Kandidaten

für die Nachwahl zum Netzwerkrat bei der Mitgliederversammlung 2018

 

Mag. Simon Haasis, Albstadt

 

Simon Haasis

Ich bin meiner Profession nach Musikwissenschaftler und freiberuflich als wissenschaftlicher Publizist, Kulturjournalist und Blogger tätig. Meine wissenschaftliche Ausbildung habe ich und genieße ich an der Universität Wien, der ich derzeit nach als Promovierender, allerdings in den „letzten Zügen“ , und als Lehrender, zuletzt im SoSe 2016, verbunden bin.

Schon allein aufgrund meines Berufes, den ich derzeit für nur wenige Alternativen eintauschen wollen würde, bin ich prädestiniert dafür mich für ein in welcher Form auch immer gestaltetes Bedienungsloses Grundeinkommen (BGE) einzusetzen. Wie schön wäre es doch diesem wundervollen Beruf nachgehen zu können ohne grundsätzlich um jeden Euro feilschen zu müssen – wobei ein BGE nicht bedeuten muss, dass nicht weiterhin ein freier Markt der Möglichkeiten existiere.

Rutger Bregman hat in seinem jüngst erschienen Buch, das sich mit Utopien auseinandersetzt wieder betont, dass ein BGE ein altes Projekt ist, welches ungeheuer viel ungenutztes Potential freizusetzen die Möglichkeit gibt. Warum Zeit und Energie im Leben verschwenden, warum um die eigene Wertigkeit als Mensch im Leben ringen und warum ungenutzte staatliche Sozialausgaben nur ausgeben, damit diese vergeben sind, statt sie einem Zweck zuzuführen, der allen nutzt? – ja selbst der sogenannten freien Wirtschaft. Ein BGE ist eine Sache für die es sich zu arbeiten lohnt – nicht mit unaufhörlichem Pathos, sondern mit Realitätssinn für die Bedürfnisse der Menschen.

Von meinem beruflichen Hintergrund ausgehend würde ich den NWR in den Bereichen redaktionelle Tätigkeiten und wissenschaftliche Koordination gerne unterstützen. Dabei ist es mir zuletzt noch wichtig, dass es mir bei meiner Kandidatur im keinsten Fall um politische oder soziale Profilierung geht, sondern nur um die Sache selbst, die ich meine nur vertreten zu können, wenn mit gesundem Menschenverstand und Pragmatismus, allerdings nicht um jeden Preis, gearbeitet wird. Politische Lagerbildung ihrer selbst Willen, nur damit es „links“ und „rechts“ als undifferenzierbare Körper gebe, „Postpiratismus“ und „Geklüngel“ sind mir schlicht widerlich.

 

Michael Levedag

 

Michael Levedag

Guten Tag liebes Netzwerk Grundeinkommen,

hiermit möchte ich meine Kandidatur für den Netzwerkrat bekanntgeben.

Nicht gegen jemanden, sondern für das BGE.

Wer bin ich?

Michael Levedag, 59 Jahre alt, verheiratet, ich wohne in 45768 Marl, nördliches Ruhrgebiet.

Ich bin mehr oder weniger erfolgreich selbstständig, kenne die Höhen und Tiefen des Lebens von sehr wohlhabend bis hin zu SGB2 aus eigener Erfahrung und kann deshalb gut beurteilen, was ein BGE für uns alle und die Gesellschaft bedeuten würde.

Was habe ich bisher für das BGE unternommen?

Ich bin von 2009 – 2011 in der Gruppe der Piraten gewesen, die das BGE letztendlich ins Parteiprogramm der Piratenpartei gehievt haben.

Seit 2011 bis ich aktives Mitglied des Netzwerkes und auch aktiv in der „Initiative für ein BGE Recklinghausen

Seit August 2016 bin ich Mitglied der SPD und arbeite seitdem aktiv daran, innerparteilich die Idee des BGE bekannt zu machen. Ziel ist eine Verankerung im Parteiprogramm.

Was mache ich sonst so?

Ich bin im Stadtrat der Stadt Marl und im Kreistag Recklinghausen.

Was will ich im NWR?

Mithelfen. Ich habe nun endlich einen strukturierteren Zeitablauf als früher und kann ausreichend Zeit für die Tätigkeit aufbringen. Ich bin nicht fixiert auf eine Tätigkeit oder Position. Ich kann gut organisieren, mag Arbeit im Team. Und ich bin eine Rampensau. Mehr dazu hier.

Was will ich ändern?

ich finde, das Netzwerk sollte sich mittelfristig auf ein BGE Modell verständigen und das dann „bedingungslos“ unterstützen. Die Leute da draußen haben ein Recht darauf, zu erfahren, wofür wir genau stehen und wie wir das umsetzen wollen. Wir sollten konkreter werden.

 

Baukje Dobberstein

 

Baukje Dobberstein

Hiermit möchte ich mich als Netzwerkrätin im Netzwerk Grundeinkommen zur Verfügung stellen:

  • Geboren 1979 in Hannover, geschieden, zwei Töchter im Grundschulalter
  • Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzbezeichnung tiefenpsychologische Psychotherapie
  • Selbstständig niedergelassen als ärztliche Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Hannover
  • Blog.baukje.de seit März 2016 mit vielen Artikeln zum Grundeinkommen
  • Von Okt 2016 bis Okt 2017 aktives Mitglied im Bündnis Grundeinkommen
  • Aufbau einer regionalen Arbeitsgruppe zum Grundeinkommen in Hannover seit Okt 2017
  • Mögliche Aufgabenbereiche im Netzwerkrat könnten sein: Vernetzung von BGE-Aktiven/Initiativen (auch via Social Media), Argumentationshilfen und Publikationen „für jedermann“ als Ergänzung zur akademisch-fachlichen Debatte, Schwerpunkt Psychologie und Gesundheit im Grundeinkommen, allgemeine redaktionelle und Öffentlichkeitsarbeit.

Mein Interesse am Grundeinkommen wurde durch die Lektüre von „Haben oder Sein“ von Erich Fromm geweckt und war seitdem als wünschenswerte Utopie in meinem Herzen verankert. Durch ein Gespräch mit Philip Kovce am Rande der Leipziger Buchmesse 2015 habe ich von der Schweizer Initiative zum Grundeinkommen erfahren und mich anschließend intensiv mit der verfügbaren Literatur etc. auseinandergesetzt. Ein Jahr später, ebenfalls auf der Buchmesse motiviert, diesmal durch den Soziologen Hartmut Rosa, begann ich meinen Blog zu schreiben, welcher sich überwiegend mit dem Thema Grundeinkommen auseinander setzt.

Beruflich bin ich als Ärztin immer auf der Suche nach den kausalen Ursachen der Krankheiten gewesen. Das hat mich von Intensivstation und Notarzttätigkeit zunächst in die Allgemeinmedizin und dann zur Psychotherapie geführt. Doch viele Ursachen sind nicht individuell, sondern gesellschaftlich, insofern war ein politisches Engagement in Richtung einer gesünderen und gerechten Gesellschaft die logische Folge. Das bedingungslose Grundeinkommen erscheint mir dabei als der sinnvollste Weg.

Für mich ist das Grundeinkommen wesentlich mehr als nur eine bessere Sozialleistung. Ich möchte in der Gesellschaft leben, in der jedem die Existenz gegönnt wird, in der jeder ein Grundeinkommen erhält – selbst wenn das heißt, dass mein eigener Beitrag zur Gesellschaft, zum Beispiel durch Steuern, dadurch höher wäre als jetzt.

Meine humanistische Grundhaltung steht im Widerspruch zu Kampf, Machtspielen und Propaganda. Mein Interesse ist es, eine gesamtgesellschaftliche Debatte zum Grundeinkommen zu befördern, die auch Raum lässt für Nachfragen, Zweifel und Betrachtung von Risiken. Ich bin überzeugt davon, dass die zugrundeliegende Idee des Grundeinkommens das Potential hat, unsere Gesellschaft zum Guten hin zu verändern und die Welt zu einem besseren Ort zu machen, das Potential einer gewaltlosen (R)evolution.