.
Für mich steht die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens für ein neues Gemeinschaftsgefühl in einer massiv individualisierten, narzisstischen und polarisierten Gesellschaft, ein Klarwerden, dass wir alle im selben Boot sitzen und jeder Mensch von Grund auf die gleichen Grundrechte hat sowie für ein Bewusstsein des Menschseins in einer hoch technisierten und dem Menschen entfremdeten Gesellschaft.
Für mich steht die Idee des BGE auch besonders für das Aufbrechen von Herrschaftsstrukturen und ein Füreinander statt ein Gegeneinander.

Das bedingungslose Grundeinkommen als absolutes Menschenrecht auf eine gesicherte Existenz und gesellschaftliche Teilhabe ist für mich die bisher würdevollste und humanste Idee jedem gleichere Möglichkeiten der Teilhabe und Selbstbestimmung zu schaffen, ohne in Geber und Empfänger oder in Klassen oder einzelne Gruppen von Menschen zu selektieren und somit auch ohne sich selbst bisherigen Herrschaftsstrukturen zu bedienen, sie zu fördern, zu stärken oder gar neue zu erschaffen.
Deshalb verkörpert für mich das bedingungslose Grundeinkommen mit seinem real- und liberal-humanistischen Ansatz auch das Überwinden von Barrieren. Das BGE löst in seiner Logik, in der es die Menschen als gesamte Spezies sieht, soziale, gesellschaftliche und kognitive Grenzen auf, die wir uns seit tausenden von Jahren selbst auferlegen und gibt uns die Chance einen Neuanfang als Zivilisation zu machen. Es ist letztendlich ein Momentum eines Paradigmenwechsels in ein neues Zeitalter der Menschheit.
Das Grundeinkommen als Übergang und Teil eines neuen Paradigmas ist natürlich nicht ganz so einfach zu denken und braucht seine Zeit.
Um das volle emanzipatorische und humanistische Potenzial der Idee des Grundeinkommens entfalten zu können, benötigt es in der konkreten Umsetzung auch die richtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Diese gilt es besonders bei speziellen Modellen zu beachten und zu setzen. Ein Konzept für ein großgesellschaftliches bis hin zu globalem BGE, sollte ganzheitlich bedacht und möglichst risikofrei ausgestaltet sein. Daran möchte ich auch in Zukunft weiter mitarbeiten, um mögliche Trugschlüsse und potenzielle Missstände trotz BGE auszuschließen.
Die einfache monetäre Leistung, wie sie gerne publiziert wird, sehe ich in einem BGE also nicht.

Was ist so besonders am Netzwerk Grundeinkommen?

Ich sehe und erlebe das Netzwerk Grundeinkommen als kompetente, sachliche und wissenschaftlich-fundierte Basis um unsere Gesellschaft zu verändern. Als die Dachinstitution, mit der wir es schaffen können, die Bevölkerung ausreichend aufzuklären und aufzuzeigen, was ein BGE für Chancen mit sich bringt und wie die Idee als gesellschaftliches Konzept ausgestaltet werden kann.

Was bringe ich mit ins Netzwerk?

Meine allgemeinen Schwerpunkte sind bisher Vernetzung und sachliche Aufklärung bei regionalen Initiativen und Bürgern, Social-Media, sowie wissenschaftliche Arbeit mit Bezug auf die Transformation der modernen Gesellschaft. Diese Vernetzung möchte ich auch im Netzwerk so konstruktiv und effektiv wie möglich fördern und mitgestalten. Kommunikation, Barrierefreiheit und Gewaltfreiheit sind für mich drei Hauptelemente für ein gelingendes und garantiertes Miteinander. Ich arbeite daran das Netzwerk Grundeinkommen kooperativer und lebendiger zu gestalten, damit die Potenziale und Energien der über 5000 Mitglieder aktiviert werden und möglichst barrierefrei einfließen können, um Wissen zu teilen und die emanzipatorische Idee des BGE zur gelebten Realität zu machen.